Sulden: Hotel Die Post am Ortler nach Großumbau neu eröffnet

| Hotellerie Hotellerie

Nach einer zweijährigen Planungsphase und einer einjährigen Bauzeit hat das Hotel Die Post am Ortler in Sulden seinen Betrieb wieder aufgenommen. Das Vier-Sterne-Superior-Haus wurde rechtzeitig zur Wintersaison Ende Dezember fertiggestellt. Die Umbaumaßnahmen umfassten nahezu alle Kernbereiche des Gebäudes, von der Rezeption über die Gastronomieflächen bis hin zu den Wohneinheiten und dem Wellnessbereich.

Neugestaltung und Kapazitätserweiterung

Das Hotel verfügt nun über insgesamt 73 Zimmer und Suiten, wobei im Zuge der Modernisierung 20 Luxussuiten neu geschaffen wurden. Bei der Architektur setzten die Verantwortlichen auf eine Kombination aus regionalem Naturstein, Holzstrukturen und großzügigen Glasflächen, um die Verbindung zur Umgebung des Nationalparks Stilfserjoch zu betonen. Ein zentrales Merkmal der neuen Wohneinheiten ist die Ausrichtung auf den Ortler, den mit 3.905 Metern höchsten Berg Südtirols. Einige Einheiten sind zudem mit privaten Saunen oder Whirlpools auf den Balkonen ausgestattet.

Die Inhaberfamilie verfolgte mit dem Umbau das Ziel, Bewährtes mit neuen Standards zu verknüpfen. „Da war die kühne Vorstellung, die in unseren Köpfen Gestalt annahm und uns nicht mehr losließ. Mit Mut, harter Arbeit und Enthusiasmus haben wir unser Hotel neu erfunden“, erklärt Hotelier Andreas Wallnöfer. Seine Frau Verena Wallnöfer ergänzt: „Mit dem Umbau wollen wir einen Ort schaffen, wo Luxus auf Leichtigkeit trifft und Innovation auf Tradition. Wir haben das Gute bewahrt und das Bestehende zum Besseren verändert.“

Erweiterung des Wellness- und Familienangebots

Ein Schwerpunkt der Investitionen lag auf dem sogenannten Ortles Spa³, der nun eine Gesamtfläche von 4.200 Quadratmetern umfasst. Das Areal beinhaltet sechs Saunen sowie verschiedene Ruhezonen. Die Poollandschaft erstreckt sich über einen Innen- und Außenbereich und wird durch einen neu angelegten Panoramagarten ergänzt, in dem sich ein Naturbadeteich befindet.

Um den unterschiedlichen Bedürfnissen der Gäste gerecht zu werden, wurde die Anlage in verschiedene Zonen unterteilt. Während ein Bereich ausschließlich Erwachsenen vorbehalten ist, bietet ein separater Familien-Spa Raum für Kinder, unter anderem mit einer Breitwasserrutsche. Ergänzt wird das Angebot durch einen betreuten Kinderclub und einen Spielraum für Jugendliche.

Kulinarik und Standortfaktoren in Sulden

Das gastronomische Konzept des Hauses basiert auf einer sogenannten Verwöhnpension. Diese umfasst neben einem Frühstück mit regionalen Produkten ein Mittagsbuffet sowie ein Abendmenü mit fünf bis sieben Gängen. Das Hotel nutzt hierfür neu gestaltete Restaurantflächen sowie eine Panoramaterrasse und eine Bibliothek.

Der Standort Sulden im Nationalpark Stilfserjoch zeichnet sich durch eine besondere Höhenlage zwischen 1.900 und 3.250 Metern aus. Dies garantiert eine Schneesicherheit, die den Skibetrieb im 44 Pistenkilometer umfassenden Skigebiet oft bis Anfang Mai ermöglicht. Das Bergdorf mit seinen etwa 380 Einwohnern ist zudem als Standort eines der Messner Mountain Museen bekannt.


 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die MHP Hotel AG plant die Eröffnung eines neuen Hotels der Autograph Collection in Düsseldorf. Das neue Hotel soll bis zum Jahr 2029 in einem historischen Gebäudeensemble an der Kasernenstraße nahe der Königsallee realisiert werden.

Ein Jahr nach dem Markteintritt in der Schweiz zieht das Mama Shelter Zurich eine erste Bilanz. Gefeiert wird das Jubiläum veranstaltet am 1. August mit einem Brunch und einer Abendveranstaltung auf der Dachterrasse.

Swissôtel hat den Modedesigner Peet Dullaert als ersten Preisträger des New Crafts Awards bekannt gegeben. Die neue Auszeichnung entsteht aus einer Partnerschaft zwischen Accor und der Fédération de la Haute Couture et de la Mode.

Im Investorenprozess der insolventen Revo Hospitality Group nennen die Sanierer erstmals mehrere Unternehmen, die Hotels aus dem Portfolio übernehmen sollen. Neben bereits bekannten Transaktionen werden unter anderem Prism, Israel Canada Hotels, Leonardo Hotels und B&B Hotels genannt. Ein weiterer Investor bleibt vorerst ungenannt.

Accor plant einen deutlichen Ausbau seines Hotelgeschäfts in China. Der Konzern will die Zahl seiner Häuser in den kommenden fünf bis sechs Jahren auf 1.600 erhöhen und setzt dabei auf neue Luxusprojekte sowie den Ausbau bestehender Partnerschaften.

Der deutsche Hotelinvestmentmarkt hat im ersten Halbjahr 2026 nach Angaben von Colliers ein Transaktionsvolumen von rund 625 Millionen Euro erreicht. Investoren richten ihren Blick dabei zunehmend auf die Qualität der Betreiber und die Ausgestaltung der Vertragsstrukturen.

Townscape hat die Baugenehmigung für ein Serviced-Apartment-Projekt in Berlin-Kreuzberg erhalten. Die numa group steht bereits als Mieter fest. Geplant sind 114 Serviced Apartments sowie Gewerbe- und Co-Working-Flächen. Die Fertigstellung ist für das dritte Quartal 2027 vorgesehen.

Die geplante Übernahme der britisch-niederländischen Hotelgruppe PPHE Hotel Group durch die israelische Fattal Hotel Group ist gescheitert. Grund ist der Widerstand des größten PPHE-Aktionärs Euro Plaza Holdings. Das teilte PPHE im Rahmen seines laufenden strategischen Prüfprozesses mit.

Die Hotelmarke Ruby expandiert mit der Eröffnung des Ruby Frida nach Stockholm. Das neue Haus im Stadtteil Kungsholmen setzt auf ein von den 1960er Jahren inspiriertes Designkonzept.

Deutschlands Beherbergungsbetriebe haben im Mai 2026 insgesamt 49,2 Millionen Übernachtungen verbucht. Der Zuwachs von 3,8 Prozent wurde von Gästen aus dem Inland getragen, während die Auslandsnachfrage leicht zurückging.