Treugast Investment Ranking 2019: Motel One ist „Most Wanted Investment Partner“

| Hotellerie Hotellerie

Das aktuelle Treugast Investment Ranking 2019 liefert eine Analyse der Betreiberqualitäten der wichtigsten Hotelgesellschaften in Deutschland. Der Titel „Most Wanted Investment Partner Award“ wurde dieses Jahr an Motel One verliehen. Zu den Top-Performern mit einem Triple A-Rating gehören Accor, Motel One und die H-Hotels Gruppe. Neu hinzugekommen in das Ranking sind dieses Jahr Ruby, Plaza Hotelgroup und die B.W. Hotelbetriebsgesellschaft. Achat Hotels schafft es mit frischem Wind wieder in das Ranking einzusteigen. 

Für das Ranking legen die Analysten einen Katalog aus annähernd 130 Kriterien zugrunde, darunter finanzwirtschaftliche Kennzahlen, die Strategie und eine Portfolioanalyse. Zusätzlich fragt die Treugast Solutions Group die Zukunftserwartungen der Hotelgesellschaften ab. Eine neunstufige Rating-Tabelle von AAA (gesicherter ROCE auf hohem Niveau) bis C (absolut ungesichert) fasst das Ergebnis zusammen. 

Most Wanted Investment Partner ist Motel One

Die Münchner Hotelgesellschaft darf sich dieses Jahr über den Titel „Most Wanted Investment Partner“ freuen. Obwohl der Fokus zunehmend auf den europäischen Auslandsmärkten liegt, ist auch das Wachstum in Deutschland sehr beachtlich. Dabei gelingt der Spagat zwischen einem schnellen Wachstum an Top-Locations und gleichzeitig wirtschaftlich nachhaltigen Mietverträgen bislang hervorragend.

Spitzengruppe mit Accor, Motel One und die H-Hotels Gruppe

Accor
Mit über 200 Betrieben (Franchise ausgenommen) gilt Accor weiterhin als größter deutscher Hotelbetreiber. Mit der Aufspaltung in die rechtlich eigenständigen Gesellschaften AccorInvest als Pächter und Eigentümer sowie AccorHotels als Management-Gesellschaft und Franchisegeber wurden die Kompetenzen zwar getrennt; dennoch ist zumindest mittelfristig die Zusammenarbeit und gemeinsame Expansion gesichert. Das Geschäftsmodell von AccorHotels basiert dabei zwar auf einem Asset-Light-Grundsatz, gleichwohl werden auch heute schon Vehikel genutzt, um mittels Dritter Partner, bzw. in strategisch bedeutsamen Projekten in Eigenregie, auch zukünftig über Pachtmodelle zu wachsen. Zudem bewerteten die Analysten der Treugast die Integration ergänzender Geschäftsbereiche sowie die digitale Transformation positiv.

Motel One
Motel One ist nach wie vor in vielen Bereichen das Maß der Dinge. Der Wandel vom Budget- über Design- bis hin zum Lifestyle-Konzept wurde mithilfe der schnellen Investitionszyklen von fünf bis sieben Jahren und einer Budgeterhöhung für FF&E (Furniture, Fixtures & Equipment) erfolgreich in kürzester Zeit gemeistert. Die wirtschaftliche Ertragskraft der Gruppe schneidet weiterhin auf Spitzenniveau ab. Folgerichtig verteidigt Motel One auch dieses Jahr das AAA-Rating. 

H-Hotels Gruppe
Die H-Hotels Gruppe konnte in der Auswertung mit weiteren Steigerungen der operativen wie finanzwirtschaftlichen Performance auf sehr hohem Niveau punkten. Ein Investitionszyklus von beinahe acht Jahren in allen Hotels sowie fortlaufende Investitionen in die Weiterentwicklung von CRM, Revenue- und E-Commerce-Management sichern zudem die Wettbewerbsfähigkeit der Gruppe. Die Gruppe konnte somit das „AAA“-Rating verteidigen. 

Wiedereinsteiger Achat Hotels
Bereits Ende 2016 übernahm Hannover Finanz die Achat Hotels. 2018 erfolgte dann der Wechsel in der Geschäftsführung. Unter der neuen Leitung weht nun ein frischer Wind in der Mannheimer Zentrale. Beim Aufbau moderner Strukturen ist die Hotelgruppe schon gut vorangekommen. Im nächsten Schritt muss nach Ansicht der TREUGAST-Analysten das teils verstaubte (Marken-)Image abgelegt und das Wachstum vorangetrieben werden. Erste konkrete Planungen und Projekte sind bereits in der Pipeline. Achat Hotels gelingt somit der Wiedereinstieg mit einem BBB-Rating und hat noch viel Luft nach oben. 

