Yachthafen-Residenz Hohe Düne: Anklage fordert höhere Geldstrafe für Unternehmer

| Hotellerie Hotellerie

Im Revisionsprozess gegen den Hotel-Unternehmer Harald Lökkevik hat die Staatsanwaltschaft am Montag vor dem Landgericht Schwerin eine Geldstrafe in Höhe von 360.000 Euro beantragt. Das ist deutlich mehr als in der Vorinstanz vom Gericht festgelegt. Der 58-jährige Besitzer des Rostocker Hotelkomplexes Yachthafen-Residenz Hohe Düne ist angeklagt, zwischen 2007 und 2009 für die Beschäftigung von rund 90 polnischen Arbeitskräften weder Sozialabgaben noch Lohnsteuer abgeführt zu haben.

Wegen dieses Vorwurfs war er bereits 2015 vom Landgericht Rostock zu einer Bewährungsstrafe und einer Geldstrafe von 180.000 Euro verurteilt worden. Der Bundesgerichtshof hatte den Schuldspruch bestätigt, allerdings angewiesen, das Strafmaß neu festzusetzen. Die Staatsanwaltschaft beließ es im Revisionsprozess mit ihrer Forderung bei einer Geldstrafe und verzichtete auf weitergehende Strafen. Lökkeviks Verteidiger plädierte nach Angaben eines Gerichtssprechers auf Freispruch, gegebenenfalls solle eine Verwarnung ausgesprochen werden.

Mitangeklagt sind ein deutscher und ein polnischer Angestellter des Unternehmers, die in Polen Arbeitskräfte für die Yachthafen-Residenz angeworben hatten. Für sie beantragte die Staatsanwaltschaft Geldstrafen in Höhe von 24.000 Euro beziehungsweise 2.700 Euro. Beide waren in der Vorinstanz wegen Beihilfe zu kurzzeitigen Bewährungsstrafen verurteilt worden. Das Urteil soll am Mittwoch verkündet werden.

Bau und Betrieb der mondänen Hotelanlage an der Warnowmündung, die Teil der Bewerbung Mecklenburg-Vorpommerns um die olympischen Segelwettbewerbe 2012 war, hatten mehrfach zu juristischen Auseinandersetzungen geführt. 2015 und 2020 war Lökkevik in zwei Prozessen vom Vorwurf freigesprochen worden, sich beim Bau der Hohen Düne durch falsche Angaben gegenüber den Behörden rund 50 Millionen Euro an Subventionen erschlichen zu haben. Das jüngste Urteil ist noch nicht rechtskräftig, da die Staatsanwaltschaft beim BGH die Revision beantragt hat. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Hotel für Monteure: In Berlin-Spandau ist ein Hochhaus für temporäres Wohnen geplant. Das Projekt „Spektrum“ soll Fachkräfte im Umfeld der Siemensstadt unterbringen und ist Teil der Entwicklung des Luxwerk-Areals.

Das Bonn Marriott am World Conference Center Bonn wechselt die Marke. Ab Juni 2026 wird das Hotel als Radisson Blu geführt. In Zusammenarbeit mit der Invite Group wird das Haus als Standort für Geschäfts- und Freizeitreisende positioniert.

Accor forciert das Wachstum der eigenen Kollektionsmarken und plant eine Steigerung des Portfolios um über 65 Prozent. Unabhängige Hotels sollen dabei von der globalen Vertriebsstärke profitieren, während sie ihre Eigenständigkeit bewahren.

Im Januar sind mehr als 333.000 Gäste nach Schleswig-Holstein gereist. Auch die Zahl der Übernachtungen legte laut Statistikamt Nord zu. Auch in Hamburg meldeten die Hotels und Pensionen im Januar einen Anstieg.

Die Radisson Hotel Group integriert das Hotel am World Conference Center Bonn zum 1. Juni 2026 als Radisson Blu in ihr Portfolio. In Zusammenarbeit mit der Invite Group wird das Haus als neuer Standort für Geschäfts- und Freizeitreisende positioniert.

Leonardo Hotels forciert das internationale Wachstum und kündigt für Oktober den Markteintritt in Portugal mit einem neuen Haus in Lissabon an. Parallel dazu plant die Hotelgruppe den Ausbau ihrer Kapazitäten in Italien und Polen sowie weitere Projekte in Deutschland und Spanien.

Marriott International bringt die neue Hotelmarke Series by Marriott nach Europa und hat dazu Verträge für insgesamt elf Projekte in Italien und dem Vereinigten Königreich unterzeichnet.

Immobilienentwickler Garbe Commercial Living und B&B Hotels haben eine Kooperation über den Bau von 30 neuen Hotels in Europa vereinbart. Das gemeinsame Projekt dient als Basis für ein neues Investmentprodukt, das sich an institutionelle Anleger richtet.

Die DSR Hotel Holding schließt den zweiten Bauabschnitt der Modernisierung im A-ROSA Sylt ab. Mit einer Investition von bisher insgesamt über 2,2 Millionen Euro wurden 77 Zimmer sowie Flure und Terrassen neu gestaltet.

Das ehemalige Deutsche-Hospitality-Geschäft (Legacy-DH) der H World Group hat im Jahr 2025, nach Angaben des Unternehmens, zentrale Kennzahlen verbessert und ein positives operatives Ergebnis erzielt.