Schlierseer Hof: Jetzt sollen die Bürger entscheiden

| Hotellerie Hotellerie

Im bayerischen Schliersee plant die Familie De Alwis, den in die Jahre gekommenen Schlierseer Hof abzureißen und durch einen fünfgeschossigen Neubau zu ersetzen (Tageskarte berichtete). Ob das neue Fünf-Sterne-Luxushotel wirklich gebaut werden darf, entscheiden am 5. Mai die Bürger.

Laut einem Bericht von „BR24“ wurde der Beschluss für einen Bürgerentscheid einstimmig im Gemeinderat getroffen. Die Bürgerinitiative „Schlierseer Hof“ sammelte für das Bürgerbegehren insgesamt 1.300 Stimmen – doppelt so viele wie eigentlich notwendig. Das Motto der Initiative lautet: „Schliersees Schönheit bewahren – kein Megahotel am See.“

Die Hotelier-Familie De Alwis plant, den veralteten „Schlierseer Hof“ abzureißen und durch einen Neubau mit 116 Zimmern zu ersetzen. Dafür wollen sie insgesamt etwa 55 Millionen Euro investieren, berichtet „BR24“. Laut Marcel De Alwis würde der Neubau 110 Arbeitsplätze schaffen. Die Eröffnung ist spätestens in fünf Jahren geplant.

Ob es dazu kommt, ist noch unklar. Kritiker des Projekts befürchten, dass der rund 90 Meter lange und knapp 24 Meter hohe Neubau zu wuchtig sei und das Ortsbild stören würde. Stattdessen befürworten sie eine umfassende Renovierung, einen Umbau oder einen maßvollen Neubau, wie Alexander von Schoeler, Pressesprecher der Bürgerinitiative, gegenüber „BR24“ mitteilte. Die Gemeinde Schliersee hatte allerdings schon im vergangenen Sommer grünes Licht für die Neubaupläne gegeben.

Marcel De Alwis betonte laut dem Bericht, dass eine weitere Reduzierung der Zimmerzahl nicht rentabel sei und eine Finanzierung unmöglich mache. Sollten die Bürger gegen den Neubau stimmen, sieht er keine Zukunft für den Betrieb des Hotels.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Google startet Hotelbuchungen direkt im KI-Modus seiner Suche. Zum Start in den USA sind unter anderem Booking.com, Expedia, Hilton, IHG und Marriott eingebunden. Nutzer können Hotels im KI-Modus auswählen und die Buchung über Google Pay abschließen. Inzwischen sind auch weitere Einzelheiten zu Ranking, Werbung, Datenweitergabe und technischer Anbindung bekannt.

Thüringens Übernachtungszahlen sind im ersten Halbjahr 2026 nahezu stabil geblieben. Während Hotels mehr Übernachtungen verzeichneten, gingen die Zahlen bei Gasthöfen, Pensionen und Campingplätzen zurück.

Berlin hat im ersten Halbjahr 2026 insgesamt 13,6 Millionen Übernachtungen verzeichnet. Das waren 2,7 Prozent weniger als im Vorjahreszeitraum, während die Zahl der Gäste aus Deutschland um 1,8 Prozent stieg.

Rund 2,5 Millionen Gäste und 6,3 Millionen Übernachtungen hat Brandenburg im ersten Halbjahr 2026 registriert. Landesweit gingen die Zahlen leicht zurück, während einzelne Reiseregionen und Städte Zuwächse verzeichneten.

Das Althoff Seehotel Überfahrt hat seinen Wellnessbereich neugestaltet und den "4 elements spa by Althoff" in Betrieb genommen. Seit Anfang August empfängt die Einrichtung Gäste mit einer neuen Raumgestaltung und erweiterten Angeboten.

Wyndham Hotels & Resorts hat das erste Hotel seiner Kernmarke in Frankfurt am Main eröffnet und erweitert damit das Angebot im gehobenen Segment um 146 Zimmer. Im Zuge des Rebrandings zu Wyndham wird nun umfassend renoviert.

Aus dem traditionsreichen Hotel Schwanen in Freudenstadt ist ein neues Hospitality-Angebot geworden. Heute teilen sich das Moe by Limehome mit 21 Zimmern und Suiten und das Restaurant Wilma Wunder die Adresse. Hinter dem Umbau steht Investor Orhan Tiryaki

Die Lopesan-Gruppe erhält von der Regierung der Kanarischen Inseln 300 Millionen Euro Entschädigung. Die Hotelgruppe ist auch in Deutschland vertreten und führt hier über IFA by Lopesan Hotels vier Häuser.

IHG Hotels & Resorts übernimmt in Kooperation mit GCP Hospitality ein Portfolio von 14 Hotels in Kyoto. Diese sollen innerhalb der kommenden zwölf Monate schrittweise unter den Marken Garner und Holiday Inn Express neu positioniert werden.

Der erhoffte Aufwärtstrend im Thüringer Tourismus ist in der ersten Jahreshälfte ausgeblieben. Ferienheime, aber auch Campingplätze und Jugendherbergen verbuchten weniger Übernachtungen.