Radisson Hotel Group will CO2-Emissionen bis 2050 auf null reduzieren

| Hotellerie Hotellerie

Die Radisson Hotel Group (RHG) hat sich in ihrem jüngst veröffentlichten "Responsible Business Report" dazu  verpflichtet, die CO2-Emissionen drastisch zu reduzieren, um bis 2050 Netto-Null (Net Zero) zu erreichen.

Der Report beschreibt die neuesten Nachhaltigkeitsziele im Einklang mit demstrategischen Fünfjahresplan. Dazu gehören die Verpflichtung, bis 2050 Netto-Null zu erreichen, die Umsetzung der branchenübergreifenden Initiative „Pathway to Net Positive Hospitality and Hotel Sustainability Basics“ zu beschleunigen und das Engagement der Gruppe für Menschen, die Gemeinschaft und den Planten als mehrfach ausgezeichneter Arbeitgeber zu bekräftigen.

Darüber hinaus verpflichtet sich die Gruppe, wissenschaftlich fundierte Emissionsreduktionsziele festzulegen und ihre Anstrengungen mit Blick auf eine kohlenstoffdioxidfreie Zukunft weiter zu steigern. Dazu gehört das Ziel, bis spätestens 2050 in der Wertschöpfungskette keine Treibhausgasemissionen mehr zu verursachen, in Übereinstimmung mit dem SBTi Net-Zero Standard. Die Radisson Hotel Group wird sich an der Kampagne „Business Ambition for 1.5°C“ beteiligen und der UNFCCC-Kampagne „Race to Zero“ als Teil einer wichtigen, weltweit koordinierten Anstrengung zur Erreichung des Netto-Null-Ziels beitreten.

Im Jahr 2021 reduzierte die Gruppe ihren Kohlenstoffdioxid-Fußabdruck bereits um 23 Prozent pro Quadratmeter und verringerte ihren Wasser-Fußabdruck um 13 Prozent pro Quadratmeter im Vergleich zu 2019. Im Einklang mit der Strategie der Gruppe zur Umstellung auf erneuerbare Energien werden mehr als 56 Häuser zu 100 Prozent mit erneuerbarem Strom betrieben. In Zusammenarbeit mit Allego und Sunfuel sowie anderen globalen Partnern wurde die Anzahl der Hotels, die mit Ladestationen für Elektroautos ausgestattet sind, auf knapp 500 erhöht. 

Nach der Einführung und Umsetzung des Radisson Hotels Sicherheitsprotokolls im gesamten Portfolio haben 100 Prozent der in Frage kommenden Hotels die externe Validierung durch SGS abgeschlossen, um sicherzustellen, dass die neuesten Sicherheitsprotokolle korrekt umgesetzt werden. Bis heute sind 133 Hotels zertifiziert worden.

Die Gruppe bekräftigte zudem ihren Fokus auf Menschenrechte, Geschäftsethik und Vielfalt in Hotels weltweit, indem sie ihre sechste Erklärung zu Sklaverei und Menschenhandel herausgab und den Anteil von Frauen in Führungspositionen auf 29 Prozent erhöhte. Die Radisson Hotel Group baute ihr Online-Weiterbildungsangebot in Zusammenarbeit mit dem Schulungsanbieter Typsy weiter aus, was zu einem Anstieg der Schulungsstunden um 120 Prozent im Jahr 2021 gegenüber 2020 führte.

„Auch wenn ein Netto-Null-Emissionsausstoß bis 2050 noch in weiter Ferne zu liegen scheint, müssen wir sofort Maßnahmen ergreifen. Unsere Welt braucht verantwortungsbewusste Unternehmen jetzt mehr denn je, und wir müssen die globalen Klimaschutzmaßnahmen bis 2030 beschleunigen, um eine lebenswerte Zukunft für die Menschen und unseren Planeten zu gewährleisten“, sagt Inge Huijbrechts, Global Senior Vice President Sustainability, Security and Corporate Communications, Radisson Hotel Group.

