Marriott International präsentiert Bilanz 2025

| Hotellerie Hotellerie

Marriott International hat die Geschäftszahlen für das vierte Quartal sowie das Gesamtjahr 2025 vorgelegt. Das Unternehmen verzeichnete ein moderates Wachstum beim Erlös pro verfügbarem Zimmer (RevPAR) und erreichte einen neuen Höchststand bei der globalen Entwicklungspipeline. Während die internationalen Märkte signifikante Zuwächse verbuchten, blieb die Performance in Nordamerika nahezu unverändert.

Geschäftsentwicklung und Ertragslage im Jahr 2025

Im Gesamtjahr 2025 stieg der weltweite RevPAR um 2,0 Prozent. Dieser Zuwachs wurde maßgeblich durch die internationalen Märkte getragen, die ein Plus von 5,1 Prozent erzielten, während in der Region USA und Kanada das Wachstum lediglich 0,7 Prozent betrug. Im vierten Quartal zeigte sich ein ähnliches Bild, da einem weltweiten Anstieg von 1,9 Prozent ein leichter Rückgang von 0,1 Prozent in Nordamerika gegenüberstand. Laut Unternehmensangaben war die Entwicklung in den USA und Kanada im Schlussquartal unter anderem durch einen längeren Regierungsstillstand beeinträchtigt, der das Geschäftsreise-Segment belastete.

Die finanziellen Kennzahlen für das Geschäftsjahr 2025 fielen solide aus, wobei das berichtete Nettoeinkommen 2.601 Millionen Dollar erreichte und das bereinigte Nettoeinkommen bei 2.742 Millionen Dollar lag. Das bereinigte EBITDA belief sich auf 5.383 Millionen Dollar, während der bereinigte verwässerte Gewinn pro Aktie mit 10,02 Dollar angegeben wurde.

Ausbau des Portfolios und Mitgliederwachstum

Zum Jahresende 2025 umfasste das globale System von Marriott über 9.800 Immobilien mit insgesamt fast 1,78 Millionen Zimmern. Das Netto-Zimmerwachstum lag bei über 4,3 Prozent im Vergleich zum Vorjahr, wobei Konvertierungen bestehender Hotels rund ein Drittel der organischen Zimmer-Neuzugänge ausmachten. Im vierten Quartal wurde zudem die Integration des citizenM-Portfolios mit 37 Hotels abgeschlossen.

Die Entwicklungspipeline erreichte mit rund 4.100 Projekten und fast 610.000 Zimmern ein Rekordniveau, wobei sich bereits 43 Prozent der Zimmer im Bau befinden. Mehr als die Hälfte der geplanten Kapazitäten entfällt auf Märkte außerhalb Nordamerikas. Parallel dazu wuchs das Loyalitätsprogramm Marriott Bonvoy auf fast 271 Millionen Mitglieder an, sodass im Jahr 2025 insgesamt 68 Prozent der weltweiten Übernachtungen auf Mitglieder dieses Programms entfielen.

Finanzielle Transaktionen und Ausblick 2026

Marriott gab im Jahr 2025 insgesamt über 4,0 Milliarden Dollar durch Dividenden und Aktienrückkäufe an die Aktionäre zurück, wobei allein im vierten Quartal 3,5 Millionen Aktien für 1,0 Milliarde Dollar zurückgekauft wurden. Die Gesamtverschuldung des Konzerns lag zum Jahresende bei 16,2 Milliarden Dollar im Vergleich zu 14,4 Milliarden Dollar im Vorjahr.

Für das Geschäftsjahr 2026 prognostiziert das Management ein weltweites RevPAR-Wachstum zwischen 1,5 und 2,5 Prozent sowie ein Netto-Zimmerwachstum von 4,5 bis 5 Prozent. Zudem wird eine Steigerung des bereinigten EBITDA um 8 bis 10 Prozent und eine Kapitalrückführung an Aktionäre in Höhe von mehr als 4,3 Milliarden Dollar erwartet. Die Prognose stützt sich unter anderem auf eine erwartete Steigerung der Gebühren aus Co-Branding-Kreditkarten um etwa 35 Prozent aufgrund höherer Ausgaben innerhalb des Kartenportfolios und angepasster Lizenzgebühren.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Hotel Golebiewski in Pobierowo eröffnet Ende Juni mit 500 Zimmern und umfangreichen Freizeitangeboten. Das Projekt gilt als größtes Hotel an der polnischen Ostseeküste und strebt eine Kapazität von über 1.200 Zimmern an.

SV Deutschland übernimmt ab September die exklusive Verantwortung für den Hospitality-Betrieb im neuen Präventionszentrum Previer in der Hamburger HafenCity. Das Leistungsspektrum umfasst die Verpflegung sowie den Betrieb von 234 Zimmern.

Anzeige

Das Restaurant ist montags halb leer. Die Lobby steht tagsüber weitgehend ungenutzt. Zehn Zimmer bleiben unter der Woche regelmäßig frei. Solche Situationen kennen die meisten Hoteliers. Lange Zeit lautete die zentrale Frage: Wie bekommen wir diese Kapazitäten verkauft? Heute stellen sich viele Häuser eine zweite Frage: Wie können wir sie nutzen?

Der EuroAirport Basel-Mulhouse-Freiburg erhält erstmals Hotels direkt am Terminal. Geplant sind zwei Häuser mit insgesamt 140 Zimmern, die Ende 2027 eröffnen sollen.

Anzeige

In Folge 5 des HotelPartners Podcast „AUSGEBUCHT!“ interviewt Gastgeber und HotelPartner-CEO Oliver Meyer Myriam Schlatter, CEO der Laudinella Group, zur beeindruckenden Entstehung ihrer Hotelgruppe. Sie erzählt.

Der Bundesfinanzhof hat klargestellt, dass Hotelzimmermieten nicht grundsätzlich von der gewerbesteuerlichen Hinzurechnung ausgenommen sind. Entscheidend ist, ob die angemieteten Unterkünfte nach dem Geschäftsmodell eines Unternehmens dauerhaft für den Betrieb vorgehalten werden müssen.

Eine Studie von Christie & Co sieht die Münchner Luxushotellerie weiterhin auf Wachstumskurs. Besonders hohe Auslastungen und Zimmerpreise wurden im Herbst 2025 registriert.

Waren die Urlaubsziele in Schleswig-Holstein in den ersten Monaten des Jahres besser besucht als 2025? Ein genauerer Blick zeigt große Unterschiede zwischen größeren Hotels und kleineren Häusern.

Das Hamburger Hotel Louis C. Jacob feiert am 5. Juli seinen 235. Geburtstag mit einem öffentlichen Jubiläumsfest. Besucher erwarten Hausführungen, kulturelle Darbietungen und eine Versteigerung zugunsten des Liedstadtfestivals.

Die Hyatt Hotels Corporation hat auf ihrem Investorentag neue Finanzziele für den Zeitraum bis 2028 präsentiert und eine Aufstockung ihres Aktienrückkaufprogramms bekannt gegeben.