Markteintritt in Vietnam: Fairmont eröffnet Luxushotel in der Hauptstadt Hanoi

| Hotellerie Hotellerie

Accor hat die Präsenz in Südostasien ausgeweitet und das erste Haus der Marke Fairmont in Vietnam in Betrieb genommen. Das neue Fairmont Hanoi befindet sich im Zentrum der Altstadt in unmittelbarer Nähe zum Hoan-Kiem-See. Wie das Unternehmen mitteilt, umfasst das Gebäude insgesamt 241 Zimmer, zu denen 38 Einheiten des Typs Fairmont Gold sowie 12 Suiten gehören. Die Architektur des Hauses, für die die Büros Perkins Eastman und Aston Design verantwortlich zeichnen, orientiert sich gestalterisch am Roten Fluss und kombiniert moderne Linienführung mit lokalen Handwerkselementen.

Gastronomisches Konzept mit internationaler Ausrichtung

Ein wesentlicher Schwerpunkt des Hauses liegt auf dem kulinarischen Angebot, das acht verschiedene Lokalitäten umfasst. Laut Angaben des Hotelbetreibers bietet das Restaurant Tran Dynasty unter der Leitung von Koch Luke Nguyen moderne Interpretationen der vietnamesischen Küche an. Dazu zählen Gerichte wie in Ton gebackener Wolfsbarsch oder langsam gegartes Rindfleisch. Das Restaurant Hiryu konzentriert sich auf japanische Speisen mit Fokus auf Sushi und Teppanyaki, während das Bacco unter der Regie des französischen Kochs Nicolas Isnard mediterrane und italienische Akzente setzt. Ergänzt wird das Portfolio durch das 10 Central Cafe, die YY Bar sowie eine Poolterrasse und die Fairmont Gold Lounge.
 

Kapazitäten für Veranstaltungen und Wellness im Stadtzentrum

Im Bereich der Veranstaltungswirtschaft setzt das Haus auf großflächige Räumlichkeiten. Nach Angaben des Eigentümers, der Gelex Group, verfügt das Hotel über ein Zentrum für Tagungen und Konferenzen mit einer Gesamtfläche von mehr als 4.000 Quadratmetern. Herzstück ist ein säulenfreier Ballsaal, der mit über 1.100 Quadratmetern die größte derartige Fläche in der Altstadt von Hanoi darstellt. Für Erholungssuchende wurde der Cirua Spa Fitness & Wellness Club integriert. Dieser umfasst eine Fläche von über 3.500 Quadratmetern und beinhaltet ein Badehaus mit Hydrotherapie, verschiedene Saunen, Dampfbäder sowie zehn Räume für Behandlungen und ein Fitnessstudio.

Strategische Bedeutung des Standorts

Omer Acar, Chief Executive Officer von Fairmont Hotels & Resorts, bezeichnete die Eröffnung als Meilenstein für die Marke in einem kulturell reichen Umfeld. Er betonte in einer offiziellen Stellungnahme: „Es ist uns eine große Freude, Gäste im Fairmont Hanoi willkommen zu heißen, unserem ersten Hotel in Vietnam und einem neuen, unverwechselbaren Standort für Fairmont Hotels & Resorts.“ Le Tuan Anh, stellvertretender Chief Executive Officer der Gelex Group, hob die Bedeutung für den Wirtschaftsstandort hervor. Er erklärte: „Das Fairmont Hanoi wurde als neues Wahrzeichen im Herzen des Wirtschafts- und Handelszentrums der Hauptstadt konzipiert – als Ort, an dem historische Tiefe auf zeitgenössische Zeitgeist trifft.“ Jean-François Brun, General Manager des Hauses, verwies zudem auf die Tradition der Marke, historische Momente an ihren Standorten zu begleiten.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das The Ritz-Carlton, Berlin hat auf der dritten Etage einen saisonalen Hochgarten eröffnet. Die Sommerbar öffnet wetterabhängig montags und kann an den übrigen Tagen für Veranstaltungen mit bis zu 40 Personen gebucht werden.

Der Wert des investmentrelevanten deutschen Hotelmarktes ist 2025 nach Berechnungen von bulwiengesa und Union Investment auf 66,1 Milliarden Euro gestiegen. Neue Hotelzimmer trugen den größten Teil zum Zuwachs bei, während Bestandswerte nur leicht zulegten.

Das Bristol Berlin bekommt nach umfassender Modernisierung eine neue Markenheimat. Das Traditionshotel am Kurfürstendamm wird als erstes Haus in Deutschland Teil der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Eigentümer Aroundtown will die letzten Arbeiten bis Ende 2026 abschließen.

Künstliche Intelligenz soll nach Einschätzung von Accenture künftig einen größeren Teil der Reiseplanung übernehmen. Während viele Verbraucher einem KI-Agenten bereits die Zusammenstellung einer kompletten Reise anvertrauen würden, wollen sie die Auswahl des Hotels häufig weiterhin selbst treffen.

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.