Schwächelnder Bierabsatz setzt den Hopfenpflanzer zu

| Industrie Industrie

Deutschlands Hopfenpflanzer leiden unter sinkendem Bierdurst: In diesem Jahr ist die Anbaufläche um 1.101 Hektar beziehungsweise knapp sechs Prozent geschrumpft, wie der Hopfenpflanzer-Verband in Wolnzach mitteilte. Die gesamte deutsche Anbaufläche in diesem Jahr liegt demnach noch bei 17.861 Hektar. Es sinkt auch die Zahl der Betriebe: Weil 62 Hopfenpflanzer das Geschäft aufgegeben haben, verbleiben nunmehr nur noch 904 Hopfenpflanzer in ganz Deutschland.

Nischenkultur von weltweiter Bedeutung für Brauereien

Gemessen an der Anbaufläche war der Hopfen - verglichen mit Mais oder Weizen - auch in guten Jahren schon eine Nischenkultur. Doch ist Deutschland nach Angaben von Verbandspräsident Adi Schapfl nach wie vor weltgrößter Hopfenproduzent: Mehr als ein Drittel des global angebauten Hopfens wird demnach in der Bundesrepublik angebaut, gefolgt von den USA und Tschechien auf den Plätzen zwei und drei. Der Großteil geht in den Export. 

Nach Berechnungen der japanischen Großbrauerei Kirin ist der weltweite Bierkonsum in den vergangenen Jahren zwar ganz leicht gestiegen, in vielen wohlhabenden Industriestaaten jedoch zurückgegangen. Zahlen für 2025 hat der Konzern noch nicht publiziert, doch 2024 wurden demnach rund um den Globus 194 Milliarden Liter Bier getrunken. Grundlage der Berechnungen sind weltweite Umfragen unter Brauerverbänden und Daten der Statistikämter. (dpa)


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

Die 370GRAD Roadshow kommt nach München. Beim exklusiven Branchentreff in der Design Offices Macherei präsentieren rund 30 ausgewählte Unternehmen ihre neuesten Produkte, Konzepte und Lösungen. Als Treffpunkt für Entscheider der Hospitality-Branche bietet die Veranstaltung Raum für persönlichen Austausch, Networking und neue Geschäftskontakte.

Die Wirtschaftsflaute in Deutschland führt im ersten Quartal 2026 zu einem Rückgang bei den Ausstellerzahlen und den vermieteten Standflächen der nationalen Messen. Dennoch wurden steigende Besucherzahlen verzeichnet.

Bier und Fußball gehören für viele Fans nicht mehr automatisch zusammen. Zur anstehenden WM in Nordamerika drücken fehlende Großereignisse und miese Konsumlaune die Erwartungen der Brauer.

Der angeschlagene französische Champagner-Hersteller Maison Pommery prüft einen mehrheitlichen Einstieg der deutsch-spanischen Sektkellerei Henkell Freixenet. Was beide Familienunternehmen damit anstreben.

Proteinreiche Produkte sind gefragt. Das spüren derzeit auch Tofu-Fans. Bei Supermärkten und Discountern ist das Lebensmittel manchmal knapp. Besserung ist vorerst nicht in Sicht.

Reet Systems hat die Entwicklung seiner automatisierten Burger-Produktionsanlage abgeschlossen und präsentiert die Technologie in einem neuen Demo-Center in Wien Neudorf. Das Unternehmen richtet den Fokus nun auf die Vermarktung des Systems.

Kostendruck, Stellenabbau, veränderte Märkte - es sind fordernde Zeiten für BASF. Da kommt ein Jubiläum wohl gerade recht: Das riesige Rebensaftarsenal des Unternehmens wird 125 Jahre alt. Ein Besuch.

Klarerer Kopf, weniger Kalorien: Der Trend zum alkoholfreien Bier wird in Deutschland größer und größer. Mittlerweile ist jeder neunte Liter Bier, der in Deutschland getrunken wird, alkoholfrei.

Die Schörghuber Gruppe hat ihren Gesamtumsatz im Geschäftsjahr 2025 nach eigenen Angaben auf 1,79 Milliarden Euro gesteigert. Als größten Wachstumstreiber nennt das Münchner Familienunternehmen die Paulaner Brauerei Gruppe. Gleichzeitig setzt die Hotelsparte Arabella Hospitality nach umfangreichen Investitionen wieder auf Expansion.

Nach dem starken Preisanstieg in den vergangenen Jahren wird Kaffee nun wieder günstiger. Die Handelsketten senken die Preise ihrer Eigenmarkenprodukte um bis zu 50 Cent pro Packung.