Weniger Schummeleien mit Hotelsternen trotz Wildwuchs im Internet

| Hotellerie Hotellerie

Hotelverbandschef Markus Luthe berichtet der Deutschen Presseagentur, dass der DEHOGA mittlerweile erfolgreich gegen Mogeleien bei der Hotelklassifizierung vorgeht. Den Wildwuchs mit Hotelsternen im Internet prangert der Branchenvertreter an. Gespräche mit Google sind laut Luthe gescheitert.

Der DEHOGA hatte vor drei Jahren Mogeleien mit Hotel-Sternen den Kampf angesagt, nachdem im Sommer 2016 bei einer Stichprobe von 1000 angeblich klassifizierten deutschen Hotels, die die ZDF-Redaktionen „ZDFzoom“ und „Frontal 21“ untersucht haben, bei 251 die Sterne nicht offiziell gültig waren. Damals hatte der DEHOGA angekündigt, schärfer gegen Schummler vorgehen zu wollen. Luthe bestätigt in einem Bericht in der Welt, dass die Aktivitäten Wirkung zeigen würden.


[Keine Nachricht mehr verpassen: Jetzt Tageskarte auf LinkedIn, XINGoder Facebook folgen.]


Auf Unternehmen, die Hotelsterne im Internet vergeben ist Luthe dagegen nicht so gut zu sprechen. In dem Welt-Bericht prangert Luthe das Sternechaos im Internet an und spricht von gescheiterten Gesprächen mit Google.

Die Sterne des Suchmaschinenriesen sind auch anderen ein Dorn im Auge. Die Zentrale zur Bekämpfung unlauteren Wettbewerbs geht Google wegen der eigenen Hotelsterne des Suchmaschinenriesen vor (Tageskarte berichtete). Anfang des Jahres hat die Wettbewerbszentrale Klage beim Landgericht Berlin eingereicht. Hintergrund der Klage der Wettbewerbszentrale sind „Google My Business“-Anzeigen, in denen für verschiedene in Deutschland betriebene Hotels unter Angabe von Sterne-Klassifizierungen geworben wurde. Den Usern werde suggeriert, so die Wettbewerbszentrale, das betreffende Hotel habe eine offizielle und anerkannte Hotelklassifizierung und entsprechende Prüfungen durchlaufen, wie andere Sternehotels in Deutschland auch. Dies sei aber nicht der Fall. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hard Rock International startet den Buchungsbetrieb für sein neues Hotel auf Malta. Die Eröffnung der Anlage mit 397 Zimmern und einem 3.800 Quadratmeter großen Wellnessbereich ist für Juli 2026 geplant.

Ein Podcast von HotelPartner beleuchtet die Preisstrategie des Hotels Grace La Margna in St. Moritz. General Manager David Frei nennt darin konkrete Zahlen zur Entwicklung der Zimmerpreise und zur Positionierung des Hauses.

Premier Inn hat zeitgleich drei neue Häuser in Freiburg, München und Koblenz eröffnet und baut damit die eigene Präsenz auf dem deutschen Markt auf rund 70 Standorte aus.

Zwei Jahre nach Einleitung eines DMA-Verfahrens gegen Alphabet fordern Unternehmen ein entschlosseneres Vorgehen der EU-Kommission. Laut Mitteilung sei die Umsetzung der Vorgaben weiterhin nicht abgeschlossen.

Die Investorensuche für die insolvente Revo Hospitality Group stößt auf großes Interesse. Wie die WirtschaftsWoche berichtet, haben nach Angaben der Restrukturierer mehr als einhundert potenzielle Investoren Zugang zum Datenraum erhalten.

Das Hotel Sacher Wien feiert sein 150-jähriges Bestehen mit der Enthüllung zweier Skulpturen des Künstlers Erwin Wurm vor dem Haupteingang. Im Verlauf des Jahres sind weitere Jubiläumsaktionen geplant.

Die The Chocolate on the Pillow Group entwickelt in Potsdam ein neues Tribute Portfolio Hotel mit 145 Zimmern. Die Eröffnung des Objekts im historischen Zentrum ist für den Sommer 2026 vorgesehen.

Nach einem kalenderbedingt starken Februar verzeichnet die österreichische Hotellerie im März eine deutliche Buchungszurückhaltung. Strukturelle Verschiebungen zugunsten von Ferienwohnungen und hohe Betriebskosten belasten die Branche weiterhin massiv.

Six Senses zieht ein Jahr nach dem Start ihres Female Wellness Programms eine positive Bilanz. Das Angebot kombiniert medizinische Diagnostik mit Ernährungsstrategien und ist bereits an mehreren Standorten verfügbar.

Das Berliner Hotel Das Stue erweitert sein digitales Angebot durch den neuen Video-Podcast „Man wird doch wohl fragen dürfen“. In der ersten Folge spricht General Manager Zeèv Rosenberg mit dem Moderator Dominik Porschen über die Hintergründe des Hauses.