Überraschung: trivago-Studie zeigt, dass unabhängige Hotels Metasuche schätzen

| Hotellerie Hotellerie

Trivago hat in Zusammenarbeit mit Phocuswright eine Studie zur Lage unabhängiger Unterkünfte im derzeitigen Online-Markt durchgeführt. Das Ergebnis war wenig überraschend: Einerseits erhöhe die Metasuche zunehmend die Sichtbarkeit und steigere die Direktbuchungszahlen unabhängiger Unterkünfte, wie trivago mitteilte. Anderseits seien kritische Themen wie die Abhängigkeit von Drittanbietern und die Hindernisse für die Nutzung von Technologie auch weiterhin aktuell. 

Demnach gelang es unabhängigen Unterkünften im Online-Segment aufzuholen und eine positive Entwicklung zu verzeichnen. Knapp zwei Drittel der unabhängigen Unterkünfte erhalten laut trivago nun Direktbuchungen über Metasuchen, und knapp 90 Prozent geben demnach an, deren Nutzung in Zukunft entweder beibehalten oder verstärken zu wollen, um ihre Sichtbarkeit und Buchungszahlen zu steigern. In den meisten Märkten spielen im Online-Segment jedoch Online-Reisebüros immer noch eine zentrale Rolle. Hochrechnungen zufolge belief sich dessen Umsatzanteil 2018 in den USA auf 39 Prozent, in Europa auf 45 Prozent. Die trivago-Studie ergab, dass Hoteliers den heutigen komplexen Online-Bereich nur eingeschränkt verstehen. Zudem verwenden sie Technologie, mit der ausgewogenere Rahmenbedingungen geschaffen werden können, laut Studie nicht in vollem Umfang.

Johannes Thomas, Managing Director und Chief Revenue Officer bei trivago N.V.: „In den vergangenen Jahren gab es grundlegende Veränderungen in der Marketing- und Technologielandschaft des Hotel- und Gastgewerbes. Wir freuen uns, dass Metasuche als Direktmarketingkanal für Hotels immer attraktiver wird und Hoteliers dadurch ihr Marketing und Vertriebsportfolio diversifizieren können.“

Weiter sagt er: „Wie wir gesehen haben, passen sich unabhängige Hotels zunächst oft nur langsam an die zunehmende Digitalisierung der Branche an, weshalb sie folglich nur schwer mithalten können. Diese Studie gibt nun neue Aufschlüsse zu dem Thema. Sie liefert Einblicke in die Herausforderungen und Hindernisse hinsichtlich der Nutzung von Technologie, die dem Erfolg von Hoteliers im Online-Segment im Wege stehen. Wenn wir die Hürden verstehen, denen Hoteliers begegnen, können wir besser Hilfestellung leisten und ihnen wirkungsvollere Marketingtools an die Hand geben. Wir möchten, dass Hotels sich in der digitalen Welt wohlfühlen, weniger von Drittanbietern abhängig sind und Gäste in Zukunft effizient erreichen.“

Das englischsprachige Whitepaper "Independent Lodging Properties and the Online Marketplace 2019" kann hier heruntergeladen werden. 

Zur Studie

Die Studie, deren Sponsor trivago ist, knüpft an den Bericht von Phocuswright aus dem Jahr 2015 an, der mit neuen Daten aus dem Jahr 2018 aktualisiert und erweitert wurde. Mit einer Massen-E-Mail-Umfrage unter Führungskräften von Unterkünften wurden Daten zu derzeitigem Verhalten und Zukunftsplänen in Sachen Marketing, Vertrieb und Technologieproblemen erfasst. Die in mehreren Sprachen verfügbare Online-Umfrage richtete sich an Inhaber und Leiter unabhängiger Unterkünfte in sechs Märkten: in Deutschland, Frankreich, Italien, Spanien, Großbritannien und in den USA. Mehr als 1.000 Befragte nahmen an der Umfrage teil.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Für 165 Hotels der insolventen REVO Hospitality Group sind Investorenlösungen gefunden worden. Der überwiegende Teil der rund 5.450 Hotelarbeitsplätze soll erhalten bleiben. Dagegen werden die Arbeitsverhältnisse von 450 Mitarbeitern der Unternehmenszentrale nicht fortgeführt.

Bei den Akzent Hotels haben in den vergangenen Monaten fünf Häuser innerhalb des Netzwerks einen Generationswechsel vollzogen. Die neuen Betriebsleiter rekrutierten sich dabei aus der Gruppe der sogenannten Jungen Akzentler.

Das Davoser Fünf-Sterne-Hotel Seehof stellt seinen Sommerbetrieb zum 14. Juni 2026 ein. Die Betreiberin Revo Hospitality Group verweist auf Synergien mit dem ebenfalls in Davos betriebenen Grandhotel Belvédère.

Die Motel One Group hat zum 1. Juni 2026 zwei bislang von der Revo Hospitality Group betriebene Hotels in Kiel übernommen. Für die Immobilien wurde ein neuer Mietvertrag über 25 Jahre abgeschlossen.

Die Bülow AG hat den Verkaufsprozess für den Porsche Design Tower Stuttgart gestartet. Das 2023 fertiggestellte Gebäude umfasst Hotel- und Büroflächen mit insgesamt rund 16.500 Quadratmetern Mietfläche.

Das Flensburger Boutiquehotel Petuh begeht sein fünfjähriges Bestehen. Nach einer umfassenden Sanierung infolge einer Sturmflut im Jahr 2023 setzt das Haus weiter auf eine Ausrichtung für Erwachsene, die Abstand vom Alltag suchen.

Das ehemalige Grandhotel Hessischer Hof in Frankfurt am Main hat zum 1. Juni 2026 als Taj Hessischer Hof Frankfurt wieder eröffnet. Betreiber ist die Indian Hotels Company Limited. Das Hotel war seit Ende 2020 geschlossen. Mit der Wiedereröffnung bringt die indische Hotelmarke Taj ihr Angebot erstmals auf das europäische Festland.

Das Hotel Golebiewski in Pobierowo eröffnet Ende Juni mit 500 Zimmern und umfangreichen Freizeitangeboten. Das Projekt gilt als größtes Hotel an der polnischen Ostseeküste und strebt eine Kapazität von über 1.200 Zimmern an.

SV Deutschland übernimmt ab September die exklusive Verantwortung für den Hospitality-Betrieb im neuen Präventionszentrum Previer in der Hamburger HafenCity. Das Leistungsspektrum umfasst die Verpflegung sowie den Betrieb von 234 Zimmern.

Anzeige

Das Restaurant ist montags halb leer. Die Lobby steht tagsüber weitgehend ungenutzt. Zehn Zimmer bleiben unter der Woche regelmäßig frei. Solche Situationen kennen die meisten Hoteliers. Lange Zeit lautete die zentrale Frage: Wie bekommen wir diese Kapazitäten verkauft? Heute stellen sich viele Häuser eine zweite Frage: Wie können wir sie nutzen?