Sammelklage nach Hackerangriff: Marriott soll zur Rechenschaft gezogen werden

| Hotellerie Hotellerie

2018 verschafften sich unbekannte Hacker Zugriff zu den sensiblen Daten von über 500 Millionen Marriott-Kunden (Tageskarte berichtete). Jetzt soll die Hotelkette zur Rechenschaft gezogen werden und Schadensersatz zahlen. Der englische Unternehmer Martin Bryant zieht stellvertretend für Millionen Hotelgäste aus England und Wales vor den London High Court.

Bryant, der eine Kommunikationsagentur betreibt, wirft dem Hotelriesen vor, die Daten der Hotelgäste nicht ausreichend geschützt zu haben. Auf seinem Blog beschreibt er die Situation als „deprimierend und vertraut“ zugleich. Man sei machtlos, denn die Daten könnten am Ende für Identitätsdiebstahl und Betrug verwendet werden. 

Besonders kritisch sieht Bryant die aktuelle Gesetzgebung, denn Unternehmen wie Marriott hätten lediglich ein Bußgeld wegen des Datenschutzverstoßes zu befürchten. Das will er jedoch mit seinem Gang vor Gericht ändern. Wie die FAZ schreibt, wird Martin Bryant von der amerikanischen Kanzlei Hausfeld unterstützt. Laut Schadensersatzklage werfen sie dem Unternehmen vor, nicht alles Erforderliche zum Schutz der Gästedaten unternommen zu haben. 

Die Sammelklage könnte einer der Größten in der Geschichte Großbritanniens werden. Auch in den USA haben Hotelgäste bereits Klage gegen Marriott eingereicht.


Zurück

Vielleicht auch interessant

BWH Hotels Central Europe erweitert sein Portfolio in Wilhelmshaven. Das bisherige SleepBEEONE gehört künftig zur Sure Hotel Collection by Best Western und wird schrittweise modernisiert. Das Haus trägt zukünftig den Namen Wilhelmshaven Ahoi – Sure Hotel Collection by Best Western.

IHG Hotels und Resorts expandiert in Spanien durch den Bau von drei neuen Holiday Inn Express-Hotels. Das Projekt erfolgt in Kooperation mit Tikehau Capital und umfasst insgesamt 653 Zimmer.

Die Meininger Hotels verzeichneten im Geschäftsjahr 2026 ein stabiles Umsatzwachstum von über 200 Millionen Euro. Mit geplanten Neueröffnungen und Investitionen in die digitale Infrastruktur strebt das Unternehmen bis 2030 den Ausbau auf 50 Standorte an.

Das Seehotel Niedernberg – Das Dorf am See hat sein Wellnessangebot erweitert und das neue Miranu Spa samt dem Spa Bistro Aikoi in Betrieb genommen. Für die Realisierung wurden acht Zimmer in sechs Behandlungsräume umgewandelt.

IHG Hotels und Resorts kehrt mit der Marke Crowne Plaza auf den österreichischen Markt zurück. Die Fertigstellung und Eröffnung des Hauses ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Der Vermögensverwalter PGIM erwartet für Europas Hotelmärkte trotz geopolitischer Risiken weiteres Umsatzwachstum. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem eine stabile Inlandsnachfrage, hohe Auslastungen und ein begrenztes Angebot neuer Hotels.

Die Wiedereröffnung des Kölner Dom-Hotels verschiebt sich erneut. Nach Angaben des Eigentümers soll das traditionsreiche Luxushotel erst 2027 den Betrieb aufnehmen, wie der WDR berichtet.

Das Schweizer Bundesgericht hat der Stadt Zürich grünes Licht für eine strengere Regulierung von Kurzzeitvermietungen gegeben. Wohnungen, die kommerziell genutzt werden, zählen künftig nicht mehr zum Wohnanteil.

Accor und die GCH Hotel Group setzen ihre Expansionsstrategie in Deutschland fort und erweitern ihr gemeinsames Portfolio um drei weitere Hotelstandorte. Die neuen Projekte der Marken Greet und Handwritten Collection umfassen insgesamt rund 200 Zimmer.

Das Dorint Hotel Bonn hat eine umfassende Modernisierung abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben wurden rund zehn Millionen Euro in Zimmer, Apartments, öffentliche Bereiche und den Konferenzbereich investiert.