Minor Hotels startet Luxusmarke „The Wolseley Hotels“ – erstes Haus entsteht in New York

| Hotellerie Hotellerie

Minor Hotels erweitert sein Portfolio um eine neue Luxusmarke. Wie das Unternehmen in einer Mitteilung bekanntgab, soll unter dem Namen The Wolseley Hotels eine internationale Hotelmarke entstehen. Das erste Haus der neuen Marke soll Anfang 2027 in Midtown Manhattan eröffnen.

Das geplante The Wolseley Hotel New York wird laut Angaben des Unternehmens das erste Hotel dieser Marke weltweit sein. Gleichzeitig wird mit der Eröffnung erstmals das bekannte Restaurant The Wolseley aus London in den Vereinigten Staaten vertreten sein. Das Restaurant gehört seit 2022 zur The Wolseley Hospitality Group, die Teil von Minor International ist.

Der Name der neuen Hotelmarke bezieht sich auf das Restaurant The Wolseley in Londons Stadtteil Piccadilly. Nach Angaben des Unternehmens ist das Lokal für seine Art-Déco-Architektur sowie für seine klassische Brasserie-Kultur bekannt und gilt seit Jahren als Treffpunkt von Persönlichkeiten aus Kultur, Wirtschaft und Gesellschaft.

Historisches Gebäude am Broadway

Das erste Hotel der Marke entsteht nach Angaben von Minor Hotels in einem historischen Gebäude an der 130 West 44th Street in New York. Das Gebäude wurde 1905 als Clubhaus des The Lambs Club errichtet. Entworfen wurde es vom Architekturbüro McKim, Mead & White.

Die Adresse gilt als Teil des kulturellen Broadway-Erbes der Stadt. Mit dem neuen Hotel knüpfe man laut Unternehmensangaben an diese Geschichte an und verbinde sie mit Elementen britischer Eleganz und internationalem Flair.

Das The Wolseley Hotel New York soll insgesamt 76 Zimmer und Suiten umfassen. Laut Mitteilung sollen klassische Gestaltungselemente mit zeitgemäßem Design kombiniert werden. Hochwertige Materialien, maßgefertigte Details und großzügige Raumkonzepte sollen das Erscheinungsbild prägen.

Restaurantkonzept nach Londoner Vorbild

Zentraler Bestandteil des Hotels wird ein Restaurant unter dem Namen The Wolseley New York sein. Es handelt sich laut Unternehmensangaben um das erste Restaurant der Marke in den Vereinigten Staaten.

Das gastronomische Konzept orientiert sich am Originalrestaurant in London. Nach Angaben des Unternehmens greift das Konzept die Tradition europäischer Grand Cafés auf und verbindet sie mit der Restaurantkultur in Manhattan. Ergänzt werden soll das gastronomische Angebot durch eine Bar im Stil eines sogenannten Speakeasy sowie durch ein Wellnessangebot.

Einstieg in den US-Luxushotelmarkt

Mit dem Projekt in New York verbindet Minor Hotels auch seinen Einstieg in das Luxussegment der Vereinigten Staaten. Weitere Hotels der Marke seien langfristig in großen Metropolen Europas, Nordamerikas, Asiens und des Nahen Ostens geplant, teilte das Unternehmen mit.

Dillip Rajakarier, Vorstandsvorsitzender von Minor International, erklärte laut Mitteilung: „Mit The Wolseley Hotels schlagen wir ein neues Kapitel für Minor Hotels auf. Inspiriert vom anhaltenden Erfolg des The Wolseley in London verfolgen wir die Vision, Hotels zu schaffen, die kulinarische Exzellenz, architektonischen Charakter und eine besondere Atmosphäre miteinander verbinden. Das The Wolseley Hotel New York bildet dabei unser erstes internationales Flaggschiff und setzt zugleich den Maßstab für die globale Expansion der Marke.“

Auch Aviv Laurence, Vorstandsvorsitzender des Eigentümers BJGH, äußerte sich zu dem Projekt. „Mit dem Wolseley Restaurant und der Bar in New York bringen wir eine Institution der europäischen Gastronomie erstmals in die USA. Ein bedeutender Meilenstein für die Marke. Gemeinsam mit Minor Hotels entsteht eine Destination, die Tradition, Gastfreundschaft und die zeitlose Anziehungskraft klassischer europäischer Luxusgastronomie vereint“, sagte Laurence laut Mitteilung.

