Luxuskonzern LVMH kauft Luxushotelkette Belmond

| Hotellerie Hotellerie

Der weltgrößte Luxusgüterhersteller LVMH kauft die 5-Sterne-Hotelkette Belmond. Das teilte die Louis-Vuitton-Mutter am heutigen Freitag in Paris mit. Belmond würde gut ins Portfolio von LVMH passen und das Angebot der bereits zum Unternehmen gehörenden Cheval-Blanc-Hotelketten und der Bulgari Hotel and Residences in London ergänzen, erklärte LVMH-Chef Bernard Arnault.

Die Übernahme bewertet Belmond mit rund 2,6 Milliarden Dollar. Dieser Preis übertrifft den Schlusskurs der Belmond-Aktie an der New Yorker Börse vom Donnerstag um 42 Prozent. 

Bereits im August war bekannt geworden, dass Belmond Goldman Sachs und JPMorgan Chase mit der Prüfung eines Verkaufs betraut hatten. Die Aktien von Belmond sind daraufhin in den letzten Monaten um 58 Prozent gestiegen.

Der LVMH-Konzern, zu dem die Marke Louis Vuitton und Champagnerhersteller Dom Perignon gehört, gilt als Überraschungskäufer für Belmond. Als potenzielle Käufer waren bislang unter anderem KSL Capital Partners, Blackstone und Ashkenazy Acquisition gehandelt worden erklärten mit der mit der Materie vertraute Personen der Agentur Bloomberg im Oktober.

Belmond, früher bekannt als Orient-Express-Hotels, betreibt, besitzt oder hält Beteiligungen an mehr als 45 Luxushotels. Dazu kommt der legendäre Club 21 in New York, eine Kreuzfahrtgesellschaft in Frankreich, der Venice Simplon-Orient-Express zwischen London und Venedig und sowie Safaricamps in Botswana.
 


Roland Hernandez, Vorsitzender des Verwaltungsrates von Belmond, sagte: "Nach einer strategischen Überprüfung, die bei einer Vielzahl von Immobilien- und Beherbergungsgesellschaften, staatlichen Vermögensverwaltern und anderen Finanzkäufern auf der ganzen Welt auf großes und tiefes Interesse stieß, kam der Verwaltungsrat zu dem Schluss, dass diese Transaktion mit LVMH einen überzeugenden und sicheren Wert für unsere Aktionäre sowie einen spannenden Weg nach vorne mit einer Gruppe darstellt, die die unersetzlichen Vermögenswerte und das starke Managementteam von Belmond schätzt."

Bernard Arnault, Chairman und Chief Executive von LVMH, sagte, dass die Vermögenswerte von Belmond die bestehenden Hospitality-Investitionen von LVMH ergänzen würden: "Belmond bietet anspruchsvollen Reisenden einzigartige Erlebnisse und verfügt über eine Reihe außergewöhnlicher Häuser an den begehrtesten Reisezielen", sagte er. "Das Erbe, die innovativen Dienstleistungen, die Fürhung und der Unternehmer von Belmond stünden im Einklang mit den Werten von LVMH und ergänzten die bisherigen Aktibvitäten mit Cheval Blanc-Maisons und der Bulgari Hotel and Residences in London.

Roeland Vos, Belmonds Präsident und Chief Executive Officer, sagte: "Die heutige Ankündigung ist das Ergebnis unserer strategischen Vision, die auf unserem pionierhaften Erbe aufbaut und eine spannende Entwicklung für alle Beteiligten, einschliesslich unserer Mitarbeiter, darstellt."


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Bio Berghotel Ifenblick im Allgäuer Bergdorf Balderschwang hat nach umfangreichen Umbaumaßnahmen neu eröffnet. Zentraler Bestandteil ist das neu geschaffene Panorama-Spa mit Outdoor-Infinity-Pool und Hallenbad.

Das Conrad Hamburg erweitert sein Angebot im Levantehaus um ein 1.000 Quadratmeter großes Spa. Neben dem größten Hotelpool der Stadt setzt das Haus auf ein neuartiges Longevity-Konzept mit medizinisch orientierten Anwendungen.

Das Grand Hotel Central in Barcelona hat sein Wellness-Angebot erweitert. Auf der hoteleigenen Dachterrasse „La Terraza del Central“ wurde eine Panorama-Sauna in Betrieb genommen, die Gästen einen direkten Blick über die Stadt ermöglicht.

Limehome baut sein Angebot in München massiv aus. Durch die Übernahme des Hotel Miano in Pasing und einen geplanten Neubau nahe dem Hauptbahnhof kommen 174 neue Einheiten zum Portfolio hinzu. Der Fokus liegt dabei auf der digitalen Transformation bestehender Hotelstrukturen.

Die Region Hannover bleibt das Schlusslicht bei der deutschen Hotelzimmerauslastung. Während andere Großstädte deutlich höhere Werte erzielen, streitet die Branche in Hannover über die Verwendung der Beherbergungssteuer und fordert eine effektivere Vertriebsstrategie für den Tourismusstandort.

Hamburg festigt seine Rolle als Tourismusmagnet: Mit 16,5 Millionen Übernachtungen und der bundesweit höchsten Hotelauslastung blickt die Hansestadt auf ein erfolgreiches Jahr 2025 zurück. Für 2026 versprechen große Jubiläen, neue Musical-Premieren und Museumsprojekte weiteres Wachstum.

Mit der Eröffnung des Palazzo San Gottardo Lake Como bringt die Radisson Hotel Group ihre Radisson Collection erstmals nach Como. Das restaurierte Gebäude aus dem Jahr 1926 kombiniert historische Architektur mit drei Gastronomiekonzepten und einem Spa-Bereich.

Die Seminaris Hotels machen Zero Waste zum festen Grundprinzip in der Veranstaltungsgastronomie. Bis Ende 2026 soll der Anteil nachhaltiger Speisekonzepte in allen acht Häusern deutlich ausgebaut werden.

Die Motel One Group eröffnet zwei neue Standorte in Frankfurt am Main. Nach der Übernahme ehemaliger Flemings Hotels wurden das Motel One Frankfurt-Hauptbahnhof und das The Cloud One Frankfurt-Metropolitan neugestaltet.

Schleswig-Holstein verzeichnet zum Jahresende ein Plus im Tourismus: Im Dezember 2025 kamen mehr Übernachtungsgäste als im Vorjahresmonat an. Und auch über das Jahr gesehen stieg die Zahl.