"Scheißegal": Olaf Kerssen kritisiert Bundesregierung

| Hotellerie Hotellerie

Olaf Kerssen führt nicht nur das Ringhotel Teutoburger Wald, er ist auch zugleich der Bruder von Bundesbildungsministerin Anja Karliczek (CDU), die in dem Familienbetrieb einst ihre Ausbildung zur Hotelfachfrau absolvierte. In der Wirtschaftswoche kritisierte der Hotelier nun massiv die Politik der Bundesregierung: Sie retten die Banken, sie retten die Versicherungen, sie retten die Autoindustrie. Der Tourismus sei ihnen jedoch scheißegal, so Kerssen.

Seine Schwester halte er zu großen Teilen da raus, da er sie damit diskreditiere, wie Kerssen der Wirtschaftswoche erklärte. Auf der anderen Seite habe er aber auch ein persönliches Interesse zu vertreten und müsse sich um seine Mitarbeiter kümmern.

Auch Kerrsen hatte laut eigenen Angaben Soforthilfe erhalten. Die 25.000 Euro seien jedoch schon lange verbraucht. Dem gegenüber stehe ein Schaden von rund einer halben Million Euro. Ein Schaden, der von Amts wegen erfolgt sei, so der Hotelier. Das Hilfspaket der Regierung helfe dabei wenig. Vor allem die befristete Reduzierung der Mehrwertsteuer auf Speisen mache keinen Sinn, so der Hotelier. Stattdessen solle die Absenkung mindestens für zehn Jahre gelten.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.