Nestlé steigert Umsatz und will Preise in Deutschland erhöhen

| Industrie Industrie

Der weltgrößte Nahrungsmittelhersteller Nestlé ist in den ersten neun Monaten des Jahres dank Preiserhöhungen kräftig gewachsen. Trotz der hohen Inflation waren Tierfutter, Nespresso-Kapseln und Süßigkeiten bei den Kunden weiter gefragt. Auch in Deutschland will Nestlé die Preise weiter anheben.

Der Schweizer Konzern setzte weltweit von Januar bis September 69,1 Milliarden Franken (70,4 Mrd Euro) um. Aus eigener Kraft, also Zukäufe und Wechselkurseffekte herausgerechnet, betrug das Umsatzplus 8,5 Prozent. Nestlé schraubte die Preise im Schnitt um 7,5 Prozent hoch, dazu kamen Mengensteigerungen von 1,0 Prozent, wie Nestlé am Mittwoch in Vevey mitteilte. Heimtierprodukte lieferten den größten Beitrag zum Wachstum, aber auch das Kaffee-Geschäft wuchs kräftig.

Im Vergleich zum ersten Halbjahr hat Nestlé damit das Wachstumstempo gesteigert. Im dritten Quartal allein erreichte es 9,3 Prozent. Das hat vor allem mit den Preiserhöhungen zu tun, mit denen Nestlé nun laufend die steigenden Kosten an die Kunden weiterreicht.

Auch für Deutschland kündigte Nestlé Preiserhöhungen an. Der Konzern stehe hierzulande unter starkem Druck, sagte Deutschland-Chef Marc Boersch mit Blick auf die Inflationsrate von 10 Prozent im September. Den Preisschub versuche man mit Kosteneffizienz so gut wie möglich abzufedern. «Wir drehen jeden Euro dreimal um, in den Werken, der Logistik und Verwaltung sowie auch bei den Werbeausgaben. Für Deutschland gehen wir davon aus, dass die Preise 2023 weiter steigen werden.» Dabei werde man so verantwortungsvoll wie möglich vorgehen, betonte Boersch.

Für das Gesamtjahr zeigte sich Nestlé global nun zuversichtlicher und stellt ein Umsatzwachstum aus eigener Kraft von um die 8 Prozent in Aussicht. Zuvor lautete das Ziel 7 bis 8 Prozent. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Die neue Kalk&Kegel-Liste 2026 benennt 104 deutsche Weingüter als zukunftsweisend für die Branche. Gewählt von führenden Sommeliers, stehen handwerkliche Präzision und ökologische Bewirtschaftung im Fokus der Auswahl.

Alkoholfreier Wein kommt bei immer mehr Verbraucherinnen und Verbrauchern in Deutschland gut an. Wie das Deutsche Weininstitut (DWI) zum Auftakt der Weinmesse ProWein in Düsseldorf mitteilte, zogen der Absatz und Umsatz mit dieser Weinart im vergangenen Jahr um 25 Prozent an.

Heute startet in Hamburg die Branchenveranstaltung 370Grad. Vier Tage lang treffen sich Entscheider aus Hotellerie, Gastronomie und Catering im Empire Riverside Hotel zum Austausch über Konzepte, Produkte und Entwicklungen der Branche.

Die INTERNORGA 2026 setzt in Hamburg auf ein erweitertes Rahmenprogramm mit Kongressen, Wettbewerben, neuen Themenbereichen und Netzwerkformaten für Hotellerie, Gastronomie und Foodservice.

Lukull steht schon immer für weit mehr als seinen beliebten Klassiker, die Sauce Hollandaise. Nun wird die Range des Marktführers um zwei neue, vegetarische Saucen erweitert, die den Küchenalltag erleichtern. Die milde Champignon Sauce und die kräftige, glutenfreie Rotwein Sauce.

Extremer Regen löst im wichtigsten Kaffee-Anbauland Brasilien Erdrutsche mit verheerenden Folgen aus. Das wird auch hier an der Kaffeemaschine spürbar. Deutschland ist mittlerweile der größte Abnehmer brasilianischen Kaffees.

Die Münchener Kaffeekette Coffee Fellows steigt in den Markt für trinkfertige Dosengetränke ein. Ab April sind sechs Kaffee- und Matcha-Sorten im Handel und in den Filialen erhältlich.

Pressemitteilung

Am 1. und 2. März wurde die Messe Karlsruhe erneut zum Treffpunkt für die nationale und internationale Weinbranche: Zur dritten Ausgabe der EUROVINO kamen über 500 Ausstellende sowie Fachpublikum aus Handel, Gastronomie und Hotellerie nach Karlsruhe. In konzentrierter wie persönlicher Atmosphäre entstanden interessierte Gespräche, neue Geschäftskontakte sowie die Möglichkeit, Partnerschaften zu intensivieren.

Die Traditionsmanufaktur Kahla in Thüringen kämpft erneut mit wirtschaftlichen Schwierigkeiten und hat ein Insolvenzverfahren zur Sanierung eingeleitet. Trotz einer drastisch reduzierten Belegschaft und schwieriger Rahmenbedingungen durch hohe Energiekosten, soll die Produktion am historischen Standort fortgesetzt werden.

Henkell Freixenet erwirbt die restlichen Anteile an Freixenet S.A. und wird nach acht Jahren partnerschaftlicher Zusammenarbeit zum alleinigen Eigentümer des spanischen Weltmarktführers für Cava. Während die Familie Ferrer künftig auf eigene Weingüter setzt, bleibt die Führung der Marke in Wiesbaden konzentriert.