Radisson Collection forciert globale Expansion

| Hotellerie Hotellerie

Die Radisson Collection baut ihr Portfolio in den kommenden zwei Jahren deutlich aus. Nach mehreren Markteintritten im Jahr 2025 hat die Marke für 2026 und 2027 zahlreiche Neueröffnungen in Europa, dem Nahen Osten, Afrika und Südostasien angekündigt. Dabei setzt die Radisson Collection verstärkt auf die Revitalisierung historischer Bausubstanz und die Integration lokaler Kulturkonzepte.

Vier strategische Neuzugänge im Jahr 2026

Im ersten Quartal 2026 erweitert die Hotelmarke ihre Präsenz in Italien und Saudi-Arabien. In Como entsteht mit dem Palazzo San Gottardo Lake Como das siebte Haus der Gruppe in Italien. Das historische Gebäude am Seeufer, das über Jahrzehnte ungenutzt blieb, wird 72 Zimmer und Suiten sowie eine Dachterrasse umfassen. Zeitgleich eröffnet in Riad die Radisson Collection Residence. Der Wohnturm im Salmani-Stil bietet 170 Serviced Apartments, Penthäuser und Villen für Langzeitaufenthalte an der King Fahd Road.

Für das vierte Quartal 2026 sind zwei weitere Projekte geplant. In Paris debütiert die Hotelmarke mit dem Banke Opera Paris. Das ehemalige Bankgebäude aus der Belle Époque wird derzeit renoviert und soll 90 Zimmer sowie einen Wellnessbereich im früheren Tresorraum bieten. Parallel dazu erfolgt in Casablanca die Eröffnung des Lincoln Casablanca. Das 1916 errichtete Art-déco-Denkmal wird umfassend restauriert und dient künftig als urbanes Hotelprojekt am Boulevard Mohammed-V.

Fokus auf Resorts und Wellness ab 2027

Während das Jahr 2026 von Stadthotels geprägt ist, verlagert sich der Schwerpunkt 2027 auf die Bereiche Natur und Wellness. In Paris festigt die Gruppe ihre Position mit dem Maison Rivoli Paris als zweitem Standort in der französischen Hauptstadt. Die internationale Expansion umfasst zudem den Markteintritt in Indonesien mit dem Atiara Ubud Bali Radisson Collection Resort. Das Resort verfügt über 52 Einheiten, darunter Wellness-Suiten mit privaten Yoga-Terrassen. In Ägypten entsteht zudem in Port Phoenice am Roten Meer ein Resort mit 294 Zimmern, das an eine neue Infrastruktur mit Golfanlage und Tauchzentrum angebunden ist.

Rückblick auf das Geschäftsjahr 2025

Die aktuellen Pläne bauen auf einer Serie von Eröffnungen im Jahr 2025 auf. Im Januar starteten das Radisson Collection Resort in Galle sowie das Radisson Collection Hotel in Berlin. Im weiteren Jahresverlauf folgten Standorte in Lyon mit dem Cour des Loges, in Budapest mit dem Basilica Budapest sowie in Brüssel mit dem The National Brussels. Die Hotelmarke setzt damit ihren Wachstumskurs in zentralen europäischen Metropolen und touristischen Destinationen konsequent fort.

Markenphilosophie und operative Konzepte

Die Hotelmarke Radisson Collection verknüpft die neuen Standorte mit den bestehenden Programmen Taste of Heritage und Art of Travel. Diese Konzepte zielen darauf ab, die lokale Gastronomie und Kunstszene in den Hotelalltag zu integrieren. So kooperiert das Hotel in Lyon beispielsweise mit lokalen Chocolatiers und Käsereien, während das Berliner Haus ab Anfang 2026 den Zugang zu lokalen Galerien und Architekturdenkmälern für Gäste intensiviert. Auch das Radisson Collection Royal Hotel in Kopenhagen, das als erstes Designhotel der Welt gilt, bleibt als Referenzobjekt für die architektonische Ausrichtung der Marke zentral. Die Philosophie sieht vor, dass jedes Haus nicht nur eine Unterkunft ist, sondern einen authentischen Bezug zum jeweiligen Reiseziel herstellt.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Jufenalm hat den Umbau ihrer Hotelanlage in den Salzburger Bergen abgeschlossen. Das Unternehmen startet mit neuen Suiten, einem erweiterten Wellnessbereich und speziellen Rabattaktionen in die aktuelle Sommersaison.

Das Hotel Bergkristall in Oberstaufen hat sechs neue Seesuiten am hauseigenen Bergsee eröffnet. Ab August 2026 soll das Angebot laut Unternehmen um weitere Bergsuiten ergänzt werden.

Die H World Group hat nach eigenen Angaben das Europageschäft wieder in die Gewinnzone geführt. In den veröffentlichten Quartalszahlen verweist das Unternehmen auf Fortschritte im internationalen Segment sowie auf den weiteren Ausbau der Marken Steigenberger und IntercityHotel.

Eine Studie von Mews zeigt eine breite Nutzung von künstlicher Intelligenz in Hotels. Gleichzeitig sehen viele Hoteliers persönliche Kontakte wie Begrüßung und Check-in weiterhin als Aufgabe von Mitarbeitern.

Der Apartment-Anbieter Stayery hat ein neues Haus in der Innenstadt von Fürth eröffnet. Das Unternehmen setzt am Standort auf digitale Abläufe und plant bereits die Erschließung weiterer Märkte im deutschsprachigen Raum.

Das Best Western Plus Ostseehotel Waldschlösschen im Ostseebad Prerow feiert sein dreißigjähriges Bestehen unter der Leitung der Inhaberfamilie Jahncke. Seit dem Kauf im Jahr 1995 wurde die historische Immobilie kontinuierlich modernisiert.

Die Schlosshotels & Herrenhäuser trauern um ihren langjährigen Präsidenten und Ehrenpräsidenten Max Eidlhuber. Der österreichische Hotelier starb im Alter von 78 Jahren in Salzburg.

Die Dormero Hotel AG übernimmt das bisherige Amedia Express Passau aus der Insolvenz der Revo-Gruppe. Das Hotel mit 73 Zimmern soll in den kommenden zwei Jahren im laufenden Betrieb saniert werden.

Die Expedia Group beendet die Marke ebookers in Deutschland und weiteren europäischen Ländern. Nutzer werden künftig auf Hotels.com weitergeleitet, Bonus+-Guthaben wird in Hotels.com-Gutscheine umgewandelt

Die Arcotel Hotels ziehen Bilanz ihrer Umweltschutzinitiative und melden eine Spendensumme von einer Million Euro seit dem Jahr 2015. Neben dem freiwilligen Verzicht auf Zimmerreinigungen setzt das Unternehmen auf hoteleigene Bienenstöcke und Bildungsprojekte für Kinder.