Österreich feiert Übernachtungsrekord

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„Mit 46,71 Millionen Ankünften und 154 Millionen Übernachtungen war 2024 das bisher erfolgreichste Tourismusjahr in Österreich“, freut sich Tourismusstaatssekretärin Susanne Kraus-Winkler: „Damit wurde das Vorjahr bei den Übernachtungen um 2,1 Prozent und das bisherige Vorzeigejahr 2019 um 1,0 Prozent übertroffen.“ Dieses Ergebnis ist vor allem den Zuwächsen bei den Auslands-, und auch bei den Fernmärkten zu verdanken. Wichtigster Auslandsmarkt bleibt Deutschland (58,45 Mio. Übernachtungen), einen Rekord gab es bei Gästen aus den USA (2,38 Mio. Übernachtungen). Ein Haupttreiber war der starke Städtetourismus, insbesondere in Wien.

Dennoch betont Kraus-Winkler, dass man mit dem Begriff des „Rekordjahrs“ im Tourismus vorsichtig sein müsse: Einerseits habe sich die Ertragssituation der Tourismusbetriebe - trotz der guten Auslastung - leicht verschlechtert. Die Betriebe können eigene Mehrkosten bei Energie und Personal nämlich nur teilweise an Gäste weitergegeben. Andererseits können Gästerekorde aus Sicht der heimischen Bevölkerung eine Herausforderung darstellen, etwa wenn der Eindruck von Überfüllung, Lärm oder Unsicherheit entsteht.

In diesem Zusammenhang unterstreicht Kraus-Winkler, dass der österreichische Tourismus sehr professionell mit den hohen Gästezahlen umgehe: „Das Phänomen des ‚Unabalanced Tourism‘ bleibt hierzulande glücklicherweise auf wenige Hotspots beschränkt. Von Zuständen wie in Venedig sind wir weit entfernt. Das liegt auch daran, dass der heimische Tourismus proaktiv und intensiv an zukunftsfittem Besucherstrommanagement arbeitet. Österreich ist deshalb eine harmonisch gewachsene Tourismusdestination, die vielen Gästen ein hervorragendes Urlaubserlebnis bietet.“

Zudem erinnert Kraus-Winkler daran, dass ihr Arbeitsschwerpunkt für 2024 die „Stärkung der Tourismusakzeptanz in der einheimischen Bevölkerung“ war. So habe sie gesetzlich verankern lassen, dass die Statistik Austria fortan mehr als 10.000 Befragungen pro Jahr zum Stand der Tourismusakzeptanz durchführt. Außerdem unterstützt das Staatssekretariat für Tourismus aktuell 17 Regionen dabei, Konzepte für ausbalancierteren Tourismus zu entwickeln und umzusetzen (z.B. Apps zur Besucherlenkung, partizipative Stakeholderprozesse, nachhaltige Mobilitätslösungen). Als weitere Projekte nennt Kraus-Winkler beispielhaft die drei neuen Tourismusdestinationen mit Österreichischem Umweltzeichen, die Informationsbroschüre „Find the Right Balance“ sowie diverse Schulungen und neue Veranstaltungsreihen zum Thema „Nachhaltigkeit“.

Der Anteil der Inlandsgäste liegt mit 40,3 Mio. Übernachtungen sogar minimal über den Ergebnissen aus 2019 und 2023 (je 39, 9 Mio. Übernachtungen). Auch hier sieht Kraus-Winkler die Branche am richtigen Weg: „Österreich muss attraktiv und leistbar für den Inlandsgast sein. Alles andere wäre eine ‚Themenverfehlung bei der Angebotsentwicklung‘!“


 

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