Meliá Hotels plant Neueröffnungen im Luxus- und Lifestyle-Segment

| Hotellerie Hotellerie

Meliá Hotels erweitert das eigene Portfolio an Luxus- und Lifestyle-Marken und hat für das Jahr 2026 insgesamt 23 neue Hoteleröffnungen bestätigt. Die Expansion erstreckt sich über Südostasien und Südamerika bis nach Europa und in den Indischen Ozean.

Die angekündigte Erweiterung folgt auf strategische Eröffnungen im Vorjahr, zu denen neue Häuser der Marken ME by Meliá in Malta, Lissabon, Marbella und Málaga sowie Paradisus by Meliá in Fuerteventura zählen. Zudem wurde ZEL Punta Cana, das erste Lifestyle-All-inclusive in der Karibik, in Partnerschaft mit Tennisspieler Rafael Nadal eröffnet (Tageskarte berichtete). 

André Gerondeau, Chief Operating Officer von Meliá Hotels International, beschreibt die Ausrichtung der Marke: „2026 markiert das nächste Kapitel auf unserem Weg, Luxus- und Lifestyle-Reisen neu zu definieren. Spanische Gastfreundschaft ist die Seele unserer Marke – und wir werden sie weiter verantwortungsvoll und inspirierend in die Welt tragen.“

Strategische Expansionen in Luxusdestinationen

Ein Fokus der Expansion liegt auf Luxusdestinationen. Ein wichtiger Schritt ist die Eröffnung des Paradisus Bali im Jahr 2026, das erste Haus der Marke in Südostasien. Das Hotel soll das Konzept „Wellness Designed by Destination“ in den Mittelpunkt stellen, inspiriert von den Heiltraditionen der Insel. Ein „Destination Inclusive Programm“ kuratiert kulturelle Erlebnisse, wie etwa die Melukat-Zeremonie oder den Besuch balinesischer Tempel.

Ebenfalls für 2026 ist die Wiedereröffnung des Paradisus Cancún nach einer umfassenden Renovierung geplant. Das Haus wird als eines der anspruchsvollsten Luxus-All-inclusive-Angebote der Marke positioniert und soll lokale Rituale sowie Erlebnisse rund um die Kultur der Maya bieten.

Weitere Expansionen im Jahr 2026 umfassen das Gran Meliá Dubai Jumeirah mit Panoramablick über den Arabischen Golf, Marina-Zugang, Signature Dining, Wellness- und Eventflächen, das im Dezember 2026 eröffnet werden soll. Hinzu kommt eine neue Mixed-Use-Entwicklung auf den Seychellen mit 120 Zimmern, Residenzen, einer Rooftop-Bar und Freizeitangebot, sowie das erste Resort der Meliá Collection auf den Malediven, gelegen im Baa-Atoll mit direktem Zugang zu Meereswelten.

Ausbau der Boutique-Marke The Meliá Collection

Meliá baut zudem die Boutique-Marke The Meliá Collection weiter aus. Ein strategischer Meilenstein ist die Integration der MiM Hotels von Lionel Messi – sechs designorientierte Häuser in Spanien und Andorra, die Nachhaltigkeit und Wellbeing in den Fokus stellen.

Zu den neuen Häusern der The Meliá Collection im Jahr 2026 gehören das Casa Lucia in Buenos Aires nach vollständiger Renovierung, die Residenza del Cardinale Mailand als Kultur- und Design-Hotspot, Boutiqueinvestitionen in Ronda und Estepona, darunter Hacienda del Mar und Bahia Estepona, nach vollständigem Rebranding, sowie das Casa Alameda Cádiz in einem restaurierten barocken Stadtpalais. Außerdem sind zwei Boutique-Eröffnungen auf Gozo (Malta) mit 15 beziehungsweise 17 Zimmern geplant.

Zudem werden weitere Häuser aufgewertet und neu positioniert, um modernen Luxusansprüchen zu entsprechen, beispielsweise ZEL Fuerteventura, Kreta und Madrid ab 2026. Dieser Prozess wird durch Designstudios wie ASAH Studio unterstützt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das legendäre Hotel Adlon soll verkauft werden - doch dafür braucht es die Zustimmung der bisherigen Gesellschafter. Nun kommt aus deren Kreisen Kritik an dem Vorhaben.

Die Accor-Marke Mercure Hotels & Resorts eröffnet mit dem Mercure Gothenburg ihr erstes Hotel in Schweden. Zugleich ist es das zweite Accor-Hotel im Land. Das Haus wird von CIC Hospitality im Rahmen eines Franchisevertrags betrieben. 

Motel One folgt im Wiener Vio Plaza auf H2 und übernimmt das Haus mit 265 Zimmern im kommenden Jahr langfristig. Der Gebäudekomplex in Wien-Meidling kombiniert Hotelnutzung mit großflächigem Einzelhandel, Büroflächen und Wohnungen.

Das Seehotel Niedernberg führt seine neu eröffnete Wellnessanlage Miranu Spa ab August mit einer Doppelspitze aus Lisa Hört und dem ehemaligen Kampfjetpiloten Frank Rosnizeck. Die Anlage erweitert das bestehende Angebot unter anderem um sechs neue Behandlungsräume und mehrere Saunen.

Seminaris erprobt im SeeHotel Potsdam einen humanoiden Serviceroboter für die Kontrolle frisch gereinigter Hotelzimmer. Bis Ende 2026 sollen auch die sieben weiteren Häuser der Gruppe mindestens einen „Billie“ einsetzen.

Vor fast 120 Jahren gründete Lorenz Adlon das berühmte Adlon in Berlin – nun hadert sein Ururenkel mit der Namensgebung. Am liebsten würde er das Adlon und seinen Namen zurückkaufen, verriet Felix Adlon der Süddeutschen Zeitung.

Das Hotel Adlon soll verkauft werden.Für Unmut bei Gesellschaftern sorgt dabei vor allem die Erfolgsbeteiligung für die Immobiliengesellschaft Jagdfeld. Das Unternehmen erhält nach übereinstimmenden Angaben 20 Prozent des Kaufpreises, sollte dieser höher als 310 Millionen Euro ausfallen.

Unternehmen und Agenturen setzen bei der Organisation ihrer geschäftlichen Veranstaltungen auch im Jahr 2026 auf klassische Tagungshotels. Das geht aus einer Befragung der BWH Hotels Central Europe hervor.

Die Übernachtungen erreichten im ersten Halbjahr 2026 einen neuen Höchststand, mehrtägige Geschäftsreisen lagen 2025 fast wieder auf Vor-Corona-Niveau. Marco Nussbaum berichtet zugleich von Belegungsproblemen in der Business Hotellerie und fordert eine Diskussion über „investorengetriebene Überkapazitäten“.

Eine gemeinsame Hotelbeteiligung, eine mit 100 Millionen Euro bewertete Software und ein Streit vor Gericht: Grand Metropolitan und das Versorgungswerk der Zahnärztekammer Berlin widersprechen sich in zentralen Fragen. Jetzt sorgt ein Eigentümerwechsel für eine neue Wendung.