Romantik Hotel Deimann plant Akademie für Fortbildungen

| Hotellerie Hotellerie

Das Fehlen von Fach- und Führungskräften macht sich vor allem in den abgelegeneren Destinationen bemerkbar. Dabei müssen diese nicht zwangsläufig unattraktiv sein.

„Natürlich zeichnen sich viele solcher Regionen, wie beispielsweise das Sauerland, durch besonders schöne Landschaften oder ein umfangreiches Angebot an Freizeitaktivitäten aus. Das ist auch der Grund, warum Reisende gezielt tolle Hotels an diesen Plätzen aufsuchen. Betrachtet man dies jedoch aus dem Blickwinkel der Mitarbeitenden, schaut es etwas anders aus. Doch das ist nicht die einzige Herausforderung, die Hotels in Bezug auf die Gewinnung von Nachwuchs- oder Fachkräften auf dem Land haben. Auch wenn es sich um so renommierte Betriebe und gute Arbeitgeber wie das Hotel Deimann handelt“, so Bernhard Patter, geschäftsführender Gesellschafter der diavendo GmbH.

Das Hotel Deimann will hier dem Fachkräftemangel nicht nur gegensteuern, sondern nachhaltig für die Zukunft vorsorgen. Mit der Unterstützung von Bernhard Patter startete der Betrieb ein umfangreiches Trainings- und Coaching-Programm, bei dem die Ressource Mensch im Mittelpunkt steht. Geschäftsführer und Mitglied der Inhaberfamilie Andreas Deimann ist dafür bereit, auch innerhalb der Familie, die unter anderem die Geschäftsführung bildet, zu reflektieren, sich selbst zu hinterfragen und aktiv zu werden. 

„Damit der Grundstein für ein erfolgreicheres Personalmanagement gelegt werden kann, sind natürlich auch wir selbst gefragt, gewisse Gegebenheiten zu hinterfragen. Dazu gehört auch, unsere Positionen innerhalb von uns drei Geschwistern zu finden sowie offen unsere Erwartungen und Wünsche auszutauschen. Hier hat uns vor allem Bernhard Patter sehr geholfen. Das ist wichtig, um weitere Schritte mit unserem Team gehen zu können.“

Die bereits durchgeführten und geplanten Maßnahmen bilden das Fundament für die Etablierung einer eigenen Akademie. Geschäftsführer Andreas Deimann, die Personalverantwortliche Carolin Lindemann sowie Personalexperte Bernhard Patter erarbeiteten gemeinsam mit den Führungskräften des Hotels eine Strategie, um in dem Familienbetrieb eine zukunftsweisende Führungsstruktur stufenweise zu etablieren. Dabei spielt das Management selbst eine zentrale Rolle, da die Mitglieder aktiver in die Weiter- und Fortbildungsaktivitäten für die Mitarbeitenden involviert werden.

Zu den einzelnen Schritten bis hin zur Einführung der eigenen Akademie gehört unter anderem auch die Einführung einer neuen Meeting- und Kommunikationskultur, bei der beispielsweise klare Ziele pro Meeting definiert werden oder wer wo teilnehmen muss oder soll. 

„Im Prinzip handelt es sich um einen langjährigen Familienbetrieb, der in die nächste Dimension transferiert wird. Die Verknüpfung von alten und neuen Werten. Kultur und Struktur müssen angepasst werden. Wir bauen jedoch keine neuen betriebswirtschaftlichen Strukturen – es geht um die Mitarbeitenden selbst. Die Kultur, die Art und Weise des Umgangs, das Umfeld. Es gilt Mitarbeitende an das Unternehmen zu binden. Aber auch Menschen, die nach langjährigen beruflichen Stationen in der Welt zuhause in das Sauerland zurückkehren, einen stabilen sowie attraktiven Arbeitsplatz zu bieten. Unternehmenskultur muss vor allem aktiv gelebt werden. Nur so spürt das Team echte Authentizität, fühlt sich wohl und ist schlussendlich mehr motiviert“, ergänzt Bernhard Patter.

Der Personalexperte weist außerdem darauf hin, dass in Bezug auf Kultur und Struktur die Strukturen selbst in der Theorie schnell gelegt sind. Die Kultur sei hingegen die größere Herausforderung. Der Prozess zur Implementierung daure deutlich länger – Fachkräfte sind stets zu sensibilisieren.

Die geplante Deimann Akademie wird eine hybrid gestaltete Akademie werden. Somit werden nicht nur externe Trainierinnen und Trainer die Mitarbeitenden weiterentwickeln, sondern in erster Linie das Management bzw. die Führungskräfte selbst. 


Zurück

Vielleicht auch interessant

Das The Ritz-Carlton, Berlin hat auf der dritten Etage einen saisonalen Hochgarten eröffnet. Die Sommerbar öffnet wetterabhängig montags und kann an den übrigen Tagen für Veranstaltungen mit bis zu 40 Personen gebucht werden.

Der Wert des investmentrelevanten deutschen Hotelmarktes ist 2025 nach Berechnungen von bulwiengesa und Union Investment auf 66,1 Milliarden Euro gestiegen. Neue Hotelzimmer trugen den größten Teil zum Zuwachs bei, während Bestandswerte nur leicht zulegten.

Das Bristol Berlin bekommt nach umfassender Modernisierung eine neue Markenheimat. Das Traditionshotel am Kurfürstendamm wird als erstes Haus in Deutschland Teil der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Eigentümer Aroundtown will die letzten Arbeiten bis Ende 2026 abschließen.

Künstliche Intelligenz soll nach Einschätzung von Accenture künftig einen größeren Teil der Reiseplanung übernehmen. Während viele Verbraucher einem KI-Agenten bereits die Zusammenstellung einer kompletten Reise anvertrauen würden, wollen sie die Auswahl des Hotels häufig weiterhin selbst treffen.

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.

Scandic und Axfast planen in Stockholm ein unterirdisches Hotel mit 135 fensterlosen Zimmern. Das Haus soll 2027 eröffnen und in einem umgebauten Gebäude unter der Drottninggatan, der bekanntesten Einkaufsstraße Stockholms, entstehen.

Limehome hat im ersten Halbjahr 2026 nach eigenen Angaben neue Partnerschaften geschlossen und seine Expansion in mehreren europäischen Märkten fortgesetzt. Dazu gehören ein erstes Projekt mit Aroundtown in Frankfurt sowie weitere Vorhaben in Deutschland, Großbritannien, Italien, Belgien und den Niederlanden.