„Den dringend benötigten Fortschritt erreichen wir, indem die ganze Wertschöpfungskette der Hotellerie mit ehrgeizigen Zielen auf den Weg der Nachhaltigkeit gebracht wird“, so Huijbrechts weiter. Die Radisson Hotel Group habe eine führende Rolle bei der Entwicklung der Hotel Sustainability Basics, die noch in diesem Jahr auf den Weg gebracht werden, um einen gemeinsamen Branchenstandard für die Entwicklung nachhaltiger Reisen zu schaffen. „Zusammen mit unseren neuen Build-Planet-Richtlinien für die Entwicklung nachhaltiger Hotelportfolios sind dies wesentliche Schritte auf dem Weg zu Net Zero", ist die bei RHG für Nachhaltigkeit, Sicherheit und Corporate Communications zuständige Managerin überzeugt. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Hotel Kronelamm in Bad Teinach-Zavelstein plant bis Dezember 2026 einen umfangreichen Um- und Neubau. Vorgesehen sind 29 neue Zimmer und Suiten, ein erweiterter Wellnessbereich, Veränderungen am Gourmetrestaurant und neue betriebliche Bereiche.

Scandic will 2027 ein drittes Hotel in Frankfurt am Main eröffnen. Die bestehende Immobilie nahe der Messe, das frühere von Revo geführte Mövenpick-Hotel, soll modernisiert werden und künftig 296 Zimmer sowie rund 500 Quadratmeter Veranstaltungsfläche bieten.

Eine Untersuchung von ABCD Agency und ContentGuard.me kommt zu dem Ergebnis, dass knapp jedes fünfte Hotelfoto auf Buchungsplattformen Hinweise auf KI-Bearbeitung zeigt. Besonders hohe Verdachtsquoten wurden in Hamburg und Berlin festgestellt. Hotels und Restaurants sollten jetzt handeln.

Die Marke Hilton Hotels & Resorts eröffnet mit dem Hilton Chania Old Town Resort & Spa ein neues Haus auf Kreta. Das Stadtresort verfügt über 85 Zimmer und ist auf einen Ganzjahresbetrieb ausgelegt.

Die DSR Hotel Holding hat das Henri Hotel Garmisch-Partenkirchen im ehemaligen Reindl’s Partenkirchner Hof offiziell eröffnet. Das neue Boutique-Hotel verfügt über 69 Zimmer und nutzt künftig personelle Synergien mit dem benachbarten aja Resort.

Der Nürnberger Schindlerhof hat in Paris den Hospitality Icon 2026 in der Kategorie „Employee Experience & Satisfaction“ erhalten. Nach Angaben des Unternehmens würdigte die Jury insbesondere die Mitarbeiterkultur und die Transparenz im Betrieb.

Mariana Santelli wurde vom Hotelkompetenzzentrum zur „Housekeeping Managerin“ des Jahres 2026 gekürt. Im Gespräch mit der IST-Hochschule erläutert sie unter anderem, vor welchen neuen Herausforderungen das moderne Housekeeping heute steht.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt verzeichnete im ersten Halbjahr 2026 einen Umsatzrückgang von 45 Prozent auf 572 Millionen Euro. Während klassische Hotels den Markt dominierten, legten Serviced Apartments deutlich zu.

1912 Hotels übernimmt den Betrieb des Hotel Steffisalp in Warth am Arlberg und kündigt Investitionen sowie eine Neupositionierung an. Die Wiedereröffnung des Hauses mit 56 Zimmern und Suiten ist für Dezember 2026 geplant.

Novum Hospitality weist gegenüber Tageskarte die Behauptung zurück, personelle Maßnahmen hätten der Verhinderung einer Betriebsratsgründung gedient. Zuvor hatte Tageskarte über einen SWR-Bericht zu Kündigungen in zwei Mainzer Hotels berichtet.