Von der Pfanne bis zum Ölgemälde: Grand Hotel Europa Innsbruck versteigert Inventar

| Hotellerie Hotellerie

Aufgrund der ersten Corona-Fälle in Österreich wurde das Grand Hotel Europa im Februar 2020 behördlich gesperrt, im Herbst wurde das Insolvenzverfahren über die Betreibergesellschaft eröffnet. Zuletzt für Schlagzeilen sorgte das Hotel durch die Zerstörungen im „Barocksaal“. Im Auftrag des Insolvenzverwalters kommt nun das Inventar des Innsbrucker Traditionshauses unter den Hammer. 

Vom Gepäckwagen bis zum Kaiser-Gemälde

Über 1.500 Positionen werden am 9. Februar online auf der österreichischen Auktionsplattform aurena.at versteigert – vom Gepäcktransportwagen bis zu Ölgemälden, von der Ausstattung der Hotelküche bis zu Jagdtrophäen. In weiterer Folge wird auch das Inventar der über 100 Zimmer versteigert. Insgesamt dürfte das Auktionsprojekt rund 3.500 Positionen umfassen.

Positionen zeugen von bewegter Geschichte

Im Jahr 1896 errichtet, blickt das Grand Hotel auf eine bewegte Geschichte zurück und beherbergte gekrönte Häupter und Stars genauso wie europäische Spitzenpolitiker und Nationalteams. Die Versteigerung bietet nun die Möglichkeit, Sammlerstücke und Erinnerungsstücke zu ergattern. Die Bandbreite ist groß und reicht von Möbelstücken verschiedenster Stilrichtungen – vom Designersessel über Bauernkommoden bis zur antiken Sitzbank – über Spiegel, Teppiche und Geschirr bis hin zu Büroausstattung und Veranstaltungstechnik.

Kunstschätze und Sammlerobjekte

Zu den Highlights zählen sicherlich die zahlreichen Gemälde, antiken Holzstatuen und Heiligenfiguren oder die Lüster und Leuchten des Hotels. Wer stöbert, findet so manche Besonderheit, wie etwa eine bemalte zweiflügelige Schiebetür mit Tiroler Adler (Pos. 118), oder eine Glockenspeise, die an die Olympischen Winterspiele 1976 erinnert (Pos. 405).

Aber auch Stücke mit ideellem Wert finden sich in der Auktion, etwa alte Schilder und Drucke des Hotels oder ein Posten Servietten mit Hotel-Logo.

Ausstattung von Hotelküche und Bar

Auch die gesamte Ausstattung der Hotelküche wird versteigert, von Kühlschränken, Gastroherden und Niro-Arbeitstischen bis zu stapelweisen Tellern, Schalen, Schüsseln und Pfannen. Weinflaschen, Spirituosen sowie Utensilien aus der ehemaligen Bar „Europa“ sind ebenfalls dabei.

Unter den Hammer kommt wirklich alles: Unter den Positionen findet sich auch allerlei Nützliches wie Aschenbecher, Blumentöpfe, Putzmittel – und sogar ein VW Golf wird versteigert.


Zurück

Vielleicht auch interessant

Microsoft berichtet über erneute Cyberangriffe über Hotelnetzwerke. Die Angreifer nutzten vermeintliche Aktualisierungen und Anmeldeaufforderungen, um Schadsoftware zu verbreiten und Zugang zu Konten zu erlangen.

Travel + Leisure Co. und Wyndham erweitern ihre Zusammenarbeit, um klassische Hotels unter der Marke Sports Illustrated Resorts zu entwickeln. Für Chicago, Baton Rouge und Tuscaloosa nennt eine Mitteilung geplante Projektabschlüsse beziehungsweise Eröffnungen für 2027 und 2028.

Die Gelder der Betreiber-GmbH des ehemaligen Hilton-Hotels in Frankfurt-Gravenbruch bleiben eingefroren. Das Verwaltungsgericht Köln hat entschieden, dass auch die Bestellung eines starken vorläufigen Insolvenzverwalters daran nichts ändere.

Motel One und B&B Hotels erhalten im Treugast Rating 2026 erneut die Bestnote AAA. Odyssey Hotel Group steigt mit BBB ein, während Premier Inn und travdo ausgezeichnet werden.

Die Investmentgesellschaft Ardian und die Wohnplattform Rockfield haben eine Mehrheitsbeteiligung an dem Hybridhotel The Social Hub in Berlin am Alexanderplatz erworben. Die Transaktion markiert den ersten Schritt der neuen Wachstumsstrategie.

Stayery expandiert nach Österreich und realisiert gemeinsam mit der Real-Treuhand Immobilien ein neues Haus in Wien. Die Fertigstellung des Neubaus ist für Anfang 2030 vorgesehen.

Wenn Prozesse digitalisiert und automatisiert werden, muss dies immer mit einem finanziellen ROI einhergehen, sagt Lukas Fritschi, CEO von b_smart hospitality in einer neuen Folge des HotelPartner-Podcasts „AUSGEBUCHT!“. Wie das insbesondere auch Hotels in B-Lagen gelingen kann und welche Balance dabei wichtig ist, lesen Sie im Beitrag – oder hören Sie im Gespräch mit Host Oliver Meyer.

Die IHG-Marke Ruby hat mit dem Ruby Lilou ihr erstes Hotel in Frankreich eröffnet. Das Haus in Marseille verfügt über 237 Zimmer und wird gemeinsam mit dem neuen Ruby Yani Workspace betrieben.

Novum Hospitality weist für 2025 Gesamterlöse von 450,9 Millionen Euro aus, 4,3 Prozent weniger als im Vorjahr. Zugleich integrierte die Hotelgruppe 40 Bestandshotels in die IHG-Systeme und sicherte acht Neubauprojekte.

Likestay erweitert sein Portfolio um zwei gepachtete Hotels auf rund 250 Zimmer. In Bochum übernimmt die Marke den Betrieb des bisherigen Wald & Golfhotels Lottental aus der Insolvenz, in Regensburg das bisherige Atrium im Park Hotel.