Internationale Hotelgruppe mit über 640 Häusern

Minor Hotels betreibt nach eigenen Angaben mehr als 640 Hotels, Resorts und Residenzen in 59 Ländern. Zum Markenportfolio des Unternehmens gehören unter anderem Anantara, Tivoli, NH Collection, nhow, Avani und Oaks.

Neben Hotels betreibt die Gruppe auch Restaurants, Bars sowie Angebote im Bereich Reisen, Spa und Wellness.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Sachsen-Anhalt zieht Bilanz: Trotz eines leichten Rückgangs bei den Übernachtungen präsentieren sich die Gästezahlen 2025 stabil. Während der Harz seine Spitzenposition verteidigt, setzen neue Großprojekte wie die Eröffnung des Stiftsbergs in Quedlinburg Impulse für das Reisejahr 2026.

Der Bundesgerichtshof hebt ein Urteil im Streit zwischen dem Hotel Wikingerhof und Booking.com auf. Beanstandet werden unter anderem Rabattdarstellung, Umgang mit Gästedaten und Provisionsmodelle.

Die Budgetkette a&o kauft ein 31.000 Quadratmeter großes Bürogebäude nahe dem Berliner Checkpoint Charlie. Bis 2027 entsteht dort für 40 Millionen Euro das größte Hostel Europas mit 2.500 Betten.

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA ermittelt gegen die Hotelriesen Hilton, Marriott und IHG. Im Fokus steht der Verdacht auf Datenaustausch über die Analyseplattform STR von CoStar. Alle vier Unternehmen werden derzeit untersucht.

Ab Sommer 2026 erhebt Stuttgart eine Übernachtungssteuer von drei Euro pro Gast. Die Stadt erwartet dadurch jährliche Einnahmen von zehn Millionen Euro und setzt auf eine rein digitale Abwicklung für Hotels und Privatvermieter. Die Hotelbranche kritisiert die zusätzliche Kostenlast.

Starwood Hotels setzt unter der Leitung von Raul Leal auf ein kontrolliertes Wachstum. Mit Fokus auf Luxus, Nachhaltigkeit und die Integration von Wohnresidenzen plant die Gruppe bis 2028 zahlreiche internationale Neueröffnungen, ohne dabei die wirtschaftliche Rentabilität aus den Augen zu verlieren.

Der europäische Hotelinvestmentmarkt verzeichnete 2025 mit über 27 Milliarden Euro das stärkste Jahr seit 2019. Getrieben durch verbesserte Performance und günstigere Kreditbedingungen stiegen die Transaktionen europaweit um 23 Prozent, wobei auch der deutsche Markt ein deutliches Plus von 50 Prozent verbuchen konnte.

Die Münchener Arabella Hospitality expandiert nach Ibiza: Mit dem ersten Hotel-Management-Vertrag übernimmt die Gruppe das Ibiza Corso Hotel & Spa. Nach einer umfassenden Renovierung wird das Haus 2027 als Teil der Autograph Collection neu positioniert – inklusive des legendären Clubs Lio Ibiza.

Das Grandhotel Bad Pyrmont wechselt im Sanierungsprozess in ein Regelinsolvenzverfahren. Ein Insolvenzplan soll nun die hohen Mehrkosten beim Brandschutz auffangen und die baldige Wiedereröffnung des geschichtsträchtigen 150-Zimmer-Hauses ermöglichen.

Das ehemalige Renaissance Hotel in Düsseldorf-Mörsenbroich wird zwangsversteigert. Das Amtsgericht setzt den Verkehrswert für den seit 2019 leerstehenden Gebäudekomplex auf über 19 Millionen Euro an. Am 8. Mai 2026 entscheidet sich die Zukunft des markanten Standorts an der Münsterstraße.