Neuer Steigenberger-Eigentümer Huazhu will weltweit expandieren

| Hotellerie Hotellerie

Die Huazhu-Gruppe, der neue Eigentümer von Steigenberger, hat die weltweite Expansion seiner Hotelmarken angekündigt. Bislang ist das im Jahr 2005 gegründete Unternehmen mit 5.000 Hotels in China vertreten. Huazhu hatte kürzlich die Deutsche Hospitality gekauft und will nun auch im Luxusbereich zukünftig wachsen.

Das Unternehmen kündigte an, seine Wachstumsziele beschleunigen und dazu und in den nächsten fünf Jahren ein globales Hotelnetzwerk aufbauen zu wollen.

Das Unternehmen, das eine Führungsrolle im Economy- und Mid-Scale-Segment in China für sich beansprucht, hat die gleiche Devise jetzt auch für Hotels in gehobenen Marktbereichen und in der Luxus- und Resort-Hotellerie ausgeben. Details, welche Rolle hierbei die Marke Steigenberger spielen wird, lässt das Unternehmen noch offen. Huazhu sagt, dazu in einer Verlautbarung, dass ein internationaler Expansionsplan mit der Eröffnung des ersten Ji-Hotels in Singapur und der Übernahme der Deutschen Hospitality gestartet sei.

Zum 30. September 2019 hatte Huazhu insgesamt 5.151 Hotels in 400 Städten in China in Betrieb, weitere 1.736 Hotels sind in Planung. Zu Huazhu gehören derzeit 18 Marken.

Um die Wachstumsziele zu erreichen, kehrt der Unternehmensgründer Ji Qi auf den Chefsessel als CEO zurück. Zuletzt hatte Qi die Position des Executive Chairman von Huazhu inne. Jenny Zhang, die bisherige Vorstandsvorsitzende, nimmt nun zukünftig auf dem Stellvertretersessel Platz. Jenny Zhang war im Jahr 2008 als Chief Financial Officer zu dem Unternehmen gekommen. Ji Qi ist einer der erfolgreichsten Unternehmer im chinesischen Reise-- und Beherbergungssektor. Er gründete Huazhu 2005 im Alter von 39 Jahren. Vor der Gründung von Huazhu war Ji Mitbegründer der chinesischen Hotelbuchungsplattform Ctrip und von Home Inns.

Huazhu hat erst vor wenigen Tagen die Steigenberger-Dachgesellschaft „Deutsche Hospitality“ von dem ägyptischen Tourismusunternehmer Hamed El-Chiaty, dem Steigenberger seit 2009 gehörte gekauft (Tageskarte berichtete). Für den Zukauf, der über die Tochtergesellschaft China Lodging Holding Singapore abgewickelt wrde, legten die Chinesen, so Medien, 700 Millionen Euro auf den Tisch.

2014 sind Huazhu und Accor eine umfassende und langfristige Allianz eingegangen, um das Hotelgeschäft in China gemeinsam zu entwickeln. Durch enge Zusammenarbeit verfügt Huazhu heute über eine breite Palette von Hotelmarken, die den unterschiedlichen Markt abdecken

Huazhu geriet im August 2018 weltweit in die Schlagzeilen, da es einem Hacker gelungen war, an ein beträchtliches Datenvolumen von mehreren Millionen Gästen der Hotelkette zu gelangen und zum Verkauf anzubieten. Erst durch die Arbeit gleich mehrerer Cyber-Sicherheitsfirmen wurde der Vorfall damals aufgedeckt. Die IT-Unternehmen seien demnach auf die Anzeige des Hackers im chinesischen Darknet aufmerksam geworden, wie Futurezone berichtete. Der Preis, der für die Daten verlangt wird, lag damals bei bei acht Bitcoin, was damals umgerechnet 50.000 Euro entsprach.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Mercure Bonn City Center hat Anfang Oktober 2026 direkt am Hauptbahnhof eröffnet. Das von DQuadrat Living betriebene Haus wird nun bis zum ersten Quartal 2027 bei laufendem Betrieb renoviert.

he Living Circle führt die Bergwelt Grindelwald seit dem 1. Oktober 2026 operativ. Das Hotel und die Betriebsgesellschaft hatte die Gruppe bereits Ende November 2025 übernommen; bis zur Übergabe blieb Swiss Design Collection Betreiberin.

Leonardo Hotels hat zum 1. Oktober 2026 drei ehemalige Revo-Hotels mit insgesamt 735 Zimmern als Betreiber übernommen. Die Häuser liegen in München, Hannover und Braunschweig.

Ex-prizeotel-Chef Connor Ryterski startet mit einem Hamburger Family Office die Hotelmarke Kumo. Zwei Neubauten in Hamburg und Köln sollen ab 2029 eröffnen.

Das Waldorf Astoria Rabat Salé hat das Restaurant Aldabaran im 33. Stock des Mohammed VI Tower eröffnet. Alain Ducasse verantwortet damit sein erstes Restaurant in Marokko.

Nach bundesweiten Durchsuchungen in Hotels und Reinigungsfirmen sitzen zehn Beschuldigte in Untersuchungshaft. Oberstaatsanwältin Christine Höfele zufolge sollen Beschäftigte wie einst Sklaven für den Profit der mutmaßlichen Täter in Abhängigkeit gehalten worden sein.

Jochen Swoboda, CEO der Gesellschaft, erklärt, Seminaris werde in seiner bisherigen Form nicht weiterbestehen, und weist eine wirtschaftliche Schieflage als Grund für den Betreiberwechsel zurück. Aroundtown hatte die Fortführung der acht Hotels unter der Marke Seminaris angekündigt; vier Häuser wurden am 1. Oktober bei Belvilla by OYO unter Sunday-Namen angeboten.

B&B Hotels führt das deutsche Hotelmarkenranking von PKF mit 240 Häusern an. Garner verzeichnet mit 23 zusätzlichen Hotels den größten jährlichen Zuwachs; Premier Inn erhöht seine Zimmerkapazität zwischen 2022 und 2026 um 102 Prozent. Komplettes Ranking bei Tageskarte.

Hilton plant das erste deutsche Hotel der Marke Tempo by Hilton am Flughafen München. Das Haus mit 199 Zimmern soll 2029 zusammen mit der Munich Arena eröffnen; als Betreiber ist die Flughafentochter Allresto vorgesehen.

Novum Hospitality hat den Betrieb des Holiday Inn Express Munich Airport – Erding übernommen. Das Hotel verfügt über 114 Zimmer und ist das zweite ehemalige Revo-Hotel, das in den Betrieb der Hamburger Gruppe übergeht.