Deutscher Weinmarkt 2025: Absatz und Umsatz sinken um sieben Prozent

| Industrie Industrie

Das Deutsche Weininstitut (DWI) verzeichnet für das Jahr 2025 einen deutlichen Rückgang auf dem heimischen Weinmarkt. Laut einer Analyse von NielsenIQ sanken sowohl die Einkaufsmengen als auch die damit erzielten Umsätze im Vergleich zum Vorjahr um jeweils rund sieben Prozent. Dieser Abwärtstrend betraf deutsche Erzeugnisse und internationale Weine gleichermaßen.

Heimische Erzeuger bauen Marktanteil leicht aus

Trotz der allgemeinen Marktschwäche konnten die deutschen Weinproduzenten ihren Stand behaupten und ihren Marktanteil beim Absatz leicht um 0,2 Prozentpunkte steigern. Damit liegt der Anteil deutscher Weine nun bei 42,6 Prozent. Im Gegensatz dazu verbuchten die wichtigsten ausländischen Lieferländer Verluste bei ihren Marktanteilen. Italien führt die Importstatistik mit einem Anteil von 17 Prozent an, gefolgt von Spanien mit 13 Prozent und Frankreich mit neun Prozent.

Kaufverhalten und Haushaltsreichweite

Die Ursache für die rückläufigen Zahlen liegt primär in einer veränderten Frequenz und geringeren Einkaufsmengen pro Haushalt. Die Basis der Weinkäufer blieb hingegen nach Verlusten in den Vorjahren weitgehend konstant. „Diese Entwicklung ist darauf zurückzuführen, dass pro Haushalt seltener und weniger Wein gekauft wurde. Die Anzahl der Wein einkaufenden Haushalte ist nach Rückgängen den Vorjahren 2025 relativ stabil geblieben. Dies gilt erfreulicherweise insbesondere für Käufer und Käuferinnen, die deutsche Weine einkauften“, erläuterte DWI-Geschäftsführerin Melanie Broyé-Engelkes.

Strategien gegen die Marktanspannung

Die Lage auf dem deutschen Weinmarkt wird von der Institutsleitung weiterhin als angespannt bewertet. Um die Position der heimischen Betriebe zu festigen und weiter auszubauen, plant das Deutsche Weininstitut für das laufende Jahr eine neue Kommunikationskampagne. Ziel dieser Maßnahme ist es, das Interesse der Verbraucher gezielt für Weine aus den deutschen Anbaugebieten zu erhöhen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die Fachmesse Alles für den Gast erweitert ihr Konzept für 2026 um neue Themenwelten, Veranstaltungsformate und zusätzliche Aussteller. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Salzburg steht das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und persönlicher Gastlichkeit.

Sie sind vergleichsweise leicht und gelten als gute Speisebegleiter: Leichtere Weine im Kabinett-Stil aus Deutschland sind nach Einschätzung von Fachleuten im In- und Ausland zunehmend gefragt.

Pressemitteilung

Die Fachmesse für Wein am 28. Februar und 1. März 2027 in der Messe Karlsruhe wirft ihre Schatten voraus: Interessierte haben noch bis 31. Juli 2026 die Gelegenheit, bei ihrer Anmeldung als Ausstellende von Frühbucher-Konditionen zu profitieren. Zudem sind ab sofort die EUROVINO Classrooms als neues Programmformat der EUROVINO 2027 buchbar genauso wie das EUROVINO Discover Programm. 

Der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss hat seine Jahrespublikation veröffentlicht. Der Dachverband der deutschen Messewirtschaft bilanziert darin, welche Entwicklungen die Branche aktuell prägen und welche Herausforderungen und Chancen die Zukunft bestimmen.

Der ehemalige BrewDog-Mitgründer James Watt strebt einen Rückkauf des Unternehmens von Tilray Brands an, stößt jedoch auf deutliche Ablehnung beim aktuellen Eigentümer.

Wie jeden Sommer steht der Italo-Drink mit seinem leuchtenden Orange wieder überall auf den Tischen. Allerdings ist in den Gläsern nicht immer das Original. Jetzt geht der Mutterkonzern dagegen vor.

Handarbeit statt Maschinen: Für Frankens Steillagen-Winzer gibt’s bald mehr Geld. Doch reicht das, wenn immer mehr Betriebe aufgeben und der Markt schrumpft?

Nach der gescheiterten Rettung will die insolvente Brauerei Eichbaum die noch vorhandenen Aufträge bis Ende September abwickeln. Der Betrieb solle mit einem kleinen Abwicklungsteam geordnet auslaufen, heißt es in einer Mitteilung des Mannheimer Unternehmens. 

Das Deutsche Weininstitut registriert einen anhaltenden Trend zu trockenen Weinen. Gleichzeitig nimmt der Anteil von Rotweinen weiter ab, während die Menge der qualitätsgeprüften Weine im Jahr 2025 zurückging.

Die Brauwirtschaft gerät tiefer in die Krise: Der Bierkonsum in Deutschland geht 2026 weiter zurück. Das hat Auswirkungen auf das Sortiment im Handel und die Preise. Insolvenzen, Schließungen und Verkäufe von Brauereien werden an immer mehr Standorten ein Thema.