MV: Wirtschaft mit scharfer Kritik am Beherbergungsverbot

| Hotellerie Hotellerie

Die Wirtschaft im Osten Mecklenburg-Vorpommerns hat das Vorgehen der Schweriner Landesregierung beim Beherbergungsverbot scharf kritisiert. «Das war nichts weiter, als das Vergraulen der potenziellen Urlauber aus Berlin», sagte IHK-Vizepräsident Frank Benischke am Montag in Neubrandenburg. Das Hin und Her um Verordnungen Anfang Oktober habe die Hoteliers zwischen Usedom und der Mecklenburgischer Seenplatte etwa 20 bis 25 Prozent ihrer Buchungen gekostet. «Da ist richtig Geld verbrannt worden», erklärte Benischke. Berlin sei traditionell ein Hauptmarkt für die Touristiker in Mecklenburg-Vorpommern.

Mit dem Ansteigen der Corona-Infektionen in Berlin und anderen Hotspots in Deutschland hatte die Schweriner Landesregierung eines der strengsten Regelwerke eingeführt. So sollten Gäste erst einen negativen Test vorlegen, dann fünf Tage in Quarantäne und den zweiten negativen Test vorlegen. Das führte zu massiven Absagen, da dies auch mit dem Ferienbeginn in Berlin zusammenfiel. Am Sonntag hatte die Landesregierung unter Führung von Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (SPD) die Quarantäne und den zweiten Test - nach massiven Protesten - wieder gestrichen.


Anzeige

Gegen Corona-Viren: Professionelle Luftreinigung für Restaurants und Tagungsräume

Die High-Tech-Plasma-Technologie des Aircleaners beseitigt neben infektiösen Aerosolen auch Pollen, Allergene und Gerüche. Geeignet für bis zu 150m² Fläche. Leiser Betrieb dank Plasma-Technologie. Schon ab 189 Euro Leasing-Gebühr pro Monat. Tageskarte-Leser werden bevorzugt beliefert.
Jetzt mehr erfahren


«Dazu kamen weitere handwerkliche Fehler», kritisierte Benischke. So hätten Arbeiter aus MV nur 48 Stunden in Berlin bleiben dürfen, wenn diese Verordnung nicht mehrfach nochmals überarbeitet worden wäre. In der Landesregierung seien die Probleme im Osten des Landes völlig verkannt worden. Im Frühjahr hätte man ein wenig Verständnis für anfängliche Schwierigkeiten gehabt, jetzt gut ein halbes Jahr später gehe dies gar nicht mehr. Die IHK vertritt rund 25.000 Firmen. (dpa)
 

Zurück

Vielleicht auch interessant

BWH Hotels Central Europe erweitert sein Portfolio in Wilhelmshaven. Das bisherige SleepBEEONE gehört künftig zur Sure Hotel Collection by Best Western und wird schrittweise modernisiert. Das Haus trägt zukünftig den Namen Wilhelmshaven Ahoi – Sure Hotel Collection by Best Western.

IHG Hotels und Resorts expandiert in Spanien durch den Bau von drei neuen Holiday Inn Express-Hotels. Das Projekt erfolgt in Kooperation mit Tikehau Capital und umfasst insgesamt 653 Zimmer.

Die Meininger Hotels verzeichneten im Geschäftsjahr 2026 ein stabiles Umsatzwachstum von über 200 Millionen Euro. Mit geplanten Neueröffnungen und Investitionen in die digitale Infrastruktur strebt das Unternehmen bis 2030 den Ausbau auf 50 Standorte an.

Das Seehotel Niedernberg – Das Dorf am See hat sein Wellnessangebot erweitert und das neue Miranu Spa samt dem Spa Bistro Aikoi in Betrieb genommen. Für die Realisierung wurden acht Zimmer in sechs Behandlungsräume umgewandelt.

IHG Hotels und Resorts kehrt mit der Marke Crowne Plaza auf den österreichischen Markt zurück. Die Fertigstellung und Eröffnung des Hauses ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Der Vermögensverwalter PGIM erwartet für Europas Hotelmärkte trotz geopolitischer Risiken weiteres Umsatzwachstum. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem eine stabile Inlandsnachfrage, hohe Auslastungen und ein begrenztes Angebot neuer Hotels.

Die Wiedereröffnung des Kölner Dom-Hotels verschiebt sich erneut. Nach Angaben des Eigentümers soll das traditionsreiche Luxushotel erst 2027 den Betrieb aufnehmen, wie der WDR berichtet.

Das Schweizer Bundesgericht hat der Stadt Zürich grünes Licht für eine strengere Regulierung von Kurzzeitvermietungen gegeben. Wohnungen, die kommerziell genutzt werden, zählen künftig nicht mehr zum Wohnanteil.

Accor und die GCH Hotel Group setzen ihre Expansionsstrategie in Deutschland fort und erweitern ihr gemeinsames Portfolio um drei weitere Hotelstandorte. Die neuen Projekte der Marken Greet und Handwritten Collection umfassen insgesamt rund 200 Zimmer.

Das Dorint Hotel Bonn hat eine umfassende Modernisierung abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben wurden rund zehn Millionen Euro in Zimmer, Apartments, öffentliche Bereiche und den Konferenzbereich investiert.