Mehr robuste Rebsorten in Deutschland

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Mit einem verstärkten Anbau neuer, robuster Rebsorten stellen sich die deutschen Winzerinnen und Winzern zunehmend auf die Herausforderungen des Klimawandels und einen nachhaltigeren Weinbau ein. Nach Angaben des Deutschen Weininstituts (DWI) legten die neuen Sorten 2025 gegenüber dem Vorjahr im Anbau um zehn Prozent auf rund 4.000 Hektar Anbaufläche zu. Die neuen Piwi-Sorten sind damit entgegen der allgemein rückläufigen Anbauentwicklung in der Fläche gewachsen und haben mittlerweile einen Anteil von vier Prozent am deutschen Weinbau. 

Souvignier Gris und Chardonnay legen deutlich zu

Die neue weiße Sorte Souvignier Gris verzeichnete 2025 im zweiten Jahr in Folge den höchsten Flächenzuwachs (+170 ha) von allen Rebsorten. Mit 766 Hektar ist sie mit Abstand Deutschlands wichtigste weiße Piwi-Sorte, gefolgt von Cabernet Blanc mit 356 ha. Unter den konventionellen Weißweinsorten konnten im vergangenen Jahr nur Chardonnay (+102 ha) und Sauvignon Blanc (+40 ha) in nennenswertem Umfang an Fläche zulegen.

Mehr Merlot und neue rote Sorten

Bei den roten Rebsorten nahm der Merlotanbau gegen den Trend um 18 Hektar auf nunmehr 981 Hektar zu. Leicht positive Vorzeichen gegenüber 2024 hatten zudem die roten Piwi-Sorten Satin Noir (+ 10 ha), Cabernet Cortis (+ 8 ha) sowie Pinotin (+6 ha).

Ein Prozent weniger Weinberge in Deutschland

Wie das DWI zudem auf Basis der Rebflächenstatistik von Destatis mitteilt, ging die bundesdeutsche Gesamtrebfläche im vergangenen Jahr um ein Prozent auf rund 102.000 Hektar zurück. Diese Anbaufläche entspricht dem Niveau des Jahres 2007. Seinen Höchststand hatte die deutsche Rebfläche im Jahr 1994 mit 106.000 Hektar.

Weißwein- und Rotweinrebfläche rückläufig

Den Flächenrückgang betraf die roten Sorten mit einem Minus von 791 Hektar etwas stärker als die Weißweinsorten, die um 539 Hektar zurückgingen und nunmehr 70 Prozent des deutschen Weinbaus ausmachen.

Saale-Unstrut mit leichtem Flächenzuwachs

Innerhalb der Anbaugebiete nahm die Rebfläche in Württemberg (-485 Hektar) und Baden (-312 ha) am stärksten ab. Größere Flächenrückgänge verzeichnete zudem die Mosel (-158 ha) und die Pfalz (-147 ha). Die Winzerinnen und Winzer an Saale-Unstrut bewirtschafteten 2025 mit 868 Hektar zehn Hektar Weinberge mehr als im Vorjahr.


 

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