Wie das Bürgenstock-Resort mit Seewasser heizt und kühlt

| Hotellerie Hotellerie

Hoch über dem Vierwaldstättersee, im Herzen der Zentralschweiz, befindet das Bürgenstock Hotels & Resort. Die Häuser überzeugten nicht nur mit luxuriöser Gastfreundschaft, sondern verfügen auch über ein einzigartiges System, das Wasser aus dem See zum Heizen und Kühlen aller Gebäude des Resorts nutzt.

Dieses System deckt 100 Prozent der Kühlung und 80 Prozent des Heizbedarfs des Resorts ab. Die verbleibenden 20 Prozent sind auf Spitzenbelastungen in Zeiten harter Wetterbedingungen im Winter zurückzuführen. In solchen Fällen wird Flüssiggas verwendet, um den Heizbedarf zu decken.

Das Energiesystem pumpt das Wasser aus einer Tiefe von 37 Metern vom Vierwaldstättersee, wo die Wassertemperatur konstant fünf Grad beträgt. Die Wassertemperatur steigt während des Transports auf grad an. Das Wasser wird dann 500 Meter bergauf in einen Stausee gepumpt, der sich auf einer Höhe von 926 Metern über dem Meeresspiegel befindet.

Von dort wird das Wasser zu einer Energiestation weitergeleitet. Von dieser Station wurde ein Rohrsystem gebaut, das alle Gebäude des Resorts miteinander verbindet. Ein Teil des Wassers wird auf 50 Grad erwärmt und über das Rohrsystem verteilt. In den Gebäuden kann das Wasser mit Heizungspumpen auf 60 Grad erwärmt werden. Für die Klimaanlage wird Wasser mit einer Temperatur von 9 Grad verwendet. Dieses effiziente System macht Kühltürme überflüssig.

Neben der Klimaanlage wird kaltes Wasser für das Eis der Eisbahn sowie für alle Kühl- und Gefrierschränke des Resorts verwendet. Das gekühlte oder erwärmte Wasser wird wieder auf seine ursprüngliche Temperatur zurückgebracht und über einen zweiten Vorratsbehälter in den See zurückgeleitet.

Auf seinem Weg bergab fließt das Wasser durch eine Turbine, die wiederum Strom für das Resort erzeugt. Mit diesem Strom können 50 Prozent der Energieversorgung für die Pumpsysteme abgedeckt werden. Das Wasser des Sees wird auch für die Schwimmbäder, die Bewässerung des Golfplatzes sowie die Pflanzenbewässerung des gesamten Resorts genutzt.

Dank dieses Systems ist das Resort so gut wie CO2- neutral und entspricht auch den neuesten Standards für die Gebäudeisolierung. Im Alpine Spa wird das Wasser der Außenpools über Nacht außerdem in gesonderten Tanks gelagert, um den Wärmeverlust einzudämmen.

Zurück

Vielleicht auch interessant

Das frühere Wyndham Grand Salzburg tritt künftig unter der Marke Radisson Blu auf. Das Haus verfügt über 262 Zimmer und 1.785 Quadratmeter Veranstaltungsfläche und positioniert sich verstärkt im Tagungs- und Geschäftsreisemarkt.

Die DSR Hotel Holding eröffnet am 6. Juli 2026 das neue Henri Hotel Garmisch-Partenkirchen mit 69 Zimmern im ehemaligen Reindl's Partenkirchner Hof. Das neue Haus ist ab sofort buchbar und erweitert das Alpen-Portfolio des Unternehmens.

Das Hotel Gut Ising am Chiemsee investiert in den Bau von zwei neuen Wohngebäuden für seine Angestellten. Bis Oktober entstehen insgesamt 37 Einheiten mit 60 Betten sowie verschiedene Gemeinschaftseinrichtungen für Auszubildende und Fachkräfte.

Das Webers Hotel im Essener Ruhrturm wird künftig von Signo Hospitality betrieben und schließt sich der Accor-Gruppe an. Ab Ende 2026 sind umfassende Renovierungsarbeiten und ein Markenwechsel des Hauses mit 137 Zimmern geplant.

Eine Studie von HotellerieSuisse zeigt den anhaltend hohen Einfluss von Buchungsplattformen auf die Preisgestaltung in der Schweizer Hotellerie. Hotels berichten zunehmend über Preisunterbietungen und eingeschränkte Kontrolle im digitalen Vertrieb.

Das „Hotel am Sophienpark“ in Baden-Baden soll nach einer umfassenden Modernisierung im Frühjahr 2027 unter dem Namen „The Floris“ weitergeführt werden. Das traditionsreiche Gebäude an der Sophienstraße 14 werde derzeit revitalisiert und als Vier-Sterne-Superior-Hotel neu positioniert.

Das Hotel du Cap-Eden-Roc erweitert sein Angebot 2026 um die Yacht Millesime. Die 37 Meter lange Yacht soll exklusiv Hotelgästen für Fahrten entlang der Mittelmeerküste zur Verfügung stehen.

Mecklenburg-Vorpommern zählte im vorigen Jahr rund acht Millionen Urlauber und etwa 33 Millionen Übernachtungen. Das hohe Niveau soll mindestens gehalten werden. Aber die Branche steht unter Druck.

Die Dormero Gruppe erweitert ihre Präsenz in der Region Mittelfranken und übernimmt das bisherige NH Hotel in Fürth. Das Hotel befindet sich in zentraler Lage direkt am Stadtpark und umfasst insgesamt 118 Zimmer.

Eine aktuelle Preisstudie zeigt, dass viele Hotels an der Nord- und Ostsee trotz einer hohen Nachfrage ihre Preise senken. Grund dafür ist ein verändertes Buchungsverhalten der Gäste, auf das viele Betriebe mit defensiven Preisstrategien reagieren.