Walliser Bergdorf Evolène entwickelt sich zum Hotelprojekt

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Im Walliser Bergdorf Evolène entsteht mit Le Rucher d’Evolène ein Hotelprojekt, das sich nach Angaben der Betreiber nicht auf ein einzelnes Gebäude beschränkt. Stattdessen basiert das Konzept auf einem sogenannten Heritage Albergo Diffuso, bei dem historische Gebäude im gesamten Dorf restauriert und schrittweise in das Hotelangebot integriert werden. Den Auftakt bildet ein Boutiquehotel mit sieben Zimmern, das am 21. August 2026 eröffnet werden soll.

Historische Dorfhäuser werden schrittweise in das Hotelprojekt integriert

Nach Angaben der Projektverantwortlichen werden ehemalige Raccards und Dorfhäuser aus mehreren Jahrhunderten restauriert und in das Projekt eingebunden. Zu den genannten Gebäuden zählen unter anderem Le For de Blatt aus dem Jahr 1443, Chez Catherine & Joseph (1595), Chez Madeleine (1634) und Chez Berthe (1757). Erhalten bleiben sollen unter anderem Holzbalken, Steinstrukturen, historische Türen sowie Inschriften und Alltagsgegenstände. Verarbeitet würden dabei überwiegend regionale Materialien wie Lärchenholz, Naturstein und Schiefer in Zusammenarbeit mit Handwerkern aus dem Val d’Hérens.

Die Betreiber erklären, moderner Komfort wie Fußbodenheizung, Betten und Wellnessangebote werde in die historische Bausubstanz integriert, ohne deren Charakter zu verändern. Auch bei der Innenausstattung würden historische Möbel und handwerkliche Objekte mit zeitgenössischen Elementen kombiniert.

Weitere Hotels und öffentliche Einrichtungen sind bis 2028 vorgesehen

Für die Restaurierung und Weiterentwicklung sei unter Leitung von CEO Steven Jacob ein Team aus regionalen und internationalen Fachleuten zusammengestellt worden. Die Architekturbüros Tamaris und Alp’Architecture verantworteten das architektonische Konzept. Das Studio Géraldine Dohogne gestalte die Brasserie La Pension, während Studio C&C die Kunstwerke beisteuere.

Neben dem Boutiquehotel Le Central sind nach Angaben der Betreiber weitere Ausbaustufen geplant. Vorgesehen seien zusätzliche Unterkünfte in historischen Gebäuden, die öffentlich zugängliche Brasserie La Pension, der Kultur- und Begegnungsraum Le For de Blatt sowie La Maison Jaune, die einen Sportshop und zwei Gästezimmer umfassen soll. Für 2028 sei zudem die Eröffnung des Berghotels L’Hermitage mit 25 Zimmern vorgesehen.

Spa und Dorfleben sollen Teil des Gesamtkonzepts werden

Zum Angebot gehört außerdem das Olèïnna Spa, das nach Angaben der Betreiber von einer glazialen Quelle und der historischen Nutzung von Thermalwasser in Evolène inspiriert wurde. Vorgesehen sind unter anderem ein Jacuzzi, eine Sauna, ein Ruheraum sowie Behandlungsräume für Massagen und Körperanwendungen.

Das Projekt versteht sich den Angaben zufolge als Teil des bestehenden Dorflebens. Wege, Plätze und Gebäude sollen öffentlich zugänglich bleiben. Darüber hinaus verweisen die Betreiber auf Freizeitangebote in der Region wie Wanderungen, Klettersteige, Skitouren und Schneeschuhwanderungen sowie auf kulturelle Angebote wie das Museum von Evolène und traditionelle Handwerksbetriebe im Val d’Hérens.

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