Nachhaltigkeitsrunde der Radisson Hotel Group im Radisson Blu Hotel Frankfurt

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Weltweit gibt es Forderungen nach sofortigen Klimaschutzmaßnahmen und Engagement. So hat beispielsweise die UNWTO, die Weltorganisation für Tourismus, ambitionierte Ziele definiert, die im Einklang der Richtlinien zum Pariser Übereinkommen und zum Klimaschutz SDG 13 der Vereinten Nationen stehen. Dabei lautet die Frage: Was muss die Hotellerie-Branche in Zukunft tun, um ihren CO2-Ausstoß signifikant zu senken? Diese und andere Themen diskutierten Inge Huijbrechts, Markus Luthe, Prof. Dr. Harald Zeiss und Robert Lorenz gemeinsam mit Gästen im Radisson Blu Hotel, Frankfurt.

Für alle Teilnehmer der Runde stand außer Frage, dass der Umweltschutzgedanke in allen Bereichen unseres Lebens eine immer entscheidendere Rolle spielt. Manche Wirtschaftszweige haben sich in punkto Nachhaltigkeit bereits als Vorreiter erwiesen – wie es etwa die Tourismus- und Hotellerie Branche gerade in den letzten Jahren bewiesen hat. Innovationen wie Brennstoffzellen oder die Verbannung von Plastik gehören dabei zu den ehrgeizigen Schritten, die zu einem nachhaltigen Umweltschutz beigetragen haben.
 

Verbesserungspotential in der Kommunikation

Jedoch besteht innerhalb der Branche noch Verbesserungspotential darin, diese Initiativen auch entsprechend nach außen zu kommunizieren. Dabei kann auch ein Blick hinter die Kulissen helfen, um für einen höheren Bekanntheitsgrad zu sorgen und Gäste entsprechend dafür zu sensibilisieren, den eigenen Hotelaufenthalt in Zukunft so nachhaltig wie möglich zu gestalten. Denn mehr denn je möchten Kunden wissen, welchen eigenen Beitrag sie zum Schutz der Umwelt und Ressourcen leisten können. Umso wichtiger ist es also, den Kunden so einfach und selbstverständlich wie möglich einzubinden – z.B. durch eindeutige Eco-Zertifizierungen wie Green Key oder eine aktive Kommunikation durch eigens dafür geschulte Mitarbeiter. Die Kernfragen dabei lauten: Wie erkläre ich dem Gast, welche Investitionen ein Unternehmen tätigt, um wirklich nachhaltige Initiativen auf den Weg zu bringen? Und wie kann ich den Gast auf eine nachhaltige Reise mitnehmen, die ihn auf ganzer Linie überzeugen kann?

Nach Ansicht von Inge Huijbrechts, Global Senior Vice President Responsible Business der Radisson Hotel Group, ist es angesichts der Diversität von Gästen aus aller Welt von essenzieller Bedeutung, ein Bewusstsein zu schaffen, das auch global funktioniert. Neue Technologien wie die Near Field Communication, deutsch Nahfeldkommunikation, zur Informationsvermittlung stellen eine geeignete Lösung dar.

Harald Zeiss, Professor für Tourismusmanagement und Betriebswirtschaft an der Hochschule Harz, teilt diesen Standpunkt – der Vorsitzende des Ausschusses Nachhaltigkeit des Deutschen Reiseverbands sagt: „Gerade in der Hotellerie bleibt das Umweltengagement für den Gast meist unsichtbar. Wer steigt schon auf das Hoteldach, um sich die Solaranlage anzusehen? Hoteliers müssen diese Maßnahmen also transparent und einfach den Gästen kommunizieren, damit jeder weiß, dass eine Übernachtung auch einen positiven Beitrag für die Umwelt leistet“.

Nachhaltigkeit als Vorteil für Mitarbeiter

Nachhaltigkeit als Vorteil für Mitarbeiter? So sehen es auch die Experten in der Runde, wie etwa Markus Luthe, Hauptgeschäftsführer des Hotelverbandes Deutschland (IHA): „Wir stellen derzeit fest, wie schwierig es ist, gute Mitarbeiter zu bekommen. Dabei kann sich der Faktor Nachhaltigkeit als klarer Wettbewerbsvorteil für ein Unternehmen erweisen. Denn viele Mitarbeiter möchten ein gutes Gewissen bei der Wahl ihres Arbeitgebers haben – und neben einem guten Gehalt könnte dieser Ansatz eine Hauptmotivation dafür sein, um für ein Unternehmen tätig zu werden. Auch hier ist das entsprechende Storytelling wichtig, um das Thema Nachhaltigkeit aktiv zu kommunizieren und es als zusätzliches Argument bei der Mitarbeiterakquise zu verwenden.“

Der Expertenrunde ging ein Vortrag von Inge Huijbrechts voraus. Huijbrechts erläuterte darin die Nachhaltigkeitsstrategie des internationalen Hotelkonzerns: „Jeder einzelne Moment ist eine Gelegenheit, etwas zu verändern. Unsere kleinen und großen Aktionen erzeugen eine Welle positiver Energie, die sich auf Menschen, Gemeinschaften und den ganzen Planeten auswirken kann. Unser Nachhaltigkeitsprogramms Responsible Business unterstreicht mit drei Kernbereichen, dass wir uns um unsere Gäste, unsere Mitarbeiter und unseren Planeten kümmern und mit einem ethischen Anspruch handeln."

  • Think People (Verantwortungsvoller Umgang mit unseren Gästen und Mitarbeitern sowie Lieferanten und unserer Geschäftsethik)
  • Think Community (In sinnvoller Weise zu lokalen Gemeinschaften auf der ganzen Welt beitragen)
  • Think Planet (Reduzierung unserer negativen Auswirkungen auf die Umwelt)

Stolz ist die Radisson Hotel Group vor allem auf ihr Leuchtturm-Projekt in Kooperation mit E.ON: Das Radisson Blu in Frankfurt ist das erste und bisher einzige Hotel in Europa dieser Größenordnung, das eigene Energie mit einer Wasserstoff-Brennstoffzelle erzeugt. Die integrierte Anlage deckt fast emmissionslos 80 Prozent der elektrischen Energie und 75 Prozent des Wärmebedarfs – so wird der CO2-Ausstoß des 400-Zimmer-Hotels um rund 600 Tonnen jährlich gesenkt.

Die Radisson Hotel Group ist zudem mit dem Launch des Radisson Meetings-Konzepts die einzige Hotelgruppe, die den CO2-Fußabdruck aller Meetings oder Veranstaltungen, die in den konzerneigenen Hotels weltweit stattfinden, automatisch ausgleicht – ohne zusätzliche Kosten für die Teilnehmer oder Organisatoren. Dafür hat sich die Radisson Hotel Group mit First Climate zusammengeschlossen, einem der größten Klimaschutzverbände der Welt.


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