Sanierer bestätigen Betreiber für zahlreiche Revo-Hotels

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Die Insolvenz der Berliner Hotelgruppe Revo Hospitality bringt für zahlreiche Standorte neue Betreiber. Wie das Handelsblattberichtet, haben die in der Eigenverwaltung eingesetzten Geschäftsführer Gordon Geiser und Benedikt de Bruyn erstmals mehrere Unternehmen genannt, die Hotels aus dem Revo-Portfolio übernehmen sollen. Demnach zählen dazu Prism, Israel Canada Hotels (ICH), Leonardo Hotels, B&B Hotels und Motel One. Zudem gebe es einen weiteren Investor, dessen Name derzeit noch nicht veröffentlicht werde.

Internationale Hotelgruppen übernehmen Betriebe aus dem Revo-Portfolio

Nach Angaben des Handelsblatts umfasst die Insolvenz 175 Hotels und 138 Gesellschaften. Geiser und de Bruyn hätten nun erstmals den Stand mehrerer Transaktionen erläutert.

Dem Bericht zufolge soll der indische Hotelkonzern Prism den Betrieb von 20 bis 30 Hotels übernehmen. Die Häuser sollen künftig unter den Marken Sunday und Belvilla geführt werden. Prism sei bislang vor allem im deutschen Markt für Ferienwohnungen aktiv und betreibe weltweit nach eigenen Angaben rund 22.000 Hotels.

Für Leonardo Hotels seien Verträge über die Übernahme des Betriebs von 20 bis 30 weiteren Hotels geplant und überwiegend bereits unterzeichnet. Mit B&B Hotels stehe man kurz vor einer Vereinbarung über einen hohen einstelligen Bestand an Hotels. Zudem werde Motel One weitere Hotels aus dem Revo-Portfolio übernehmen. Darüber hinaus gebe es nach Angaben des Handelsblatts einen weiteren Investor, dessen Name von den Sanierern derzeit nicht genannt werde. Hintergrund seien mögliche kapitalmarktrechtliche Veröffentlichungspflichten (Ad-hoc-Pflichten) der beteiligten Investoren.

Frühere Berichte nannten bereits Brown Hotels als künftigen Betreiber

Bereits Ende Juni hatte das israelische Branchenportal Passport News über den geplanten Markteintritt von Brown Hotels berichtet. Nach den damals veröffentlichten Informationen sollte Brown Hotels neben dem Berliner Excelsior Hotel auch den Betrieb von fünf Hotels aus dem Bestand der Revo Hospitality Group übernehmen. Genannt wurden das H2 Hotel München Messe, das H4 Hotel München Messe, das H4 Hotel Hamburg Bergedorf, das H4 Hotel Leipzig sowie das Centro Park Hotel Berlin. Eine offizielle Bestätigung der Transaktion lag zu diesem Zeitpunkt nach Angaben des Branchenportals noch nicht vor. (Tageskarte berichtete)

Das Handelsblatt berichtet nun, dass Israel Canada Hotels im ersten Schritt den Betrieb von fünf bis sechs großen Hotels übernehmen werde. Als Kaufpreis für diese Transaktion nennt das Handelsblatt unter Berufung auf die Wirtschaftskanzlei FPS rund 15,8 Millionen Euro.

Wettbewerbsbehörden hatten Motel-One-Transaktion bereits veröffentlicht

Für Motel One waren bereits vor den aktuellen Angaben der Sanierer erste Details bekannt geworden. Eine Zusammenschlussanmeldung bei der österreichischen Bundeswettbewerbsbehörde, über die Tageskarte Ende Juni berichtet hatte, nannte Hotels in Baden-Baden, Bielefeld, Dresden, Erfurt, Leipzig, München und Münster als betroffene deutsche Standorte. Darüber hinaus wurden das H+ Hotel Salzburg, das H2 Hotel Wien Schönbrunn sowie jeweils ein Hotel in Krakau und Budapest aufgeführt.

Bereits zuvor hatte auch das Bundeskartellamt den geplanten Erwerb von zehn deutschen Hotelbetrieben der Revo Hospitality Group durch Motel One veröffentlicht, ohne die einzelnen Standorte zu benennen. Das Handelsblatt berichtet nun, dass Motel One weitere Hotels aus dem Revo-Portfolio übernehmen werde. Welche zusätzlichen Standorte betroffen sind, geht aus dem Bericht nicht hervor.

Investorenprozess erreicht weitere Etappe der Neuaufstellung

Nach früheren Angaben der Revo Hospitality Group hatten im Investorenprozess mehr als 100 Interessenten Unterlagen zu den angebotenen Hotelportfolios angefordert. Rund 20 Bieter reichten demnach verbindliche Angebote ein. Die vorgesehenen Transaktionen betreffen Hotels in mehreren europäischen Ländern.

Mit den nun veröffentlichten Angaben des Handelsblatts werden erstmals mehrere künftige Betreiber namentlich genannt. Gleichzeitig wird deutlich, dass der Investorenprozess noch nicht vollständig abgeschlossen ist: Mindestens ein weiterer Investor soll nach Angaben der Sanierer erst zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben werden.

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