Ökohotels kaum nachgefragt

| Hotellerie Hotellerie

Umweltschutz und soziale Standards sind auch für viele Urlauber wichtig. Wer bei der Wahl seines Reiseziels jedoch auf die ökologische und soziale Verträglichkeit achten möchte, tut sich aufgrund mangelnder Informationen häufig schwer. Die rund 180 verschiedenen Siegel machen es auch nicht einfacher. Dieses Problem will das Projekt „Green Travel Transformation“ der Leuphana Universität Lüneburg und Partnern aus der Reisebranche lösen.

Die Initiative zertifiziert allerdings nicht selbst, stattdessen werden andere anerkannte Siegel berücksichtigt. Durch eine entsprechende Kennzeichnung im Preisvergleichs- und Beratungssystem für Reisebüros können die Berater dann die Ökohotels auf einen Blick erkennen. Bislang seien rund 6.000 Unterkünfte gekennzeichnet worden, so die Projektverantwortlichen. 

Kaum Interesse an Ökohotels

Das sei aber noch lange nicht genug, erklärte der Projektkoordinator. Sie bräuchten alle Hotels auf der ganzen Welt, die über ein anerkanntes Siegel verfügen. Ein erster Test in den Reisebüros verlief laut Bayerischem Rundfunk jedoch ernüchternd, da sich die Kunden nur sehr selten für die Ökohotels interessierten. Da nun aber nach Thomas Cook auch FTI die Ökohotels mit Siegel in die Reisekataloge aufnehmen will, erhoffen sich die Initiatoren neuen Aufwind. Zudem arbeite man bereits daran, künftig auch Flüge und Rundreisen als nachhaltig zu kennzeichnen. 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.