Siel59: Aus ehemaligem Fährhaus wird Restaurant wird Hotel

| Hotellerie Hotellerie

Am 18. April 2019 ging das ehemalige Fährhaus Schlüttsiel zunächst als Restaurant mit klassisch norddeutscher Küche an den Start (Tageskarte berichtete). Jetzt hat der neue Besitzer Carsten Hansen wie geplant auch sein neues Hotel Siel59 eröffnet.

„Es sind jetzt schon fast drei Wochen her seit der Eröffnung unseres Hotels und knapp zwei Monate seit dem Start unseres Restaurants und ich kann sagen, es war eine gute Entscheidung, dem ehemaligen Fährhaus neues Leben einzuhauchen. Unser Siel59 kommt sehr gut an“, freut sich Carsten Hansen, der mit 26 Jahren seinen Traum, eines Tages ein eigenes Hotel-Restaurant zu besitzen, verwirklichen konnte. Das Konzept für sein Hotel-Restaurant Siel59, das in Zusammenarbeit mit der Unternehmensberatung Cordes und Rieger aus Kiel sowie den Innenarchitekten Lübs und Brendel aus Flensburg entstand, ist natürlich vom Meer inspiriert.

„Bei der Gestaltung des Innenlebens wollten wir nicht vom atemberaubenden Ausblick ablenken und entschieden uns für ein schlichtes und zurückhaltendes Design sowie einer Farbwahl, die vom Wattenmeer inspiriert ist und von einem Bild der lokalen Landschafts- und Meeresmalerin Martina Reinig-Kirchhoff, das sie vor dem Betrieb des Siel59 dort malte“, so Innenarchitektin Wiebke Brendel.

Das neue Hotel Siel59 besteht aus insgesamt elf Einzel- und Doppelzimmern mit bis zu 20 Quadratmetern und folgt dem Gestaltungsansatz „Schlafen unter Deck“, da die Zimmer unterhalb des Festsaales und des Restaurants direkt am Deich liegen. Sie erinnern im weitesten Sinne an „Matrosenbuden“, denn hier gibt es Spinde statt Kleiderschränke, eine Holzverbretterung als Betthaupt, Taue, an denen die Schreibtischplatten angehängt sind und eine Wellentapete.

Das Hotel-Restaurant ist mit Nachhaltigkeit eng verknüpft: zum Beispiel wurden die Polsterstoffe der Stühle aus 100 Prozent recycelten Plastikstoffen hergestellt. Der verlegte Teppich im Hotelflur ist ebenfalls mit einem hohen Recycling-Anteil versehen, zum Teil aus gebrauchten Fischernetzen gewonnen. Dieser wurde als Farbverlauf gestaltet, um an den Wechsel von „Ebbe und Flut“ zu erinnern. Deko-Elemente aus Treibholz, Tauen, Federn, Schaffellen und Fundstücken aus der direkten Umgebung findet man in fast jeder Ecke des Hotel-Restaurants. Siel59 setzt zudem mit einer Zero Waste-Küche im Restaurant auf den Schutz des Ökosystems Meer. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Maritim Hotelgruppe steigert ihren weltweiten Umsatz auf 468,4 Millionen Euro, verzeichnet jedoch aufgrund massiver Investitionen in die Digitalisierung und gestiegener Tarifkosten einen Rückgang beim Betriebsergebnis. Trotz eines schwierigen Marktumfeldes setzt das Familienunternehmen auf nachhaltiges Wachstum und technologische Modernisierung.

Das Oberlandesgericht Frankfurt hat eine grundlegende Entscheidung zur Rechtsverbindlichkeit von Hotelreservierungen getroffen. Die Anfrage nach freien Zimmerkapazitäten ohne Kenntnis der konkreten Preise stellt kein rechtsverbindliches Angebot zum Abschluss eines Beherbergungsvertrages dar. Die Schadensersatzforderungen eines Hotelbetriebs in Höhe von über 10.000 Euro wurden abgewiesen.

Ein ehemaliges Bürogebäude am Checkpoint Charlie wird für 40 Millionen Euro zum größten Hostel Europas umgebaut. Hinter dem Projekt steht die 500-Millionen-Euro-Wachstumsstrategie der a&o-Eigentümer.

Auf der ITB Berlin 2026 präsentieren die Plaza Hotelgroup und Neura Robotics den humanoiden Roboter 4NE1. Die Kooperation soll zeigen, wie autonome Systeme künftig das Hotelpersonal an der Rezeption und im Service unterstützen können, um dem Fachkräftemangel in der Branche zu begegnen.

Sachsen-Anhalt zieht Bilanz: Trotz eines leichten Rückgangs bei den Übernachtungen präsentieren sich die Gästezahlen 2025 stabil. Während der Harz seine Spitzenposition verteidigt, setzen neue Großprojekte wie die Eröffnung des Stiftsbergs in Quedlinburg Impulse für das Reisejahr 2026.

Der Bundesgerichtshof hebt ein Urteil im Streit zwischen dem Hotel Wikingerhof und Booking.com auf. Beanstandet werden unter anderem Rabattdarstellung, Umgang mit Gästedaten und Provisionsmodelle.

Die Budgetkette a&o kauft ein 31.000 Quadratmeter großes Bürogebäude nahe dem Berliner Checkpoint Charlie. Bis 2027 entsteht dort für 40 Millionen Euro das größte Hostel Europas mit 2.500 Betten.

Die britische Wettbewerbsbehörde CMA ermittelt gegen die Hotelriesen Hilton, Marriott und IHG. Im Fokus steht der Verdacht auf Datenaustausch über die Analyseplattform STR von CoStar. Alle vier Unternehmen werden derzeit untersucht.

Ab Sommer 2026 erhebt Stuttgart eine Übernachtungssteuer von drei Euro pro Gast. Die Stadt erwartet dadurch jährliche Einnahmen von zehn Millionen Euro und setzt auf eine rein digitale Abwicklung für Hotels und Privatvermieter. Die Hotelbranche kritisiert die zusätzliche Kostenlast.

Starwood Hotels setzt unter der Leitung von Raul Leal auf ein kontrolliertes Wachstum. Mit Fokus auf Luxus, Nachhaltigkeit und die Integration von Wohnresidenzen plant die Gruppe bis 2028 zahlreiche internationale Neueröffnungen, ohne dabei die wirtschaftliche Rentabilität aus den Augen zu verlieren.