Trockenheit in Katalonien: Freixenet startet Kurzarbeit

| Industrie Industrie

Der Schaumweinhersteller Freixenet und die Sozialvertretung seiner Arbeitnehmer haben sich angesichts einer anhaltenden Trockenheit im wichtigen Anbaugebiet Katalonien auf die Einführung von Kurzarbeit geeinigt.

Der Schritt erfolgte, um dem gravierenden Mangel an Trauben und Grundwein infolge der Trockenheit entgegenzuwirken, teilte das Unternehmen am Samstag mit. Es ist Teil des deutsch-spanischen Unternehmens Henkell Freixenet, das nach Absatz und Umsatz als weltweiter Marktführer für Schaumwein gilt. Der Firmensitz ist in Wiesbaden und Sant Sadurní d'Anoia unweit von Barcelona.

Eine Unternehmenssprecherin hatte unlängst mitgeteilt, die katalanische Regierung akzeptiere einen ersten Antrag von Freixenet auf Kurzarbeit nicht, weil höhere Gewalt als Begründung in diesem Fall trotz der Trockenheit nicht greife. Das Unternehmen verwies daher in einem neuen Antrag formal auf «wirtschaftliche, technische, organisatorische oder produktionsbezogene Gründe».

Diese soll sich der Sprecherin zufolge auf 615 der 778 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Freixenet in Spanien beziehen - mit einer Verringerung der Arbeitszeit um 20 bis 50 Prozent. An Entlassungen werde ausdrücklich nicht gedacht.

Die Maßnahme soll im Mai in Kraft treten und voraussichtlich bis 31. Dezember dauern. Eine Freigabe seitens der katalanischen Regierung sei nicht notwendig, teilte eine Sprecherin mit. (dpa)


Zurück

Vielleicht auch interessant

Die deutschen Prädikatsweingüter spüren die steigenden Kosten von Energie, Löhnen, Glas und Verpackung sowie die Zurückhaltung der Konsumenten. Sie sehen sich dennoch gut aufgestellt.

Der Gewürzhändler Ankerkraut hatte die Mehrheit der Firma zum Ärger vieler Fans 2022 an Nestlé verkauft. Nun verlässt das Hamburger Unternehmen den weltgrößten Lebensmittelkonzern wieder.

Pressemitteilung

Die Deutsche Hotelakademie und wein.plus starten eine Kooperation, um die berufliche Weiterbildung in der Wein-, Gastronomie- und Hospitalitybranche zu fördern. Ziel der Partnerschaft: Fach- und Führungskräften sowie ambitionierten Brancheninteressierten den Zugang zu qualifizierten Weiterbildungen rund um Wein, Gastronomie und Management zu eröffnen.

Unilever Food Solutions hat seinen Future Menus Report 2026 veröffentlicht und erstmals ein KI-gestütztes Tool vorgestellt. Das System soll gastronomische Betriebe bei der Umsetzung aktueller Trends unterstützen.

Mit einem verstärkten Anbau neuer, robuster Rebsorten stellen sich die deutschen Winzerinnen und Winzern zunehmend auf die Herausforderungen des Klimawandels und einen nachhaltigeren Weinbau ein.

2024 war die Ernte für die Winzer an Saale und Unstrut wegen Frösten fast ein Totalausfall. Im vergangenen Jahr lief es besser - trotz negativem Bundestrend. Wie ist die Situation?

Alkoholfrei auf dem Etikett – doch Promille drin? Eine bayerische Brauerei ruft ihr alkoholfreies Hefeweizen zurück. Welche Chargen betroffen sind und was Verbraucher jetzt tun sollten.

Unilever und McCormick legen ihre Lebensmittelsparten zusammen. Die Transaktion beinhaltet eine Barzahlung von 15,7 Milliarden US-Dollar und eine Mehrheitsbeteiligung der Unilever-Aktionäre an der neuen Gesellschaft.

Die Weinproduktion in Deutschland ist 2025 laut Statistischem Bundesamt um 2,6 Prozent gesunken. Gleichzeitig ist der Anteil von Prädikatswein deutlich gestiegen, während Rheinhessen und Pfalz Rückgänge verzeichneten.

Die Investmentgesellschaft Argos übernimmt die Bäckereikette Kamps von der Le Duff Group. Geplant ist der Aufbau einer bundesweiten Bäckereigruppe mit mehr als 400 Standorten.