Sara Kulturhus: Hotel in einem der höchsten Holzhochhäuser der Welt

| Hotellerie Hotellerie

Im schwedischen Skellefteå entsteht derzeit eines der höchsten Holzhochhäuser der Welt, das 20-geschossige Sara Kulturhus. Das neue Kulturzentrum, das Raum für ein Theater, ein Museum, eine Kunstgalerie, eine öffentliche Bibliothek, ein Konferenzzentrum und ein Hotel bietet, wird in diesem Jahr eröffnet. Das Hotel wird über 205 Zimmer verfügen, ein Konferenzzentrum, Restaurants, eine Skybar und einen Spa. 

Bei der Konzeption wurde darauf geachtet, die CO2-Emissionen bei Konstruktion und Betrieb des Gebäudes so gering wie möglich zu halten. So stammt das Holz im Wesentlichen aus den Wäldern der Region, durch Solarmodule und effiziente Energiesysteme wird die Klimabilanz zusätzlich verbessert.

Der Entwurf für das gebäude stammt vom international tätigen Büro White Arkitekter, die 2016 den internationalen Architekturwettbewerb für das neue Kulturzentrum gewonnen hatten. Der eingereichte Entwurf wurde in erster Linie durch die lange Holzbautradition inspiriert, auf die die knapp unterhalb des Polarkreises gelegene Stadt im Norden Schwedens zurückblickt. 

Mit dem Sara Kulturhus will White Arkitekter die Anwendungsmöglichkeiten von Holz als Baumaterial für komplexe Hochhäuser erweitern und Fortschritte im Bereich des nachhaltigen Bauens sichtbar machen. Die Programmvielfalt erforderte in Hinblick auf Spannweiten, Flexibilität, Akustik und die gesamte Statik innovative Lösungen im Massivholzbau. So wurden beispielsweise für das Hotel vorgefertigte Raummodule aus massivem Brettsperrholz zwischen zwei bestehenden Aufzugskernen übereinandergestapelt. Der niedrige Gebäudeteil wurde dagegen mit Stützen und Trägern aus Brettschichtholz und Kernen und Scherwänden aus Brettsperrholz errichtet. Dank innovativer Planung konnte auch beim Tragwerk ganz auf Beton verzichtet werden, wodurch sich die Bauzeit verkürzte und die CO2-Bilanz erheblich verbessert wird.

Ausstellung

Die Ausstellung "Ein Herz aus Holz" gibt vom 18. September bis zum 11. November 2021 im im Aedes Architekturforum in Berlin Einblicke in den innovativen Bauprozess, stellt aber auch die vielfältigen sozialen und kulturellen Nutzungsmöglichkeiten dieses Holzbaugiganten vor. Anhand von Zeichnungen, Modellen, Fotos und Filmen werden die Themen auf großformatigen Holzwänden präsentiert. Die Ausstellung und die von White Arkitekter gestaltete Installation vor dem Aedes Architekturforum bilden einen Ort der Begegnung.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Eine YouGov-Umfrage im Auftrag von a&o Hostels zeigt: Für viele Europäer bestimmen im Sommer 2026 vor allem Kosten und Unsicherheiten die Urlaubsplanung. Während jeder Elfte ganz auf eine Reise verzichtet, gewinnen Kurztrips innerhalb Europas an Bedeutung.

Aus einem ehemaligen H-Plus-Hotel entstand innerhalb von sechs Monaten das Moxy Zurich. Marco Meier von der SV Hotel beschreibt in einem Video-Gespräch, wie der Betreiberwechsel, der Umbau und die Neupositionierung des Hauses umgesetzt wurden.

Die Numa Group übernimmt den Anbieter Lisbon Serviced Apartments und erweitert damit das Portfolio in Lissabon um 19 Objekte. Die Integration in die eigene Technologieplattform soll nun die betriebliche Effizienz der Unterkünfte steigern.

Relais & Châteaux erweitert das eigene Portfolio um zehn neue Mitglieder. Die Neuzugänge erstrecken sich über mehrere Kontinente und umfassen Standorte in Frankreich, England, Italien, der Schweiz, Portugal, Japan, Mexiko sowie den Vereinigten Staaten.

Die Hotelgruppe Meininger Hotels erweitert ihr Portfolio um einen ersten Standort in Schottland. Am 5. August eröffnet das Unternehmen das Meininger Hotel Edinburgh Haymarket. Das Haus im West End ist das 38. Hotel im Portfolio.

Drei Hotellerie-Manager​​​​​​​ haben die neue Hotelmarke LikeStay gegründet. Hinter dem Konzept stehen Max Luscher, Constantin Rehberg und Andreas Brennfleck. Das erste Hotel soll das bisherige Batschari Palais in Baden-Baden werden, das künftig unter dem Namen LikeStay Premium Baden-Baden betrieben werden soll.

Die nordrhein-westfälischen Tourismusregionen sind für die Sommerferien nach eigenen Angaben gut gebucht - für Kurzentschlossene gibt es aber noch genügend freie Betten. Vor allem Ferienwohnungen und Ferienhäuser sowie Bauernhof-Urlaube sind gefragt.

Das Sofitel Frankfurt Opera nutzt seine exklusive Dachterrasse für ein temporäres Gastronomiekonzept. An vier Terminen im August bietet das Hotel einen Barbetrieb für externe Besucher an.

Anzeige

Warum Gästedaten so wertvoll sind und wie sie am sinnvollsten gemanagt werden, um für KI-Anbindung und Automatisierung möglichst großen Nutzen zu stiften, erklärt dailypoint-Geschäftsführer Dr. Michael Toedt in der 8. Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“.

Die Radisson Hotel Group baut ihre internationale Präsenz im ersten Halbjahr 2026 durch zahlreiche Neueröffnungen und Vertragsabschlüsse in verschiedenen Marktsegmenten deutlich aus.