Neues Premier Inn-Hotel entsteht in Duisburg

| Hotellerie Hotellerie

In Duisburg entsteht ein neues Premier Inn-Hotel in Duisburg. Nach dem jetzigen Baustart durch den Projektentwickler GBI soll das Haus mit 219 Zimmern nun bis 2024 fertiggestellt werden. 

In das neue Hotel hat der Betreiber selbst investiert und wird die Immobilie mit 219 Zimmern in den eigenen Bestand übernehmen. Im Sommer startet die GBI Unternehmensgruppe als Projektentwickler mit den Tiefbauarbeiten. Auch ein Gastronomie-Angebot mit 480 Quadratmetern Fläche wird in das Gebäude integriert. Auf dem Grundstück direkt neben dem Hotel errichtet die GBI zudem einen Bürotrakt. Die Bauarbeiten sollen bis Herbst 2024 abgeschlossen sein.

„Dieser hervorragende Standort in Duisburg ist ein wichtiger Teil unserer Expansionsstrategie“, erläutert Chris-Norman Sauer, Acquisitions Director von Premier Inn Deutschland: „Im wirtschaftlich wichtigen Ruhrgebiet wollen wir mit mehreren Hotels präsent sein. Das zeigen auch unsere zwei bereits im Betrieb befindlichen Häuser in Essen. Auch am Hauptbahnhof in Dortmund wird in den nächsten Jahren ein Premier Inn entstehen.“

Die zum britischen Whitbread Konzern gehörende Hotelmarke hat seit der – ebenfalls in Kooperation mit der GBI erfolgten – Fertigstellung des ersten Hauses 2016 im Frankfurter Europaviertel inzwischen bundesweit bereits 40 Häuser eröffnet. Das Portfolio umfasst inklusive der im Bau befindlichen und der bereits gesicherten Standorte 78 Häuser.

„Unsere Strategie ist es, bei einem erheblichen Teil unserer Hotels auch Eigentümer der Immobilie zu werden“, erläutert Sauer: „Aufgrund der starken Finanzkraft unseres Mutterkonzerns Whitbread ist uns eine solche Strategie, die Premier Inn auch im Heimatmarkt Großbritannien verfolgt, in Deutschland ebenfalls möglich. Das nutzen wir beispielsweise nun in Duisburg.“

Dieses Modell von Eigentum am Gebäude und dem Betrieb des Hotels in einer Hand stärke die wirtschaftliche Substanz von Premier Inn. Sauer: „Wir haben als Owner-Operator volle Kontrolle über die Immobilie. Sämtliche Qualitätsstandards sind in unserem direkten Einflussbereich und können effektiver umgesetzt werden als bei einem Pachtmodell. Unter anderem lassen sich Änderungen und Optimierungen am Gebäude recht unkompliziert durchführen. Dies ist gerade in Hinblick auf die aktuellen Nachhaltigkeits-, Energieeffizienz und ESG-Diskussionen und die damit verbundenen Anforderungen von großem Vorteil.

Zudem sei ein Bekenntnis zum Standort auf diese Weise noch nachhaltiger. „Denn das eigene Investment eines Hotelbetreibers gibt sowohl Städten als auch Vertragspartnern eine größere Planungssicherheit, selbst wenn eine Pachtvereinbarung über die häufig üblichen rund 20 Jahre läuft. Die Entscheidung für einen Standort ist als Owner-Operator noch überzeugender.“ Die Investition in Duisburg erfolgt im Rahmen einer Forward Funding-Vereinbarung. Bei dieser wird der Kaufpreis nach jeweiligen Baufortschritt entrichtet.

Das Haus im Zentrum Duisburgs ist bereits die sechste Zusammenarbeit von GBI und Premier Inn bei Hotelentwicklungen. GBI-Vorstand Jung: „Beide Unternehmen sind ein eingespieltes und effektives Team. Das wird auch in Duisburg für eine besonders hohe Qualität des Hotels sorgen.“ Drei der Häuser eröffnen gerade innerhalb eines halben Jahres, mit Nürnberg, Düsseldorf und dem kurz vor der Fertigstellung stehenden Neubau in Hamburg. „Eine schöne Liste an eindrucksvollen Projekten, die wir jetzt mit Duisburg und anderen geplanten Standorten noch weiter ausbauen werden“, so Premier Inn Acquisitions Director Sauer.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Hotel „Der Sonnenhof“ in Bad Wörishofen wird seit Januar 2026 ohne die Marke Steigenberger geführt. Die Hotelbetriebsgesellschaft Sonnenhof mbH hat den Franchisevertrag zum Jahreswechsel beendet, wie diverse Medien berichten.

Hilton expandiert mit ihrer Marke Tapestry Collection nach Deutschland und plant für 2027 die Eröffnung eines Hauses mit 183 Zimmern in Köln. In Kooperation mit Foremost Hospitality wird hierfür das ehemalige Senats-Hotel in der Innenstadt umgebaut.

Mit dem Premier Inn Hannover City Centre eröffnet das zweite Hotel der Marke in Hannover. Bei dem Neubau in der niedersächsischen Landeshauptstadt handelt es sich um das 66. Hotel des Unternehmens in Deutschland.

Hilton integriert die Marke Yotel als ersten Partner in das neue Segment Select by Hilton. Die Kooperation ermöglicht Yotel den Zugriff auf das globale Vertriebsnetz und das Loyalitätsprogramm von Hilton, während die Marke eigenständig bleibt.

Accor weist Vorwürfe zu Menschenrechtsverstößen zurück und kündigt interne sowie externe Untersuchungen an. Der Konzern bestreitet zudem Verbindungen zu Jeffrey Epstein.

Mit der Eröffnung des Masana Algarve führt Hyatt ihre Marke Destination in Portugal ein. Das Resort in der Nähe von Albufeira bietet 33 Wohneinheiten und ist Teil einer Wachstumsstrategie des Konzerns auf der Iberischen Halbinsel.

Der Landkreis Harz hat das Brockenhotel und die Gastronomie an Timberjacks verpachtet. Der Betreiberwechsel ist für den 1. April 2026 vorgesehen. Timberjacks habe sich in einem europaweiten Teilnahmewettbewerb mit seinem Konzept „Brocken Mountain Lodge“ durchgesetzt.

Für die Grafenau Hotel Betriebs GmbH & Co. KG wurde eine vorläufige Insolvenzverwaltung angeordnet. Laut Impressum ist die Gesellschaft dem Sonnenhof in Grafenau zugeordnet. Laut Bericht soll eine Zusammenarbeit zwischen InterSPA und Michel-Hotels gestoppt worden sein.

Der Bodenmaiser Hof im Bayerischen Wald wird umfassend umgebaut und bleibt bis Juni 2026 geschlossen. Laut Hotelchefin Sandra Geiger-Pauli entspricht das Projekt in seinem Umfang einem Neubau.

Ein Bericht von Hospitality Investor zeigt: US-Investoren richten ihren Fokus 2026 verstärkt auf Europas Hotelmarkt. Nicht verkaufte Portfolios und Marktbedingungen spielen dabei eine Rolle.