The Chocolate on the Pillow Group übernimmt Holiday Inn Express Kassel

| Hotellerie Hotellerie

Die The Chocolate on the Pillow Group (COTP) hat einen Miet- und Franchisevertrag für das im Bau befindliche Holiday Inn Express Kassel unterzeichnet. Damit sichert sich das Unternehmen eigenen Angaben zufolge das dritte Hotel aus der Insolvenz der Revo Hospitality Group.

Das Unternehmen übernehme das Objekt gemeinsam mit dem Eigentümer, der Volksbank Kassel Göttingen eG, und begleite dessen Fertigstellung von der Innenausbauplanung bis zur Inbetriebnahme. Das Gebäude entsteht in der Kurfürstenstraße in unmittelbarer Nähe zum Kasseler Hauptbahnhof.

Nach Unternehmensangaben werde das Haus über 176 Zimmer, darunter 44 Longstay-Suiten, sowie vier Konferenzräume verfügen. Neben dem Hotelbetrieb integriere das Objekt eigene Seminar- und Veranstaltungsflächen der Bank, welche das Gebäude langfristig im Eigenbestand halten werde.

Strategische Positionierung

Mit der Übernahme verfolge die Gruppe das Ziel, das nach eigener Einschätzung führende Hotel am Platz zu werden, da Kassel bislang kaum von großen internationalen Hotelmarken durchdrungen sei. Kassel fungiere als wirtschaftliches Zentrum Nordhessens, unter anderem mit einem der größten Volkswagen-Werke Europas, dem Unternehmen SMA Solar Technology sowie einem Rüstungscluster rund um KNDS und Rheinmetall.

Die Eröffnung des Hotels ist für März 2027 geplant. Dies geschehe rechtzeitig vor der Documenta 16, die vom 12. Juni bis zum 19. September 2027 stattfinde und laut der Unternehmensmitteilung alle fünf Jahre für einen enormen Nachfrageschub in der Stadt sorge.

Ausweitung des Portfolios

Wie Erik Florvaag, CEO und Managing Partner der Gruppe, mitteilt, komme das Unternehmen durch die Übernahme auf über 6.000 Zimmer in 34 Hotels. Allein im vergangenen Jahr habe die Gruppe acht Hotels im laufenden Betrieb übernommen, während sich vier weitere derzeit im Bau befänden.

Das Projekt in Kassel ist das dritte Haus, das COTP aus einer Insolvenzsituation in das Portfolio integriert, nach Objekten in Hamburg und Augsburg. Zudem vertiefe das Unternehmen mit dem neuen Standort die strategische Partnerschaft mit IHG Hotels & Resorts als Franchise- und Wachstumspartner.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

1912 Hotels übernimmt den Betrieb des Hotel Steffisalp in Warth am Arlberg und kündigt Investitionen sowie eine Neupositionierung an. Die Wiedereröffnung des Hauses mit 56 Zimmern und Suiten ist für Dezember 2026 geplant.

Novum Hospitality weist gegenüber Tageskarte die Behauptung zurück, personelle Maßnahmen hätten der Verhinderung einer Betriebsratsgründung gedient. Zuvor hatte Tageskarte über einen SWR-Bericht zu Kündigungen in zwei Mainzer Hotels berichtet.

Das The Ritz-Carlton, Berlin hat auf der dritten Etage einen saisonalen Hochgarten eröffnet. Die Sommerbar öffnet wetterabhängig montags und kann an den übrigen Tagen für Veranstaltungen mit bis zu 40 Personen gebucht werden.

Der Wert des investmentrelevanten deutschen Hotelmarktes ist 2025 nach Berechnungen von bulwiengesa und Union Investment auf 66,1 Milliarden Euro gestiegen. Neue Hotelzimmer trugen den größten Teil zum Zuwachs bei, während Bestandswerte nur leicht zulegten.

Das Bristol Berlin bekommt nach umfassender Modernisierung eine neue Markenheimat. Das Traditionshotel am Kurfürstendamm wird als erstes Haus in Deutschland Teil der Vignette Collection von IHG Hotels & Resorts. Eigentümer Aroundtown will die letzten Arbeiten bis Ende 2026 abschließen.

Künstliche Intelligenz soll nach Einschätzung von Accenture künftig einen größeren Teil der Reiseplanung übernehmen. Während viele Verbraucher einem KI-Agenten bereits die Zusammenstellung einer kompletten Reise anvertrauen würden, wollen sie die Auswahl des Hotels häufig weiterhin selbst treffen.

Die irische Hotelmarke The Dean expandiert weiter auf dem deutschen Markt und eröffnet ein neues Haus im Münchner Westend. Das Hotel kombiniert ein vom bayerischen Jugendstil inspiriertes Design mit einem modernen japanischen Gastronomiekonzept.

Das Kölner Hopper Hotel St. Josef wurde neugestaltet, die Zimmer und öffentlichen Bereiche erhielten ein neues Designkonzept. Das Projekt verbindet den Erhalt historischer Bausubstanz mit nachhaltigen Materialien und moderner Ausstattung.

Nach einem Bericht des SWR haben zwei Mainzer Hotels sämtlichen Beschäftigten gekündigt. Die Gewerkschaft NGG vermutet einen Zusammenhang mit einer geplanten Betriebsratsgründung, während die Hotelgruppe von dringenden betrieblichen Erfordernissen spricht.

Der geplante Verkauf des ehemaligen Dorint-Hotels am Stausee Bitburg an die Interspa-Gruppe ist gescheitert. Damit können auch die im Frühjahr 2025 vorgestellten Pläne für ein Familien- und Wellness-Resort vorerst nicht umgesetzt werden.