Tristan Capital kauft EasyHotel-Gruppe

| Hotellerie Hotellerie

Die Immobilien-Investmentgesellschaft Tristan Capital Partners hat sich bereit erklärt, die Budget-Hotelkette EasyHotel zu übernehmen. Tristan übernimmt das ausstehende Aktienkapital von EasyHotel für 196,13 Millionen Euro (etwa 222 Millionen Dollar). Zusammen mit der bisherigen Beteiligung ergibt sich ein Eigenkapitalwert der Marke von rund 242 Millionen Euro.

Im vergangenen August berichtete Tageskarte bereits, dass EasyHotel „verschiedene strategische Optionen, einschließlich eines möglichen Verkaufs“ prüfe. Spekulationen hatten den möglichen Wert auf bis zu 500 Millionen US-Dollar geschätzt, was deutlich über dem endgültigen Wert des Geschäfts liegt.

Der Tristan-Deal umfasst auch den 17-prozentigen Anteil des EasyHotel-Gründers Haji-Ioannou und seiner Familie, die ihre Anteile vollständig abtreten werden. Haji-Ioannou gründete EasyHotel im Jahr 2004.

Tristan Capital Partners, eine in London ansässige Immobilien-Investmentgesellschaft mit einem verwalteten Vermögen von über 15 Milliarden Euro, hat in den letzten Jahren ihr Hotelportfolio erweitert, insbesondere im Segment der Budget-Hotels.

Im April 2022 erwarb Tristan eine Mehrheitsbeteiligung an Point A Hotels für rund 420 Millionen Pfund und plant, sein Portfolio im Vereinigten Königreich und Irland zu verdoppeln.

Außerdem stellte das Unternehmen im April 2024 der in Paris ansässigen Centaurus Group ein vorrangiges Finanzierungspaket in Höhe von 165 Millionen Euro zur Verfügung, um deren 43-Hotel-Portfolio zu unterstützen. Im Oktober 2021 erwarb das Unternehmen ein Hotel mit 261 Zimmern in Manchester, Großbritannien, das in Yotel umbenannt wurde.

EasyHotel betreibt rund 50 Hotels mit 4.900 Zimmern in 13 europäischen Ländern, darunter Großbritannien, Spanien, Deutschland und die Niederlande. Das Portfolio umfasst 32 eigene und gepachtete Hotels und 17 Franchise-Häuser.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

IHG Hotels & Resorts und die Harilela Group erweitern ihre Partnerschaft und gliedern drei Häuser der Marke The Hari in die Vignette Collection ein. Die Vereinbarung umfasst Standorte in London, Hongkong und Singapur.

Die Österreichische Hotelvereinigung fordert gesetzliche Vorgaben zur Echtheitsprüfung von Online-Bewertungen nach italienischem Vorbild. Eine Umfrage belege, dass die Mehrheit der Verbraucher nur verifizierte Hotelbeurteilungen befürworte.

Accor gliedert nach einer umfassenden Renovierung das Hotel Aeschi Interlaken in ihre Handwritten Collection ein. Das Haus mit 40 Zimmern erweitert das Schweizer Portfolio des Konzerns auf 79 Betriebe.

Die Motel One Group startet mit The Cloud One Hotels erstmals in Dresden. Das frühere Revo-Hotel Townhouse Dresden a Vagabond Club am Neumarkt wird als The Cloud One Dresden-Frauenkirche mit 95 Zimmern fortgeführt.

Der Hotelverband Deutschland fordert einen offenen und diskriminierungsfreien Zugang zu agentischen Buchungssystemen. Hotels müssten nach Auffassung des IHA ihre eigenen Preise, Verfügbarkeiten und Direktbuchungsangebote in die neuen Systeme einspeisen können.

Die 12.18. Investment Management GmbH hat Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens in Eigenverwaltung gestellt. Das Amtsgericht Düsseldorf hat daraufhin die vorläufige Eigenverwaltung angeordnet.

Die DSR Hotel Holding führt im aja Travemünde dauerhaft einen robotergestützten Massageservice ein. Das Pilotprojekt soll ab dem ersten Quartal 2027 auf weitere Häuser der Marken aja und A-ROSA ausgeweitet werden.

Das Hilton Frankfurt Gravenbruch nimmt bis auf Weiteres keine neuen Gäste mehr auf. Das Hotel in Neu-Isenburg ist nach Angaben von Geschäftsführer Werner Kleber in einen „Notbetrieb“ gegangen. Hintergrund sind nach Recherchen der Hessenschau gesperrte Geschäftskonten infolge der EU-Sanktionen gegen den iranischen Geschäftsmann Ali Ansari.

Mit dem Leonardo Nürnberg City Center eröffnet Leonardo Hotels Central Europe sein drittes Haus in Nürnberg. Das ehemalige IntercityHotel wurde im Dezember 2025 übernommen, im laufenden Hotelbetrieb modernisiert und auf die Marke ausgerichtet.

Die Kosten für das neue Müritz-Hotel in Klink sind nach Angaben der Investoren von 50 auf 100 Millionen Euro gestiegen. Nach mehreren Verschiebungen soll das Hotel nun im Frühjahr 2027 eröffnen.