Michelin kauft Boutique-Hotel-Portal

| Hotellerie Hotellerie

Der Reifenhersteller Michelin steigt in die Hotelzimmervermittlung ein. Das Unternehmen hat mit Tablet-Hotels ein Online-Portal gekauft, das sich auf Boutique- und Luxushotels spezialisiert hat. Ziel des Deals ist es auch, dass das Team von Tablet-Hotels die digitale Transformation der sehr print-orientierten Restaurantführer von Michelin begleitet.

Hierzu gründete Michelin bereits im Jahr 2017 eine Michelin Experiences-Einheit, um seine verschiedenen reisebezogenen Aktivitäten zu bündeln und auszubauen. Das Unternehmen hat auch Ambitionen, einen Michelin-Club zu gründen, der auf den Erfahrungen des Tablet Plus-Mitgliederclubs aufbauen würde, sagte Tablet Hotels Mitbegründer und CEO Laurent Vernhes gegenüber Skift.

Tablet mit Hauptsitz in New York wurde im Jahr 2000 von Laurent Vernhes und Michael Davis gegründet, um Reisenden eine qualitativ hochwertige Hotelauswahl zu. Der Kauf von „The Tablet“ folgt auf Michelins übernahme von Bookatable.com im Januar 2016 und Restaurantes.com im Dezember 2016.

Pascal Couasnon, Direktor für Gastronomie und Tourismus der Michelin-Gruppe sagte: „Reisende und Feinschmecker suchen nach Erfahrungen, die eine Geschichte erzählen und ihnen helfen, ein Universum zu entdecken, in dem sie ihre Wertschätzung für die lokalen Kulturen zeigen können. Tablet ist Teil dieses neuen Lebensstils, der dem Ethos der Michelin-Führer voll entspricht. Wir wollen unseren Lesern das Beste bieten, indem wir Orte aufdecken, die diese zusätzliche Seele bieten und die Früchte der Arbeit von Hoteliers und leidenschaftlichen Köchen gleichermaßen ausdrücken.“

Heute sind 52 Prozent der Tablet-Kunden Nordamerikaner. Ziel dieser Allianz mit Michelin ist es, ein breiteres und vielfältigeres Publikum geografisch zu erschließen, indem bestehende Angebote erweitert und neue aufgebaut werden. Die Tablet-Auswahl umfasst derzeit 3.500 Hotels. Darüber hinaus bietet der „Tablet Plus Club“ seinen Mitgliedern exklusive Vorteile während ihres Aufenthalts, wie z.B. ein Upgrade in eine gehobene Zimmerkategorie oder ein kostenloses Frühstück.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Ab Sommer 2026 erhebt Stuttgart eine Übernachtungssteuer von drei Euro pro Gast. Die Stadt erwartet dadurch jährliche Einnahmen von zehn Millionen Euro und setzt auf eine rein digitale Abwicklung für Hotels und Privatvermieter. Die Hotelbranche kritisiert die zusätzliche Kostenlast.

Starwood Hotels setzt unter der Leitung von Raul Leal auf ein kontrolliertes Wachstum. Mit Fokus auf Luxus, Nachhaltigkeit und die Integration von Wohnresidenzen plant die Gruppe bis 2028 zahlreiche internationale Neueröffnungen, ohne dabei die wirtschaftliche Rentabilität aus den Augen zu verlieren.

Der europäische Hotelinvestmentmarkt verzeichnete 2025 mit über 27 Milliarden Euro das stärkste Jahr seit 2019. Getrieben durch verbesserte Performance und günstigere Kreditbedingungen stiegen die Transaktionen europaweit um 23 Prozent, wobei auch der deutsche Markt ein deutliches Plus von 50 Prozent verbuchen konnte.

Die Münchener Arabella Hospitality expandiert nach Ibiza: Mit dem ersten Hotel-Management-Vertrag übernimmt die Gruppe das Ibiza Corso Hotel & Spa. Nach einer umfassenden Renovierung wird das Haus 2027 als Teil der Autograph Collection neu positioniert – inklusive des legendären Clubs Lio Ibiza.

Das Grandhotel Bad Pyrmont wechselt im Sanierungsprozess in ein Regelinsolvenzverfahren. Ein Insolvenzplan soll nun die hohen Mehrkosten beim Brandschutz auffangen und die baldige Wiedereröffnung des geschichtsträchtigen 150-Zimmer-Hauses ermöglichen.

Das ehemalige Renaissance Hotel in Düsseldorf-Mörsenbroich wird zwangsversteigert. Das Amtsgericht setzt den Verkehrswert für den seit 2019 leerstehenden Gebäudekomplex auf über 19 Millionen Euro an. Am 8. Mai 2026 entscheidet sich die Zukunft des markanten Standorts an der Münsterstraße.

Ruhige Nebensaison, neue Seenlandschaft, mehr Übernachtungen im Flughafen-Umfeld: Brandenburgs Tourismus bleibt aus Sicht der Branche stabil. Sorgen macht die Gastronomie.

Der Falkensteinerhof in Vals startet mit neuer 4-Sterne-Superior-Klassifizierung in die Wintersaison 2025/26. Neben baulichen Erweiterungen fokussiert das familiengeführte Haus auf ein geschärftes Kulinarik-Konzept und ergänzte Angebote für Familien.

Die Primestar Group eröffnet am 1. März das June Six Salzburg. In Zusammenarbeit mit der Soravia Gruppe und Marriott International wird das ehemalige Mayburg Salzburg als Tribute Portfolio Hotel neu positioniert.

Das Tourismusjahr 2025 war in Thüringen weitgehend von Stabilität geprägt. Nach Angaben des Statistischen Landesamtes lag die Zahl der Gästeübernachtungen mit rund 10,1 Millionen nur geringfügig unter der des Vorjahres.