Bürokratie: Lemonaid ist gar keine Limonade

| Industrie Industrie

Seit zehn Jahren gibt es nun schon die Hamburger Limonaden-Firma Lemonaid. Die Getränke des Unternehmens sind nach eigenen Angaben Bio und Faitrade, zudem werde von jeder verkauften Flasche fünf Cent für wohltätige Zwecke gespendet.

Nun drohe dem Geschäftsmodell laut Stern aber Gefahr von unerwarteter Seite: Das Bezirksamt Hamburg habe der Firma mitgeteilt, dass es sich bei den Getränken gar nicht um Limonade handele. Diese müssten laut den Leitsätzen für Erfrischungsgetränke nämlich einen Zuckergehalt von mindestens sieben Prozent des Gewichts enthalten. Eine Laborprobe habe jedoch ergeben, dass Lemonaid lediglich sechs Prozent Zucker enthalte. Sofern die Rezeptur unverändert bleibe, könne ausschließlich eine beschreibende Bezeichnung angegeben werden, zitiert der Stern aus dem Behördenschreiben. 

Das Unternehmen zeigte sich entsprechend überrascht. Schließlich sei die beanstandete Limo bereits seit zehn Jahren auf dem Markt. Und der Zuckergehalt sei seitdem unverändert. Beschwert habe sich noch niemand. Nun bleiben dem Unternehmen eigentlich nur noch zwei Optionen: Entweder wird das Getränk umbenannt oder der Zuckergehalt erhöht. Beide Alternativen kommen für Lemonaid nicht in Frage. Sollte sich die Behörde nicht nachgiebig zeigen, müsste das Unternehmen laut Stern wohl vor Gericht ziehen. 


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

KFC wechselt in den USA ab Januar 2027 von PepsiCo zu Coca-Cola. Das US-Netz umfasst laut Reuters 3.718 Standorte; bis Frühjahr 2027 sollen Coca-Cola-Produkte voraussichtlich in sämtlichen US-Restaurants angeboten werden.

Das Deutsche Weininstitut (DWI) und die Fachzeitschrift Wein + Markt haben herausragende Weinfachhändler für ihre besonderen Leistungen in Beratung, Sortimentsgestaltung und Kundenpflege mit dem Fachhandelspreises 2026 geehrt.

Nach zähen Verhandlungen bringt die Regierung eine Zuckersteuer auf den Weg. Das soll nicht nur Einnahmen bringen, sondern auch neue Rezepturen für Limo und Co.

Pressemitteilung

Die vierte Ausgabe der EUROVINO in der Messe Karlsruhe wirft ihre Schatten voraus: Ab sofort können sich Interessierte aus Handel und Gastronomie ihr Ticket für die beiden Messetage am 28. Februar und 1. März 2027 sichern. Für zusätzliche Vorfreude sorgt dabei der aktuelle Anmeldestand der Ausstellenden zu Mitte Oktober 2026: Die Fläche ist bereits zu über 80 Prozent ausgebucht!

Asien-Pazifik verfügt erstmals über mehr Messegelände mit mindestens 100.000 Quadratmetern Innenausstellungsfläche als Europa. Weltweit weist die neue Untersuchung des Messeverbands UFI 45,2 Millionen Quadratmeter Ausstellungsfläche aus.

Die deutsche Weinernte dürfte 2026 unter dem mehrjährigen Durchschnitt bleiben. Während die Mengenprognosen von Destatis und Deutschem Weininstitut unterschiedlich ausfallen, erwarten die Winzer nach DWI-Angaben „Spitzenqualitäten“.

Die deutschen Winzer erwarten „Spitzenqualitäten“, aber eine kleinere Weinernte als in den beiden Vorjahren. Das Deutsche Weininstitut schätzt den bundesweiten Ertrag auf rund 20 Prozent unter dem zehnjährigen Durchschnitt.

Metro Deutschland testet gemeinsam mit Omnivore Recycling ein Verfahren zur Verwertung unvermeidbarer Lebensmittelabfälle. Larven der Schwarzen Soldatenfliege sollen daraus Biomasse für Futtermittel und organischen Dünger erzeugen.

Pressemitteilung

Zur Saison 2026/27 hat Supreme Sports Hospitality (Supreme) in enger Abstimmung mit dem SV Werder Bremen den neuen Hospitality-Bereich „Weserblick“ im Weserstadion in Betrieb genommen. Die Sportsbar bietet Platz für knapp 100 Gäste und ergänzt die bestehenden Hospitality-Bereiche um ein legeres Format. 

Die Internorga verändert zur 100. Ausgabe ihre Hallenstruktur. Digital Solutions zieht vollständig in die Halle A3, Food & Beverages wächst und Future Food wird zum eigenständigen Bereich Future Food & Drinks.