Österreichische Richter vs. Airbnb-Vermieter

| Hotellerie Hotellerie

Der Oberste Gerichtshof in Österreich (OGH) hat ein richtungsweisendes Urteil zu Mietplattformen wie Airbnb gefällt: Wird eine Wohnung gemietet, um sie gewinnbringend über eine der Plattformen an Touristen weiterzuvermieten, droht die Kündigung. Im vorliegenden Fall bestätigte der OGH die Kündigung eines Mieters, weil er durch das kurzzeitige Weitergeben seiner Wohnung übermäßig hohe Gewinne verbuchte. 

Wie die Richter feststellten, müsse man sich auch bei tageweiser Untervermietung an die Regeln der Mietzinsbildung halten. Dabei sei es unerheblich, ob die Wohnung auch tatsächlich untervermietet ist, es reicht bereits das Angebot. Im verhandelten Fall hatte der Hauptmieter durch die Untervermietung pro Tag etwa 190 bis 250 Prozent mehr erlöst, als für die Wohnung aufgewendet werden musste. Der OGH zog die Grenze sogar bereits bei 100 Prozent. 

Die Österreichische Hoteliervereinigung begrüßte das Urteil bereits. Nach ihrer Ansicht betreffe die Entscheidung den Großteil der angebotenen Wohnungen: So bleibe „Sharing“ zwar weiterhin möglich, Bereicherung im großen Stil jedoch nicht. 

 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Arcotel Hotels ziehen Bilanz ihrer Umweltschutzinitiative und melden eine Spendensumme von einer Million Euro seit dem Jahr 2015. Neben dem freiwilligen Verzicht auf Zimmerreinigungen setzt das Unternehmen auf hoteleigene Bienenstöcke und Bildungsprojekte für Kinder.

Marriott International wandelt die Münchner Immobilie Dein Apart in ein Hotel der Marke Element by Marriott um. Das Haus in Unterföhring soll im September 2026 mit 561 Studios und Apartments für längere Aufenthalte eröffnen.

Das 25hours Hotel beim MuseumsQuartier in Wien hat die Neugestaltung des Lobbybereichs abgeschlossen. Neben veränderten Raumstrukturen und Arbeitsbereichen wurde das Design grundlegend überarbeitet.

Die Kempinski Group will künftig wieder stärker auf eigene Hotelimmobilien setzen. Konzernchefin Barbara Muckermann begründet den Strategiewechsel mit veränderten Erwartungen wohlhabender Gäste: „Sie bezahlen für etwas Unverwechselbares. Sie bezahlen nicht für Vanillejoghurt.“

Der Gassenhof in Ratschings bei Sterzing kündigt für den Sommer 2026 umfangreiche Neuerungen an. Geplant sind neue Suiten, zusätzliche Familienbereiche im Wellnessangebot sowie ein neues Restaurantkonzept.

Das ehemalige Hotel Schloss Spyker auf Rügen soll im Juni 2026 zwangsversteigert werden. Der angesetzte Verkehrswert für das frühere Hotelensemble liegt laut amtlicher Bekanntmachung bei 2,84 Millionen Euro.

Die Dormero Hotelgruppe übernimmt das Hotel Mader im oberösterreichischen Steyr mit 59 Zimmern. Das Unternehmen erweitert damit seine Präsenz auf dem österreichischen Markt auf insgesamt fünf Hotelstandorte und prüft bereits weitere Objekte.

BWH Hotels hat Gäste über einen monatelangen Zugriff auf Reservierungsdaten informiert. Laut einem Schreiben des Technologiechefs Bill Ryan waren personenbezogene Daten betroffen, Zahlungsinformationen jedoch nicht.

Laut einer Marktanalyse von Christie & Co erzielen privat geführte Hotels in Wien höhere Zimmerpreise als Markenhotels. Gleichzeitig nimmt der Wettbewerbsdruck im Wiener Hotelmarkt nach Angaben des Unternehmens weiter zu.

Das Wirtschaftsmagazin Forbes führt den Motel-One-Mitgründer Dieter Müller in seiner aktuellen Liste der Milliardäre. Nach Angaben des Magazins verfügt Müller über ein Vermögen von 1,3 Milliarden US-Dollar. In der weltweiten Rangliste wird er auf Platz 2994 geführt.