Primestar kommt mit Hilton-Hotel in den Hamburger Elbtower

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Der Berliner Hotelbetreiber Primestar Group hat einen langfristigen Mietvertrag für den Hamburger Elbtower unterzeichnet. Das berichten mehrere Medien übereinstimmend. Damit ist ein Nachfolger für die ursprünglich geplanten Flächen der Marke Nobu gefunden. Auf rund 13.000 Quadratmetern soll ein Hotel der Marke Hilton entstehen.

Langfristige Pacht für Hilton-Standort

Nach dem Ausstieg der Marke Nobu Hospitality infolge der Signa-Insolvenz übernimmt die Primestar Group die Hotelkapazitäten im künftigen Wahrzeichen an den Elbbrücken. Der Mietvertrag soll eine Laufzeit von 20 Jahren haben, wie berichtet wird. Das geplante Hilton-Hotel wird über 195 Zimmer verfügen, die sich von der ersten bis zur sechsten Etage erstrecken. 

Das ursprüngliche Konzept von Nobu sah 191 Zimmer auf Fünf-Sterne-Niveau sowie ein Restaurant in den oberen Stockwerken vor. Mit dem Einzug von Hilton über den Bereiber Primestar aus Berlin ist nun eine zentrale Komponente für die gewerbliche Nutzung des rund 200 Meter hohen Turms gesichert.

„Mit unserem neuen High-End-Hotelprojekt im Hamburger Elbtower gehen wir einen weiteren konsequenten Schritt in der Entwicklung unserer Unternehmensgruppe“, erklärt Dr. Roland Rausch, Chairman der Primestar Group. „Für das Vertrauen in unser wegweisendes Konzept bedanke ich mich besonders bei Immobilieninvestor Dieter Becken und seinem Team. Mit seinem Engagement zur Neubelebung des Wahrzeichens an der Elbe leistet er Großes für Hamburg. Unser Dank gilt auch unserem langjährigen Franchise-Partner Hilton für die vertrauensvolle Zusammenarbeit und den gemeinsamen nächsten Schritt in das neue Luxus-Segment.“ Maßgeblich beteiligt an den Verhandlungen zwischen der Primestar Group und dem Investorenkonsortium des Hamburger Elbtower waren darüber hinaus Patricia Walter von der Rechtsanwaltskanzlei Gebert Drescher sowie Marc Werner aus der internationalen Wirtschaftskanzlei Hogan Lovells bzw. ARP Architekten.

Vermarktungsquote überschreitet 50-Prozent-Marke

Mit dem Abschluss des neuen Mietvertrages ist die Vermarktung des Elbtowers einen wesentlichen Schritt vorangekommen. Aktuell sind mehr als 50 Prozent der insgesamt 98.000 Quadratmeter Mietfläche vergeben. Ein bedeutender Teil davon entfällt auf das geplante Naturkundemuseum, für das der Hamburger Senat zwölf Etagen im Sockelgeschoss erwerben möchte. Die Bürgerschaft soll voraussichtlich im Frühsommer über diesen Kauf entscheiden. Die Gäste des Hotels werden künftig unter anderem Ausblicke auf die Elbe sowie auf die Ausstellungsbereiche des Museums haben.

Neues Investorenkonsortium und Freigabe durch das Kartellamt

Parallel zur neuen Mieterstruktur hat sich die finanzielle Basis für den Weiterbau des Projekts gefestigt. Das Bundeskartellamt erteilte kürzlich die Genehmigung für die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens. Zu dem Investorenkreis um den Hamburger Immobilienentwickler Dieter Becken gehören namhafte Partner wie der Unternehmer Dirk Roßmann, der Logistik-Milliardär Klaus-Michael Kühne, die Signal Iduna Versicherung sowie das Bauunternehmen Adolf Lupp. Die Wettbewerbshüter stuften das Vorhaben als unproblematisch ein und gaben das Fusionsvorhaben innerhalb weniger Wochen frei.

Der Elbtower, der nach aktuellem Planungsstand eine Höhe von 200 Metern erreichen wird, war ursprünglich mit 245 Metern projektiert worden. Nach dem Baustopp und der Insolvenz der Signa-Gruppe wird das Großprojekt nun durch die neue Investorengruppe weitergeführt.


 

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