REWE startet Sofort-Lieferung mit drei Lieferplattformen

| Industrie Industrie

REWE bietet seit dem 15. September 2026 eine Sofort-Lieferung über Wolt, Uber Eats und Lieferando an. Das Angebot startet in Köln, Frankfurt am Main, Hamburg und Jena. Bestellte Lebensmittel sollen innerhalb von maximal einer Stunde nach Hause, ins Büro oder in den Park geliefert werden.

In Köln erfolgt die Aus Auslieferung über Wolt, in Frankfurt am Main über Uber Eats. In Hamburg und Jena arbeitet REWE dafür mit Lieferando zusammen.

Die Kunden wählen in der jeweiligen App die „REWE Sofort-Lieferung“ aus und stellen dort ihren Warenkorb zusammen. Die Kommissionierung erfolgt in den beteiligten REWE-Märkten. Anschließend übernimmt die ausgewählte Plattform die Auslieferung.

Die Plattformen bieten bis zu 9.000 REWE-Produkte an

Je nach App stehen nach Angaben von REWE 5.000 bis 9.000 Produkte zur Auswahl. Das Sortiment umfasse unter anderem frisches Obst und Gemüse, Molkereiprodukte, Tiefkühlwaren und Convenience-Produkte.

Als mögliche Bestellanlässe nennt REWE unter anderem Lebensmittel für das Mittagessen, Getränke für einen spontanen Besuch sowie Zutaten für das Abendessen. Aus vorangegangenen Tests gehe hervor, dass bei spontanen Einkäufen besonders Obst und Gemüse sowie Molkerei- und Convenience-Produkte nachgefragt würden.

Wolt startet die REWE Sofort-Lieferung nach eigenen Angaben mit zunächst fünf Märkten in Köln. Die Zusammenarbeit mit REWE bestand bereits vor dem neuen Angebot. In Stuttgart und München seien selbstständige REWE-Kaufleute mit ihren Märkten auf Wolt vertreten. Seit März sei zudem der zur REWE Group gehörende Kölner Weinkeller über die Plattform verfügbar.

Lieferplattformen bauen ihr Angebot über Restaurantlieferungen hinaus aus

Uber Eats bezeichnet die Kooperation als Teil seiner Strategie, das Angebot über Restaurantlieferungen hinaus zu erweitern. Die Plattform wolle neben Restaurants zunehmend auch Lebensmittel und andere Produkte des täglichen Bedarfs vermitteln.

Lieferando bietet auf seiner Plattform ebenfalls Bestellungen von zubereiteten Speisen, Lebensmitteln und Alltagsprodukten an. Mit der REWE Sofort-Lieferung ergänze das Unternehmen sein bestehendes Angebot von REWE Express um Bestellungen aus weiteren REWE-Märkten.

Wolt verbindet über seine Plattform Kunden mit Restaurants und anderen lokalen Anbietern. Die Zusammenarbeit mit REWE sei Teil des Retail-Angebots von Wolt in Deutschland.

REWE will die Sofort-Lieferung auf weitere Städte ausweiten

Noch bis zum Ende des Jahres 2026 will REWE die Sofort-Lieferung auf weitere deutsche Großstädte ausdehnen. Anschließend sei das Angebot auch für kleine und mittelgroße Städte vorgesehen. Konkrete zusätzliche Standorte nennt das Unternehmen in seiner Mitteilung vom 15. September 2026 nicht.

Als organisatorische Grundlage verweist REWE auf den bestehenden Abholservice in mehr als 2.200 Märkten. Die dort vorhandenen Prozesse könnten für die Zusammenarbeit mit den Lieferplattformen angepasst und auf weitere Standorte übertragen werden.

REWE ordnet das Angebot dem Bereich E-Food und dem sogenannten Quick Commerce zu. Darunter versteht das Unternehmen Lieferungen innerhalb von weniger als einer Stunde. Einer in der Mitteilung genannten Prognose von Statista zufolge könnten die Umsätze in diesem Marktsegment in Deutschland bis 2030 auf rund 1,3 Milliarden Euro steigen.

Der eigene REWE Lieferservice und der REWE Abholservice bleiben nach Unternehmensangaben bestehen. Die neue Sofort-Lieferung ergänze diese Angebote um Bestellungen über externe Plattformen.

Bei der Erstellung dieses Artikels kamen KI-gestützte Werkzeuge zum Einsatz. Die Inhalte wurden redaktionell überprüft. Feedback nehmen wir gerne unter news@tageskarte.io entgegen.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Wein in 0,75-Liter-Mehrwegflaschen: Das System soll auch national ausgerollt werden. Binnen zwölf Monaten peilen die Initiatoren 2,5 bis 3 Millionen Flaschen an – doch der Handel bremst noch.

Der Tag des Deutschen Bieres geht auf das am 23. April 1516 erlassene Reinheitsgebot zurück. Bier ist aber längst kein Selbstläufer mehr. Die schlechte Kauflaune ist nur ein Grund.

Coca-Cola ist ein weltweit agierender Getränkegigant. Im Vergleich dazu sind deutsche Brauereien Zwerge. Das hält sie aber nicht davon ab, dem Riesen die Stirn zu bieten.

Die Bierexporte aus Baden-Württemberg sind im Jahr 2025 deutlich zurückgegangen. Wie das Statistische Landesamt Baden-Württemberg mitteilt, sank die exportierte Menge um 26,6 Prozent auf über 1,0 Millionen Hektoliter.

Die Bierproduktion in Nordrhein-Westfalen ist 2025 erneut gesunken, während alkoholfreie Varianten weiter zulegen. Neue Daten zeigen deutliche Unterschiede in Entwicklung und Absatzwert.

Die deutschen Prädikatsweingüter spüren die steigenden Kosten von Energie, Löhnen, Glas und Verpackung sowie die Zurückhaltung der Konsumenten. Sie sehen sich dennoch gut aufgestellt.

Der Gewürzhändler Ankerkraut hatte die Mehrheit der Firma zum Ärger vieler Fans 2022 an Nestlé verkauft. Nun verlässt das Hamburger Unternehmen den weltgrößten Lebensmittelkonzern wieder.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie und wein.plus starten eine Kooperation, um die berufliche Weiterbildung in der Wein-, Gastronomie- und Hospitalitybranche zu fördern. Ziel der Partnerschaft: Fach- und Führungskräften sowie ambitionierten Brancheninteressierten den Zugang zu qualifizierten Weiterbildungen rund um Wein, Gastronomie und Management zu eröffnen.

Unilever Food Solutions hat seinen Future Menus Report 2026 veröffentlicht und erstmals ein KI-gestütztes Tool vorgestellt. Das System soll gastronomische Betriebe bei der Umsetzung aktueller Trends unterstützen.

Mit einem verstärkten Anbau neuer, robuster Rebsorten stellen sich die deutschen Winzerinnen und Winzern zunehmend auf die Herausforderungen des Klimawandels und einen nachhaltigeren Weinbau ein.