Schweizerhof Lenzerheide warnt 10.000 Gäste vor betrügerischen Nachrichten

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Das Hotel Schweizerhof in Lenzerheide warnt rund 10.000 Adressaten vor betrügerischen WhatsApp-Nachrichten. Hotelinhaber Andreas Züllig sagte dem „SonntagsBlick“, dass Reservierungssysteme, die das Viersternehaus nutze, gehackt worden seien. Gegenüber der Nachrichtenagentur Keystone-SDA bestätigte er den Vorfall.

Züllig, der langjährige Präsident von HotellerieSuisse, erklärte, Betrüger versuchten, über WhatsApp an persönliche Daten und Kreditkartennummern von Hotelgästen zu gelangen. Als Lockmittel diene ein angebliches Guthaben von 250 Franken.

Betrüger verlangen persönliche Daten und Kreditkartennummern von Hotelgästen

Die Sicherheitswarnung des Hotels ging nach dem Bericht des „SonntagsBlick“ am Donnerstag an rund 10.000 Adressaten. Darin rät der Schweizerhof den Empfängern, nicht auf entsprechende WhatsApp-Nachrichten zu antworten und keine darin enthaltenen Links anzuklicken.

Welche Daten bei dem Vorfall abgeflossen seien, ist bislang nicht bekannt. Züllig sagte dem „SonntagsBlick“: „Es ist schwierig, das Leck zu orten, da bei einer Reservation verschiedene Drittsysteme involviert sind.“

Die Angreifer hätten kein Geld vom Hotel erpresst. „Sie wollten lediglich an die Kreditkarten- und persönlichen Daten der Kundschaft gelangen“, erklärte Züllig. Wer hinter dem Betrugsversuch stehe, sei nicht geklärt. „Sicher ist aber, dass der Absender aus dem Ausland kommt“, sagte der Hotelinhaber.

Schweizerhof ließ Buchungsprogramme bereits im Frühjahr auf Schwachstellen testen

Das Hotel habe seine Buchungsprogramme bereits im Frühjahr auf Schwachstellen testen lassen und in Verbesserungen investiert. Nach dem Vorfall würden die Verantwortlichen die Maßnahmen nochmals verstärken. „Trotzdem gibt es keine hundertprozentige Garantie, dass Daten nicht gehackt werden“, sagte Züllig dem „SonntagsBlick“.

Vergleichbarer Sicherheitsvorfall beschäftigt seit August auch Hotels in Österreich

Ein vergleichbarer Fall beschäftigt seit August die österreichische Hotellerie. Der Wiener eTourismus-Anbieter Seekda hatte am 11. August 2026 einen Sicherheitsvorfall in seinen Systemen festgestellt. Nach Angaben des Unternehmens waren einzelne Unterkünfte betroffen, nicht jedoch alle Unterkünfte, die die Seekda-Plattform nutzen. (Tageskarte berichtete)

Der ORF berichtete in diesem Zusammenhang über betrügerische E-Mails und WhatsApp-Nachrichten an Hotelgäste. Darin seien Gäste aufgefordert worden, Kreditkartendaten bekanntzugeben oder Anzahlungen erneut zu leisten. Seekda machte öffentlich keine pauschalen Angaben dazu, ob personenbezogene Daten oder Reservierungsdaten betroffen waren.

Im Fall des Schweizerhofs ist ebenfalls bislang nicht bekannt, welche Daten abgeflossen sind. Züllig sagte dem „SonntagsBlick“, die ihm bekannten betrügerischen WhatsApp-Nachrichten aus anderen Hotels seien identisch: „Das lässt auf die gleiche Täterschaft schliessen.“

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

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