Neueinsteiger Ruby, Plaza Hotelgroup und B.W. Hotelbetriebsgesellschaft

Ruby Hotels
Das Nischenprodukt der noch jungen Hotelgesellschaft Ruby trifft mit hochgradig systematisierten Prozessen sowie dem Streben nach operativer und baulicher Effizienz den Puls der Zeit. Die Digitalisierung und Prozessoptimierung stehen klar im Fokus. Dabei überzeugt Ruby die Analysten nicht nur mit konzeptioneller Stringenz und Klarheit, sondern auch mit einer sehr guten operativen Performance. Das Produkt- und Markenkonzept, das trotz der jungen Geschäftshistorie bereits mehrfach institutionelle Anleger überzeugte, wird auch von den Analysten als überaus zukunftsfähig bewertet. Wenngleich der Beweis einer nachhaltig positiven Geschäftsentwicklung in Anbetracht von erst drei geöffneten Betrieben in Deutschland zum Ende des Bewertungsjahres 2018 noch erbracht werden muss, gelingt Ruby der Einstieg ins Ranking mit einer A-Bewertung. 

Plaza Hotelgroup
Das Familienunternehmen aus Heilbronn steigt mit einem BBB-Rating erstmals ins Treugast Investment Ranking ein. Seit 2013 hat die Plaza Hotelgroup enorm expandiert und betreibt inzwischen über 40 Hotels in Deutschland und dem angrenzenden Ausland. Sowohl Eigentumsbetriebe als auch Pachtobjekte gehören zur Gruppe, die zu einem überwiegenden Teil unter Best Western Marken geführt wird. Parallel steht auch der Aufbau eigener Marken rund um den Namen Plaza im Fokus. Dank der ausgeprägten Kompetenz im Bereich Renovierung und Bau sehen die Analysten für die Gesellschaft gute Wachstumschancen durch Übernahmen und Konversionen in den nächsten Jahren. 

B.W. Hotelbetriebsgesellschaft
Ursprünglich als Interimsmanagementgesellschaft gegründet, agiert die B.W. Hotelbetriebsgesellschaft mittlerweile als eigenständiger Betreiber am Markt. Aufbauend auf den heute bestehenden fünf Pachtbetrieben will man auch in Zukunft weiter wachsen. Unter dem Dach der DEHAG Gruppe profitiert die Gesellschaft dabei von den bestehenden Ressourcen und Systemen und steigt mit einer guten BBB-Bewertung ins Ranking ein. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Für 165 Hotels der insolventen REVO Hospitality Group sind Investorenlösungen gefunden worden. Der überwiegende Teil der rund 5.450 Hotelarbeitsplätze soll erhalten bleiben. Dagegen werden die Arbeitsverhältnisse von 450 Mitarbeitern der Unternehmenszentrale nicht fortgeführt.

Bei den Akzent Hotels haben in den vergangenen Monaten fünf Häuser innerhalb des Netzwerks einen Generationswechsel vollzogen. Die neuen Betriebsleiter rekrutierten sich dabei aus der Gruppe der sogenannten Jungen Akzentler.

Das Davoser Fünf-Sterne-Hotel Seehof stellt seinen Sommerbetrieb zum 14. Juni 2026 ein. Die Betreiberin Revo Hospitality Group verweist auf Synergien mit dem ebenfalls in Davos betriebenen Grandhotel Belvédère.

Die Motel One Group hat zum 1. Juni 2026 zwei bislang von der Revo Hospitality Group betriebene Hotels in Kiel übernommen. Für die Immobilien wurde ein neuer Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen.

Die Bülow AG hat den Verkaufsprozess für den Porsche Design Tower Stuttgart gestartet. Das 2023 fertiggestellte Gebäude umfasst Hotel- und Büroflächen mit insgesamt rund 16.500 Quadratmetern Mietfläche.

Das Flensburger Boutiquehotel Petuh begeht sein fünfjähriges Bestehen. Nach einer umfassenden Sanierung infolge einer Sturmflut im Jahr 2023 setzt das Haus weiter auf eine Ausrichtung für Erwachsene, die Abstand vom Alltag suchen.

Das ehemalige Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt am Main hat zum 1. Juni 2026 als Taj Hessischer Hof Frankfurt wieder eröffnet. Betreiber ist die Indian Hotels Company Limited. Das Hotel war seit Ende 2020 geschlossen. Mit der Wiedereröffnung bringt die indische Hotelmarke Taj ihr Angebot erstmals auf das europäische Festland.

Das Hotel Golebiewski in Pobierowo eröffnet Ende Juni mit 500 Zimmern und umfangreichen Freizeitangeboten. Das Projekt gilt als größtes Hotel an der polnischen Ostseeküste und strebt eine Kapazität von über 1.200 Zimmern an.

SV Deutschland übernimmt ab September die exklusive Verantwortung für den Hospitality-Betrieb im neuen Präventionszentrum Previer in der Hamburger HafenCity. Das Leistungsspektrum umfasst die Verpflegung sowie den Betrieb von 234 Zimmern.

Anzeige

Das Restaurant ist montags halb leer. Die Lobby steht tagsüber weitgehend ungenutzt. Zehn Zimmer bleiben unter der Woche regelmäßig frei. Solche Situationen kennen die meisten Hoteliers. Lange Zeit lautete die zentrale Frage: Wie bekommen wir diese Kapazitäten verkauft? Heute stellen sich viele Häuser eine zweite Frage: Wie können wir sie nutzen?