Internorga-Umfrage zeigt neuen Optimismus

| Industrie Industrie

Grund zur Hoffnung trotz Herausforderungen: Die Ergebnisse der Internorga-Online-Umfrage zeigen, dass viele Unternehmen aus der Gastronomie, Hotellerie, Bäckereien und Konditoreien wieder positiver in die Zukunft blicken. Welche weiteren Themen und Trends die Unternehmen 2025 noch begleiten und wie diese umgesetzt werden können, veranschaulicht die Trendanalyse Internorga FoodZoom 2025. Besuchende können die zukunftsweisenden Trends vom 14. bis 18. März live in den Hamburger Messehallen erleben - und dabei gleichzeitig Kontakte knüpfen.

Für viele Unternehmen waren die vergangenen Jahre von Herausforderungen gezeichnet. Ein zentrales Thema der Umfrage ist daher die Kostenentwicklung: 64 Prozent der Befragten sehen steigende Kosten als größte Belastung, gefolgt vom Personalmangel (48 Prozent). Trotz der herausfordernden Rahmenbedingungen, die 59 Prozent der Befragten auch für 2025 erwarten, blickt ein Großteil zuversichtlich auf die eigene Geschäftsentwicklung: 63 Prozent schätzen ihre persönliche Situation und die Entwicklung ihrer Geschäfte im Jahr 2025 positiv ein.

"Wir sehen einen aufkommenden Optimismus für das Jahr 2025. Diesen möchten wir mit der Internorga stärken und die Unternehmen aus der Branche ermutigen, Chancen zu nutzen und den Wandel aktiv mitzugestalten. Als Partner der Branche ist es unser Ziel, mit einer Messe voller Innovationen und spannender Formate zu inspirieren, Akteure zu vernetzen und auch in herausfordernden Zeiten Mut zu machen", so Matthias Balz, Director Internorga.

Gesamtgesellschaftliche Themen beeinflussen auch die Top 3 Trends und Entwicklungen im Außer-Haus-Markt: Etwa jede dritte befragte Person (30 Prozent) gibt an, dass Nachhaltigkeit und Energieeffizienz an erster Stelle stehen. Künstliche Intelligenz und Digitalisierung gewinnen zunehmend an Bedeutung und werden von 28 Prozent der Befragten als relevant eingeschätzt, ein emotionales Gast-Erlebnis von 19 Prozent. Die Internorga wird von den Befragten als bedeutender Impulsgeber für die Branche wahrgenommen. 70 Prozent der Teilnehmenden erwarten von der Messe neue Trends, Produkte und Technologien, während 58 Prozent auf praktische Lösungen für aktuelle Herausforderungen hoffen.

Die Ergebnisse der Online-Umfrage spiegeln sich auch in der Trendanalyse von der Internorga in Zusammenarbeit mit der international anerkannten Trendforscherin Karin Tischer von food&more (Kaarst) wieder. Der FoodZoom 2025 bietetwertvolle Einblicke in den Außer-Haus-Markt von morgen, inspirierende Beispiele und Impulse zur Umsetzung. Allgemein relevante Themen wie Nachhaltigkeit und Digitalisierung mit KI finden sich auch hier in den einzelnen Trends wieder: Vom emotionalen Gast-Erlebnis, der Streetfood-Reise um die Welt, Food-Architektur der Städte bis hin zur gesundheitsorientierten Ernährung. Abgerundet wird die Analyse durch eine Handlungsempfehlung, die ermutigt, bestehende Konzepte zu hinterfragen und weiterzuentwickeln.

FoodZoom 2025 Trends in Kürze:

Emotions are Key

Emotionensind der treibende Motor, der Menschen bewegt, sowie Schlüssel zu Innovation, Verbindung und Erfolg. Auch Essen ist hoch emotional und persönlich, tief in unseren Erinnerungen und Erfahrungen verwurzelt. Für den Außer-Haus-Markt liegt hier die Chance, einzigartige Erlebnisse zu schaffen, die Emotionen wecken, in Erinnerung bleiben und schließlich die Gast-Bindung stärken. Unterstützen können hier Storytelling und eine besondere Inszenierung. Inspirationen dafür finden sich auf der Internorga unter anderem bei Franke-Filter NatureRoom, Deeken raumconzepte und den Ausstellenden auf der Skywalk Tafel.

Streetfood around the Globe

Streetfood begeistert mit internationaler, lebendiger Vielfalt, ist dynamisch sowie wandelbar. Dabei verbindet es Kulturen und geht auf das Bedürfnis der Gäste nach neuen Erlebnissen und Geschmackseindrücken ein, während es den Mega-Trend Snacking auf unkomplizierte Weise bedient. Als "Spielwiese zum Testen" können neue Trends in kleinen Portionen ausprobiert werden - sowohl von Gästen als auch Gastronomien. Aktuelle Streetfood-Neuheiten können unter anderem bei Bakerman, Salomon Food World, Lamb Weston und Farm Frites probiert werden.

