München erreichte 2025 nahezu Vorjahresniveau im Tourismus

| Hotellerie Hotellerie

Die Stadt München hat im Tourismusjahr 2025 nahezu die Ergebnisse des Vorjahres erreicht. Wie aus einer Mitteilung der Stadt hervorgeht, wurden 9,3 Millionen Gästeankünfte und 19,7 Millionen Übernachtungen in gewerblichen Beherbergungsbetrieben mit mindestens zehn Betten registriert. Das entspricht einem leichten Anstieg der Gästezahlen um 0,3 Prozent, während die Übernachtungen um 0,2 Prozent zurückgingen.

Nach Angaben der Stadt hielten sich einschließlich Tagesgästen im Durchschnitt täglich rund 325.000 Besucher in München auf. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer lag bei 2,115 Tagen und damit geringfügig unter dem Vorjahreswert.

Entwicklung im Jahresverlauf

Wie die Stadt mitteilt, verlief die erste Jahreshälfte 2025 stark, während die Sommermonate erwartungsgemäß schwächere Übernachtungszahlen aufwiesen. Das Jahr endete mit einem starken vierten Quartal und einem besonders guten Dezember. In insgesamt sechs Monaten – Januar, April, Mai, September, Oktober und Dezember – wurden neue Übernachtungsrekorde erzielt.

Als Einflussfaktoren nennt die Stadt unter anderem große Messen wie BAU, Bauma, Intersolar, IAA Mobility und Drinktec sowie das Oktoberfest. Im Gegensatz zum Vorjahr fanden 2025 keine Großereignisse wie die Fußball-Europameisterschaft oder eine große Konzertreihe statt.

Dr. Christian Scharpf, Referent für Arbeit und Wirtschaft, erklärte laut Mitteilung: „Der Tourismus in unserer Stadt hat sich 2025 auf sehr hohem Niveau stabilisiert und nahezu die gleichen Ergebnisse wie das touristische Ausnahmejahr 2024 erreicht, und das auch ohne Fußballgroßereignis und ohne Konzertsommer.“

Inland bleibt wichtigster Markt

Der Inlandsmarkt hatte nach Angaben der Stadt einen Anteil von 55,5 Prozent an den Übernachtungen. Insgesamt wurden 10,9 Millionen Übernachtungen aus dem Inland gezählt, ein Plus von 0,8 Prozent gegenüber dem Vorjahr.

Internationale Gäste machten 44,5 Prozent der Übernachtungen aus. Insgesamt wurden 8,8 Millionen Übernachtungen aus dem Ausland registriert, was einem Rückgang von 1,4 Prozent entspricht.

Die USA blieben laut Mitteilung der wichtigste internationale Quellmarkt mit rund 1,4 Millionen Übernachtungen. Italien verzeichnete ein Plus von 12,3 Prozent und lag damit auf Rang zwei. Rückgänge gab es unter anderem bei Großbritannien, den Niederlanden und skandinavischen Ländern.

Zuwächse wurden hingegen aus China, Indien und Japan gemeldet. Auch die Übernachtungszahlen aus den arabischen Golfstaaten stiegen. Die Stadt führt die Entwicklung teilweise auf unterschiedliche Rahmenbedingungen wie das Ausbleiben von Großveranstaltungen im Vergleich zum Vorjahr zurück.

Kapazitäten und Auslastung

Ende 2025 standen in München laut Mitteilung 99.584 Betten in 480 Beherbergungsbetrieben zur Verfügung. Die durchschnittliche Zimmerauslastung lag bei 71,5 Prozent und damit über dem Vorjahreswert. Die durchschnittlichen Zimmererlöse beliefen sich auf 102,84 Euro.

Wirtschaftliche Effekte des Tourismus

Nach Angaben einer Studie des Deutschen Wirtschaftswissenschaftlichen Instituts für Fremdenverkehr (dwif), auf die sich die Stadt bezieht, wurden 2024 rund 118 Millionen Aufenthaltstage in München gezählt. Daraus resultierte ein touristisch bedingter Gesamtumsatz von 8,8 Milliarden Euro.

