Le Duff Group übernimmt Panamar Bakery in Spanien

| Industrie Industrie

Die Le Duff Group hat eine Vereinbarung zur Übernahme der spanischen Panamar Bakery Group geschlossen. Das teilte das Unternehmen am 23. März 2026 mit. Nach Angaben des Unternehmens handelt es sich um die bislang größte Akquisition in der Geschichte der Le Duff Group und ihrer Tochter Bridor.

Die Panamar Bakery Group erzielt laut Mitteilung im Jahr 2026 einen Umsatz von rund 600 Millionen Euro und beschäftigt etwa 2.600 Mitarbeiter.

Ausbau der internationalen Aktivitäten

Mit der Übernahme soll Bridor nach Unternehmensangaben seine industrielle und logistische Präsenz in den derzeit rund 100 belieferten Ländern ausbauen. Die Le Duff Group verfolgt eigenen Angaben zufolge mit ihren verschiedenen Geschäftsbereichen ein Umsatzziel von 3,5 Milliarden Euro.

Zum Konzern gehören neben Bridor unter anderem die Bereiche Gourming sowie mehrere Gastronomiemarken, darunter Brioche Dorée, Del Arte und La Madeleine.

Angaben zum übernommenen Unternehmen

Die Panamar Bakery Group ist laut Mitteilung ein familiengeführtes Unternehmen und Hersteller von tiefgekühlten Backwaren. Das Unternehmen vertreibt Brot, Feingebäck und Konditoreiprodukte in mehr als 20 Länder und bietet nach eigenen Angaben über 1.200 Produkte an. Es verfügt über ein integriertes Produktions- und Vertriebsnetz.

Isabel Martinez, Präsidentin der Panamar Bakery Group, wird in der Mitteilung mit den Worten zitiert: „We are embarking on this new chapter with confidence. The entrepreneurial spirit and family values that drive us form a common foundation that LE DUFF Group & BRIDOR will continue to nurture. This merger is fully in line with PANAMAR BAKERY GROUP’s ambitions for the future“.

Philippe Morin, Geschäftsführer von Bridor, erklärte laut Mitteilung: „Integrating PANAMAR BAKERY GROUP enables BRIDOR to take another decisive step forward by becoming a global leader in bakery and Viennese pastry products and a major player in the Iberian Peninsula. It perfectly reflects our mission statement: to bring to life the bakery cultures of the world“.

Weitere Investitionen und Entwicklung

Bridor verfolgt nach Unternehmensangaben einen internationalen Investitionsplan. Dazu gehören Erweiterungen bestehender Produktionsstandorte sowie mehrere Übernahmen und Neubauten.

In Nordamerika wurden unter anderem ein Werk in Montréal erweitert und ein Unternehmen im US-Bundesstaat Connecticut übernommen. Weitere Projekte betreffen Produktionsstandorte in New Jersey, Utah und Texas.

In Europa erfolgten laut Mitteilung Übernahmen in Portugal und den Niederlanden sowie Investitionen in Standorte in Deutschland, Frankreich, den Niederlanden und der Schweiz. Die Übernahme der Panamar Bakery Group ist Teil dieser Aktivitäten.

Auch in der Region Asien-Pazifik wurden nach Unternehmensangaben Zukäufe und Erweiterungen umgesetzt, unter anderem in Australien, Neuseeland und China.

Der Umsatz von Bridor ist laut Mitteilung von 750 Millionen Euro im Jahr 2021 auf 2,5 Milliarden Euro im Jahr 2026 gestiegen. Das Unternehmen gibt an, den Umsatz bis 2031 verdoppeln zu wollen.

Louis Le Duff, Gründer und Präsident der Le Duff Group, erklärte laut Mitteilung: „LE DUFF Group celebrates its 50th anniversary this year. It has grown steadily and strongly since its creation, largely due to three key factors: The stability of the teams because the only wealth is mankind; The quality and health of the products on the consumer’s plate for their well-being; Ongoing innovation, in both products and services“.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Beim Hopfen geht es noch viel schneller nach unten - und trotzdem gibt es noch zu viel. Zwei Kontinente trotzen dem Abwärtstrend. Und in Deutschland droht ein Brauereienschwund.

Die Warenhauskette erhält nach Wochen der Unruhe frisches Geld. Doch die Warenhauskette will ihr Filialnetzes verkleinern. In diesen Städten müssen Standorte um ihre Zukunft zittern.

Die Fachmesse Alles für den Gast erweitert ihr Konzept für 2026 um neue Themenwelten, Veranstaltungsformate und zusätzliche Aussteller. Im Mittelpunkt der Veranstaltung in Salzburg steht das Zusammenspiel von Künstlicher Intelligenz und persönlicher Gastlichkeit.

Sie sind vergleichsweise leicht und gelten als gute Speisebegleiter: Leichtere Weine im Kabinett-Stil aus Deutschland sind nach Einschätzung von Fachleuten im In- und Ausland zunehmend gefragt.

Pressemitteilung

Die Fachmesse für Wein am 28. Februar und 1. März 2027 in der Messe Karlsruhe wirft ihre Schatten voraus: Interessierte haben noch bis 31. Juli 2026 die Gelegenheit, bei ihrer Anmeldung als Ausstellende von Frühbucher-Konditionen zu profitieren. Zudem sind ab sofort die EUROVINO Classrooms als neues Programmformat der EUROVINO 2027 buchbar genauso wie das EUROVINO Discover Programm. 

Der Ausstellungs- und Messe-Ausschuss hat seine Jahrespublikation veröffentlicht. Der Dachverband der deutschen Messewirtschaft bilanziert darin, welche Entwicklungen die Branche aktuell prägen und welche Herausforderungen und Chancen die Zukunft bestimmen.

Der ehemalige BrewDog-Mitgründer James Watt strebt einen Rückkauf des Unternehmens von Tilray Brands an, stößt jedoch auf deutliche Ablehnung beim aktuellen Eigentümer.

Wie jeden Sommer steht der Italo-Drink mit seinem leuchtenden Orange wieder überall auf den Tischen. Allerdings ist in den Gläsern nicht immer das Original. Jetzt geht der Mutterkonzern dagegen vor.

Handarbeit statt Maschinen: Für Frankens Steillagen-Winzer gibt’s bald mehr Geld. Doch reicht das, wenn immer mehr Betriebe aufgeben und der Markt schrumpft?

Nach der gescheiterten Rettung will die insolvente Brauerei Eichbaum die noch vorhandenen Aufträge bis Ende September abwickeln. Der Betrieb solle mit einem kleinen Abwicklungsteam geordnet auslaufen, heißt es in einer Mitteilung des Mannheimer Unternehmens.