Scandic übernimmt Hotel in Berlin

| Hotellerie Hotellerie

Scandic expandiert in Deutschland und übernimmt ein leerstehendes Hotel mit 214 Zimmern im westlichen Zentrum Berlins. Scandic sagt in einem Pressetext nicht, um welche Herberge es sich handelt. Ein Hotel das in Kudamm-Nähe mit der genannten Zimmeranzahl leersteht, ist das ehemalige Abba-Hotel. Die Herberge war im Dezember 2024 wegen Insolvenz geschlossen worden (Tageskarte berichtete).

Grundlage für die Übernahme ist ein Mietvertrag mit AXA Investment Managers, den das Unternehmen bereits unterzeichnet hat. Das Hotel wird umfassend renoviert und sowohl hinsichtlich der Hardware als auch der Angebote an die Marke sowie die Betriebsstandards von Scandic angepasst. Nach der Eröffnung wird Scandic dann insgesamt drei Hotels mit 992 Zimmern in Berlin betreiben.

Der Berliner Hotelmarkt gehört zu den größten und dynamischsten in Europa und ist sowohl auf Die Mietvereinbarung mit AXA Investment Managers ist bereits die zweite: Die erste wurde im Herbst 2024 für ein Hotel in der Stuttgarter Innenstadt unterzeichnet.

„Berlin ist ein wichtiger Markt für Scandic, in dem wir bereits zwei zentral gelegene Hotels betreiben, die sowohl Freizeit- als auch Geschäftsreisende anziehen. Die Rolle der Stadt als Gastgeber für große Messen, Konferenzen und kulturelle Events sorgt für eine ganzjährige Nachfrage nach Unterkünften. Durch die Erweiterung unserer Zusammenarbeit mit AXA Investment Managers schaffen wir beste Voraussetzungen für weiteres Wachstum auf dem deutschen Markt“, sagt Jens Mathiesen, President & CEO der Scandic Hotels Group.

Das Hotel befindet sich in der Nähe des Kurfürstendamms, Berlins berühmtester Einkaufsstraße. Zudem liegt es in unmittelbarer Nähe zu zahlreichen Bürokomplexen, in denen eine Vielzahl an internationalen Unternehmen ansässig sind. Nach der Renovierung bietet das neue Scandic Hotel moderne Tagungseinrichtungen, ein Restaurant- und Barangebot sowie einen Fitnessbereich mit Sauna.  

„Dies entspricht Scandics Expansionsstrategie und unserem Ziel, Wachstumschancen in attraktiven Kernmärkten zu nutzen. Unser Anspruch ist es, eines der beliebtesten Hotels in West-Berlin für Freizeit- und Geschäftsreisende zu werden. Zudem geht es um den Aufbau langfristiger und erfolgreicher Partnerschaften – daher freut es uns besonders, unsere Zusammenarbeit mit AXA Investment Managers weiter auszubauen“, so Jesper Engman, Senior Vice President Portfolio Development.

Die Hoteleröffnung ist für das dritte Quartal 2026 geplant. Während der Renovierungsphase werden umfassende technische und nachhaltigkeitsbezogene Investitionen in die Immobilie fließen. Nach der Übernahme wird der Hotelbetrieb mit dem offiziellen Umweltzeichen der nordischen Länder, dem Nordic Swan Ecolabel, zertifiziert. Das neue Hotel wird unter der Marke Scandic geführt, womit Scandic in Deutschland künftig insgesamt neun Hotels mit 2.849 Zimmern betreiben wird.

Zurück

Vielleicht auch interessant

BWH Hotels Central Europe erweitert sein Portfolio in Wilhelmshaven. Das bisherige SleepBEEONE gehört künftig zur Sure Hotel Collection by Best Western und wird schrittweise modernisiert. Das Haus trägt zukünftig den Namen Wilhelmshaven Ahoi – Sure Hotel Collection by Best Western.

IHG Hotels und Resorts expandiert in Spanien durch den Bau von drei neuen Holiday Inn Express-Hotels. Das Projekt erfolgt in Kooperation mit Tikehau Capital und umfasst insgesamt 653 Zimmer.

Die Meininger Hotels verzeichneten im Geschäftsjahr 2026 ein stabiles Umsatzwachstum von über 200 Millionen Euro. Mit geplanten Neueröffnungen und Investitionen in die digitale Infrastruktur strebt das Unternehmen bis 2030 den Ausbau auf 50 Standorte an.

Das Seehotel Niedernberg – Das Dorf am See hat sein Wellnessangebot erweitert und das neue Miranu Spa samt dem Spa Bistro Aikoi in Betrieb genommen. Für die Realisierung wurden acht Zimmer in sechs Behandlungsräume umgewandelt.

IHG Hotels und Resorts kehrt mit der Marke Crowne Plaza auf den österreichischen Markt zurück. Die Fertigstellung und Eröffnung des Hauses ist für das dritte Quartal 2026 geplant.

Der Vermögensverwalter PGIM erwartet für Europas Hotelmärkte trotz geopolitischer Risiken weiteres Umsatzwachstum. Als Gründe nennt das Unternehmen unter anderem eine stabile Inlandsnachfrage, hohe Auslastungen und ein begrenztes Angebot neuer Hotels.

Die Wiedereröffnung des Kölner Dom-Hotels verschiebt sich erneut. Nach Angaben des Eigentümers soll das traditionsreiche Luxushotel erst 2027 den Betrieb aufnehmen, wie der WDR berichtet.

Das Schweizer Bundesgericht hat der Stadt Zürich grünes Licht für eine strengere Regulierung von Kurzzeitvermietungen gegeben. Wohnungen, die kommerziell genutzt werden, zählen künftig nicht mehr zum Wohnanteil.

Accor und die GCH Hotel Group setzen ihre Expansionsstrategie in Deutschland fort und erweitern ihr gemeinsames Portfolio um drei weitere Hotelstandorte. Die neuen Projekte der Marken Greet und Handwritten Collection umfassen insgesamt rund 200 Zimmer.

Das Dorint Hotel Bonn hat eine umfassende Modernisierung abgeschlossen. Nach Unternehmensangaben wurden rund zehn Millionen Euro in Zimmer, Apartments, öffentliche Bereiche und den Konferenzbereich investiert.