Food-Architektur der Städte

Die aktuelle Situation in zahlreichen deutschen Innenstädten - zwischen leerstehenden Immobilien und sinkenden Besuchendenzahlen - bietet trotz möglicher Herausforderungen auch Chancen für den Außer-Haus-Markt, insbesondere für Gastronomie als "sozialer Klebstoff". Es befördert Möglichkeiten, innovativ und kreativ zu denken und neue Wege zu gehen. Ob erfolgreich etabliertes oder aktuell herausgefordertes Konzept: Es lohnt sich, den Status quo zu prüfen, Konzepte und Nutzungsformate zu überdenken. Auch Digitalisierung mit KI und Robotik können Konzepte noch erfolgreicher und resilienter gestalten. Spannende Impulse dafür finden Besuchende im Ausstellungsbereich Digitale Anwendungen in den Hallen A2 und A3 auf der Internorga.

Healthy World Update

Das wachsende Gesundheitsbewusstsein ist einer der Megatrends, welcher den Außer-Haus-Markt langfristig prägt. Die zunehmende Vielfalt an Proteinalternativen bietet neue Geschmackserlebnisse, die auf individuelle Bedürfnisse eingehen. Nach aktuellen Erkenntnissen beeindrucken hinsichtlich Nachhaltigkeit und Proteingehalt dabei insbesondere Produkte auf Basis von Sonnenblumenprotein und Lupinen. Auch das Angebot an No- und Low-Alkohol-Alternativen entwickelt sich stetig weiter und ermöglicht vollen Genuss ohne Kompromisse. Neuheiten aus diesem Bereich können auf der Internorga probiert werden, unter anderem im Trendbereich Future Food in Halle B3.OG.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Brandenburgs Spargelbauern setzen auf einen frühen Start in die Saison. An Ostern soll das erste Gemüse geerntet sein. Doch die Landwirte bangen um ihre Konkurrenzfähigkeit.

Der deutsche Weinmarkt steht unter Druck: Im Jahr 2025 sanken Absatz und Umsatz um jeweils sieben Prozent. Während die Zahl der Käuferhaushalte stabil blieb, griffen die Verbraucher seltener zu. Deutsche Erzeuger konnten ihren Marktanteil trotz der schwierigen Rahmenbedingungen leicht steigern.

Mit 4,5 Millionen Tonnen erreichte die deutsche Gemüseernte 2025 einen historischen Rekordwert. Vor allem Speisezwiebeln und der ökologische Anbau verzeichneten signifikante Zuwächse, während Nordrhein-Westfalen seine Position als wichtigstes Anbaubundesland behauptete.

Startschuss für ein millionenschweres Bauprojekt: In der Düsseldorfer Ulmenstraße entsteht bis 2027 ein neuer Metro Großmarkt. Der Standort setzt auf ein nachhaltiges Energiekonzept und soll die Versorgung der regionalen Gastronomie langfristig sichern.

Die Internorga 2026 in Hamburg präsentiert ihr Rahmenprogramm. Von Trendanalysen auf der Open Stage bis hin zu Fachkongressen über Nachhaltigkeit und Digitalisierung bietet die Messe Impulse und Lösungen für die Herausforderungen der Branche.

Die Finalisten für den Internorga Zukunftspreis 2026 wurden bekannt gegeben. Neun Unternehmen aus den Bereichen Food, Technik und Gastgewerbe konkurrieren im März in Hamburg um die Auszeichnung für besondere Innovationskraft und Nachhaltigkeit.

Mineralwasser mit Geschmack und stilles Wasser: Das sind 2025 Wachstumstreiber beim Gerolsteiner Brunnen gewesen. Vor allem Wasser ohne Kohlensäure habe überdurchschnittliche Zuwächse erzielt, teilte das Unternehmen mit.

Eigentlich machen niedrige Temperaturen Grünkohl bekömmlicher. In diesem Jahr haben ihm jedoch viele Schneefälle zugesetzt. Einige Bauern beenden die Erntesaison vorzeitig. Das Wintergemüse wird bis Ende März in geselliger Runde gegessen.

Das VDP-Weingut St. Antony kombiniert 2026 Weinverkostungen mit akustischen Erlebnissen. Mit der Silent Disco Weinprobe in Nierstein und einem technischen StudioTalk in Mainz-Gonsenheim werden neue Wege in der Weinvermittlung beschritten.

Die schottische Brauerei Brewdog hat die Beratungsgesellschaft AlixPartners beauftragt, um neue Investoren zu gewinnen oder einen vollständigen Verkauf vorzubereiten. Davon könnten die weltweit vier Brauereien, die rund 70 Bars sowie die bekannten Marken wie Punk IPA betroffen sein.