Waldorf Astoria New York versteigert Inventar

| Hotellerie Hotellerie

Kronleuchter, Vasen, Vitrinen – und die Tür zu der Suite, in der einst der frühere US-Präsident Herbert Hoover schlief: Rund 15 000 Möbelstücke aus dem berühmten Waldorf Astoria New York werden seit dem Wochenende versteigert.

«Es handelt sich um einzigartige Objekte eines legendären Hotels», heißt es in einer Mitteilung des US-Auktionshauses Kaminski. Die Einrichtungsgegenstände sind derzeit in einem leerstehenden Einkaufszentrum nahe Boston ausgestellt. Die Versteigerung dauert noch bis zum 15. November.

Das Waldorf Astoria New York, seit der Eröffnung im Jahr 1931 Luxus-Absteige für Hollywoodstars, Künstler und Spitzenpolitiker, wird gerade aufwendig renoviert und neu eingerichtet. Die Erlöse der Auktion sollen Arbeiten an der St. Bartholomew’s Church finanzieren, die im Stadtteil Manhattan direkt neben dem Hotel steht.

Zu den spektakulärsten Objekten der Auktion zählen die Möbel aus dem Zimmer, in dem Hoover in den 1940er Jahren dauerhaft wohnte – darunter die Eingangstür mit einem geschätzten Wert von 200 bis 300 Dollar (170 bis 260 Euro).

Ein Teppich aus der Suite, die der frühere britische Premierminister Winston Churchill nutzte, soll 2500 bis 3500 Dollar einbringen (2100 bis 3000 Euro). Teuerstes Objekt ist ein Ölgemälde aus dem Zimmer, in dem die Schauspielerin Elizabeth Taylor schlief (8000 bis 12 000 Dollar/6800 bis 10 200 Euro).

Seit diesem Frühjahr können in den Türmen des ehemaligen Waldorf Astoria New York 375 Eigentumswohnungen gekauft werden. Trotz der Preise ab 1,7 Millionen US-Dollar sind diese offenbar heiß begehrt, seit dem Verkaufsstart haben sich bereits Interessenten aus der ganzen Welt gemeldet. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das Leonardo Köln hat seine dreimonatige Modernisierung abgeschlossen und bietet nun 165 renovierte Zimmer sowie erweiterte Tagungskapazitäten an. Die Investition am Standort Köln umfasst zudem die Neugestaltung der Gastronomie- und Fitnessbereiche.

Die Berufungsinstanz der niederländischen Werbekodex-Kommission hat im Verfahren um die Verwendung von Hotelsternen auf Online-Buchungsplattformen eine richtungsweisende Entscheidung getroffen.

Die niederländische Berufungsinstanz hat eine frühere Empfehlung gegen Booking.com bestätigt. Nach der Entscheidung muss die Plattform klarer darauf hinweisen, wenn Hotels in den Niederlanden die angezeigten Sterne unter Umständen selbst festgelegt haben.

Die Odyssey Hotel Group übernimmt mit dem Moxy und dem AC Hotel am Humboldthain Park ihre ersten zwei Häuser in Berlin. Der Zuwachs von 233 Zimmern ist Teil einer Expansionsstrategie, die eine Vergrößerung des Portfolios auf 8.000 Zimmer bis zum Jahr 2028 vorsieht.

Es sollte ein schickes Hotel in einer historischen Fabrik in Augsburg werden. Doch für mehr als 100 Anleger wurde es zum Albtraum. Nun hat ein Gericht die Verantwortlichen reihenweise verurteilt.

B&B Hotels schließt das Geschäftsjahr 2025 mit einem deutlichen Umsatzplus und 21 Neueröffnungen ab. Das Unternehmen setzt auf eine verstärkte Expansion in der Region Central and Northern Europe sowie auf umfassende Investitionen in die Modernisierung seines Bestands.

Das The Baltic View auf Rügen nimmt Ende des Monats den Betrieb auf. Das erste deutsche Haus der Brionj Luxury Hotel Collection setzt auf 14 Apartments mit privater Sauna und Anbindung an ein Spa-Resort.

Donald Trump plant in Miami den Bau einer präsidentiellen Bibliothek in Form eines Hochhauses inklusive eines integrierten Hotels. Das Projekt der Trump Organization setzt auf eine multifunktionale Nutzung und eine Architektur, die an das Design von Kreuzfahrtschiffen angelehnt ist.

Der Hotelkonzern Accor hat eine Absichtserklärung zum Verkauf seiner Beteiligung an Essendi (ehemals AccorInvest) unterzeichnet. Wie das Unternehmen mitteilt, soll der Anteil von 30,56 Prozent an ein Konsortium aus Blackstone und Colony IM veräußert werden.

Das Vertrauen in den europäischen Hotelmarkt bleibt hoch: 86 Prozent der Investoren planen, ihre Kapitalallokation im Jahr 2026 beizubehalten oder zu erhöhen. Das geht aus dem „European Hotel Investor Compass 2026“ von Cushman & Wakefield hervor, wie das Unternehmen mitteilt.