Die direkten Profiteure waren demnach vor allem das Gastgewerbe mit 4,2 Milliarden Euro, der Einzelhandel mit 2,8 Milliarden Euro sowie der Dienstleistungssektor mit 1,8 Milliarden Euro. Der direkte Steuereffekt für den kommunalen Haushalt wurde mit rund 153 Millionen Euro angegeben.

Ausblick auf 2026

Für das Jahr 2026 erwartet die Stadt laut Mitteilung eine Entwicklung auf vergleichbarem Niveau wie 2025. Bis August wird ein ähnlicher Verlauf bei der Zimmerauslastung prognostiziert, für die letzten vier Monate wird ein Anstieg erwartet.

Dr. Christian Scharpf erklärte dazu: „Unsere Partner und wir werden uns auch 2026 im engen Schulterschluss für die Destination München und ihr Angebot einsetzen.“


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

In der alpinen Hotellerie sichern Frauen durch spezialisierte Konzepte – von der biologischen Küche bis zum Design-Fokus – den Markterfolg. Neun Portraits zeigen, wie weibliche Führungskräfte in Südtirol, Österreich und Deutschland durch individuelle Strategien in ihren Häusern moderne Maßstäbe setzen.

Die Insel Mainau im Bodensee öffnet sich für Übernachtungsgäste. Der neue Bebauungsplan sieht Hoteloptionen am Schwedenhof und im Hafenbereich vor, schließt jedoch eine komplette Umwandlung des Schlosses aus.

Im Kartellverfahren deutscher Hotels gegen Booking.com verlangt das Bezirksgericht Amsterdam zunächst einen konkreten Schadensnachweis der Kläger. Während Booking.com das Urteil als Bestätigung seiner Argumentation bewertet, sieht der Hotelverband Deutschland wichtige Weichen zugunsten der Hotels gestellt.

Die Tui Group erweitert ihr internationales Hotelnetzwerk. Mit über 70 geplanten Projekten, neuen Standorten in Shanghai und Japan sowie dem Buchungsstart für eine neue Robinson-Anlage auf den Kapverden setzt der Konzern verstärkt auf Ganzjahresdestinationen in Asien und Afrika.

BWH Hotels Central Europe blickt auf ein stabiles Jahr 2025 zurück: Mit einem Gesamtumsatz von über 921 Millionen Euro und einer wachsenden Hotelanzahl festigt die Gruppe ihre Marktposition trotz volatiler Rahmenbedingungen.

1912 Hotels übernimmt zum 1. März 2026 den Betrieb des Hotel Millennium Park in Lustenau. Neben einer neuen Markenstrategie steht die Stärkung des Geschäftsreise- und Tagungssegments in der Vier-Länder-Region im Fokus der Neuausrichtung.

Die Maritim Hotelgruppe steigert ihren weltweiten Umsatz auf 468,4 Millionen Euro, verzeichnet jedoch aufgrund massiver Investitionen in die Digitalisierung und gestiegener Tarifkosten einen Rückgang beim Betriebsergebnis. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes setzt das Familienunternehmen auf nachhaltiges Wachstum und technologische Modernisierung.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat eine grundlegende Entscheidung zur Rechtsverbindlichkeit von Hotelreservierungen getroffen. Die Anfrage nach freien Zimmerkapazitäten ohne Kenntnis der konkreten Preise stellt kein rechtsverbindliches Angebot zum Abschluss eines Beherbergungsvertrages dar. Die Schadensersatzforderungen eines Hotelbetriebs in Höhe von über 10.000 Euro wurden abgewiesen.

Ein ehemaliges Bürogebäude am Checkpoint Charlie wird für 40 Millionen Euro zum größten Hostel Europas umgebaut. Hinter dem Projekt steht die 500-Millionen-Euro-Wachstumsstrategie der a&o-Eigentümer.

Auf der ITB Berlin 2026 präsentieren die Plaza Hotelgroup und Neura Robotics den humanoiden Roboter 4NE1. Die Kooperation soll zeigen, wie autonome Systeme künftig das Hotelpersonal an der Rezeption und im Service unterstützen können, um dem Fachkräftemangel in der Branche zu begegnen.