Bayerische Brauer begrüßen bleibende Steuerfreiheit des Haustrunks

| Industrie Industrie

Die bayerischen Brauereien begrüßen, dass der Haustrunk für ihre Mitarbeiter von der Biersteuer befreit bleibt. «Das wäre eine Belastung für die Unternehmen gewesen», sagte der Hauptgeschäftsführer des bayerischen Brauerbundes, Lothar Ebbertz, am Freitag in München.

Zuvor hatte sich das Bundesfinanzministerium mit der Gratisabgabe von Bier oder anderen von den Brauereien selbst hergestellten Getränken an Mitarbeiter beschäftigt. Es war aber zu dem Schluss gekommen, die Befreiung von der Biersteuer beizubehalten. Der Auftrag für die Prüfung war dem Ministerium zufolge vom Rechnungsprüfungsausschuss des Bundestags gekommen. Zuvor hatte der «Donaukurier» (Freitag) über die Reaktion des Brauerbundes berichtet.

Anfangs hätten wohl auch gesundheitliche Überlegungen eine Rolle gespielt, sagte Ebbertz. Doch die Mitarbeiter würden zunehmend auch alkoholfreies Bier, Wasser oder Schorlen im Rahmen des Haustrunks mitnehmen. Außerdem hätte sich die Anwendung der Biersteuer gar nicht auf die Mitarbeiter ausgewirkt, betonte Ebbertz, denn der Haustrunk sei im Tarifvertrag verankert. Die Steuer hätten also die Brauereien bezahlen müssen. «Wir hoffen, dass in dieser Frage jetzt erstmal Ruhe ist.»

Bei tarifgebundenen Brauereien in Bayern erhalten die Mitarbeiter im Rahmen des Haustrunks laut Brauerbund pro Woche 18 Liter Getränke gratis. Weitere 18 Liter können sie verbilligt einkaufen. Die Zahlen in anderen Tarifbezirken und Bundesländern können abweichen.

(dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die deutschen Prädikatsweingüter spüren die steigenden Kosten von Energie, Löhnen, Glas und Verpackung sowie die Zurückhaltung der Konsumenten. Sie sehen sich dennoch gut aufgestellt.

Der Gewürzhändler Ankerkraut hatte die Mehrheit der Firma zum Ärger vieler Fans 2022 an Nestlé verkauft. Nun verlässt das Hamburger Unternehmen den weltgrößten Lebensmittelkonzern wieder.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie und wein.plus starten eine Kooperation, um die berufliche Weiterbildung in der Wein-, Gastronomie- und Hospitalitybranche zu fördern. Ziel der Partnerschaft: Fach- und Führungskräften sowie ambitionierten Brancheninteressierten den Zugang zu qualifizierten Weiterbildungen rund um Wein, Gastronomie und Management zu eröffnen.

Unilever Food Solutions hat seinen Future Menus Report 2026 veröffentlicht und erstmals ein KI-gestütztes Tool vorgestellt. Das System soll gastronomische Betriebe bei der Umsetzung aktueller Trends unterstützen.

Mit einem verstärkten Anbau neuer, robuster Rebsorten stellen sich die deutschen Winzerinnen und Winzern zunehmend auf die Herausforderungen des Klimawandels und einen nachhaltigeren Weinbau ein.

2024 war die Ernte für die Winzer an Saale und Unstrut wegen Frösten fast ein Totalausfall. Im vergangenen Jahr lief es besser - trotz negativem Bundestrend. Wie ist die Situation?

Alkoholfrei auf dem Etikett – doch Promille drin? Eine bayerische Brauerei ruft ihr alkoholfreies Hefeweizen zurück. Welche Chargen betroffen sind und was Verbraucher jetzt tun sollten.

Unilever und McCormick legen ihre Lebensmittelsparten zusammen. Die Transaktion beinhaltet eine Barzahlung von 15,7 Milliarden US-Dollar und eine Mehrheitsbeteiligung der Unilever-Aktionäre an der neuen Gesellschaft.

Die Weinproduktion in Deutschland ist 2025 laut Statistischem Bundesamt um 2,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist der Anteil von Prädikatswein deutlich gestiegen, während Rheinhessen und Pfalz Rückgänge verzeichneten.

Die Investmentgesellschaft Argos übernimmt die Bäckereikette Kamps von der Le Duff Group. Geplant ist der Aufbau einer bundesweiten Bäckereigruppe mit mehr als 400 Standorten.