Pernod Ricard in Corona-Krise besser als gedacht

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Beim Spirituosenhersteller Pernod Ricard hat die Corona-Krise im Ende Juni abgelaufenen Geschäftsjahr weniger etwas Blessuren hinterlassen als zunächst vom Management befürchtet. Trotz eines strapaziösen Schlussquartals konnten die Franzosen die Belastungen durch Sparmaßnahmen abfedern. Wie der Konzern am Mittwoch in Paris mitteilte, ging der um Sondereffekte bereinigte operative Gewinn im Berichtszeitraum um 12,4 Prozent auf 2,26 Milliarden Euro zurück. Bereinigt um Zu- und Verkäufe sowie Währungseffekte belief sich der Rückgang auf knapp 14 Prozent.

Das Management um Konzernchef Alexandre Ricard war noch im Frühjahr von einem Einbruch um ein Fünftel ausgegangen, hatte die Prognose aber dann Ende Juli wegen der Sparmaßnahmen auf minus 15 Prozent angepasst. Zudem liefen im Schlussquartal die Geschäfte über den Einzelhandel insbesondere in Europa und den USA besser als gedacht. Unterm Strich brach der Gewinn im abgelaufenen Geschäftsjahr allerdings um 77 Prozent auf 329 Millionen Euro ein.

Zudem ließ die Corona-Pandemie zwischen April und Juni den Umsatz des Konzerns, der Marken wie Absolut Vodka, Havana Club und Jameson Whisky herstellt, um mehr als ein Drittel einbrechen. Aufs Gesamtjahr gesehen gingen die Erlöse um 8 Prozent auf rund 8,5 Milliarden Euro zurück - hier machte sich vor allem das starke erste Halbjahr stützend bemerkbar.

Die Aktie von Pernod Ricard ist in diesem Monat beim großen Stühlerücken im Eurozonen-Leitindex EuroStoxx 50 mit dabei. Zum 21. September steigt das Papier in die erste europäische Börsenliga auf - zusammen mit dem Immobilienkonzern Vonovia, dem Bezahldienstleister Adyen, der Technologie-Holding Prosus und dem Aufzughersteller Kone. (dpa)


 

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