Unilever bestätigt Gespräche über Lebensmittelsparte

| Industrie Industrie

Der Konsumgüterkonzern Unilever hat Gespräche über ein mögliches Geschäft mit seiner Lebensmittelsparte bestätigt. Wie das Unternehmen am 20. März mitteilt, habe es ein eingehendes Angebot erhalten und befinde sich hierzu im Austausch mit McCormick & Company. Zugleich betont der Konzern, dass keine Sicherheit über den Abschluss einer Vereinbarung besteht.

Die Mitteilung erfolgte vor dem Hintergrund jüngster Medienberichte über mögliche Veränderungen im Lebensmittelgeschäft des Unternehmens.

Bloomberg berichtete über mögliche Abspaltung

Bereits zuvor hatte die Nachrichtenagentur Bloomberg über entsprechende Überlegungen berichtet. Wie Bloomberg unter Berufung auf mit der Angelegenheit vertraute Personen meldete, prüfe Unilever eine Abspaltung seiner Lebensmittelsparte. Vertreter des Unternehmens führten demnach Gespräche mit Beratern über mögliche Optionen.

Nach Angaben von Bloomberg werde eine Trennung von Marken wie Knorr, Pfanni und Mondamin oder von großen Teilen des Geschäfts diskutiert. Die Überlegungen befänden sich jedoch in einem frühen Stadium. Ein möglicher Schritt werde, falls überhaupt, nicht vor dem Jahr 2027 erwartet.

Weiter berichtete Bloomberg, dass die Lebensmittelsparte im Falle einer Abspaltung voraussichtlich mit einem zweistelligen Milliardenbetrag bewertet werden könnte. Entscheidungen seien laut den zitierten Quellen jedoch noch nicht getroffen worden. Ebenso sei möglich, dass der Konzern an seiner bisherigen Struktur festhalte. Unilever habe sich auf Anfrage von Bloomberg nicht zu den Angaben geäußert.

Unternehmen bestätigt Angebot und Gespräche

In seiner eigenen Mitteilung erklärt Unilever, man habe ein eingehendes Angebot für die Lebensmittelsparte erhalten und führe hierzu Gespräche mit McCormick & Company. Weitere Details zu möglichen Konditionen oder zum Umfang eines möglichen Geschäfts nennt das Unternehmen nicht.

Der Vorstand bezeichnet die Lebensmittelsparte laut Mitteilung als „hochattraktives Geschäft“ mit einem starken finanziellen Profil, getragen von marktführenden Marken in wachsenden Kategorien. Zugleich zeigt sich das Unternehmen zuversichtlich hinsichtlich der zukünftigen Entwicklung dieses Geschäftsbereichs innerhalb des Konzerns.

Keine Angaben zu Zeitplan oder Ausgang

Unilever macht keine Angaben dazu, wann mit einer Entscheidung zu rechnen ist oder welche weiteren Schritte geplant sind. Auch bleibt offen, ob die Gespräche mit McCormick & Company zu einer konkreten Transaktion führen.

Neben der Lebensmittelsparte gehören nach Angaben aus dem Bloomberg-Bericht auch weitere Geschäftsbereiche zum Konzern, darunter Waschmittelmarken sowie Produkte aus der Körperpflege und Reinigungsmittel.


 

Zurück

Vielleicht auch interessant

Pressemitteilung

Mit dem geplanten Eigentümerwechsel von Vion zur Group of Butchers setzt Salomon FoodWorld auf Kontinuität und Wachstum. Geschäftsführer Simon Morris erläutert, warum sich für Kunden und Partner im Tagesgeschäft nichts ändert, welche Perspektiven die neue Eigentümerstruktur eröffnet und wie das Unternehmen seine Position als führender Foodservice-Spezialist in Europa weiter ausbauen will.

Insgesamt ist der Bierabsatz der Branchenriesen rückläufig. In Deutschland kann nur eine der großen Brauereien deutlich zulegen. Der Abstand zur Spitze ist aber gewaltig.

Aus einer gemeinsamen Ausbildung in Lyon entstand eine Buttermanufaktur im Bayerischen Wald. Die ButterBoyz produzieren heute rund 20 handgeknetete Buttersorten und beliefern vor allem Gastronomie, Hotellerie und Feinkosthandel.

Die Vion Food Group hat den Verkauf ihrer Business Unit Food Service an die niederländische Group of Butchers vereinbart. Die Transaktion umfasst unter anderem Salomon FoodWorld sowie die Standorte in Großostheim und Holzwickede.

Nach Trends wie dem Dalgona Coffee, Proteinkaffee oder dem Cold Brew löst 2026 jetzt Kaffeekonzentrat einen Hype auf Social Media aus. Immer mehr Hersteller bringen eigene Konzentrate auf den Markt.

Angesichts der schwachen Nachfrage nach deutschem Wein regen Unionspolitiker einen Deutschlanddeckel für Weinflaschen an. Vorbild sei Österreich, so der weinbaupolitische Sprecher der Unionsfraktion Artur Auernhammer.

Droht in Deutschland wegen Russland-Sanktionen der EU eine Fischstäbchenkrise? Strengere Einfuhrregeln könnten nicht nur Hersteller, sondern auch Verbraucher direkt im Supermarkt treffen.

Bier ist durch Preiserhöhungen teuer geworden. Zum WM-Start werben große Händler jedoch mit Sonderangeboten wie vor Jahrzehnten. Ohnehin greifen viele Biertrinker bei den regelmäßigen Aktionen zu.

Das Bier verdankt seinen Geschmack hauptsächlich dem Hopfen, und Hopfen aus Deutschland wird in alle Welt exportiert. Doch die Pflanzer leiden unter abnehmendem Bierdurst.

Pressemitteilung

Die 370GRAD Roadshow kommt nach München. Beim exklusiven Branchentreff in der Design Offices Macherei präsentieren rund 30 ausgewählte Unternehmen ihre neuesten Produkte, Konzepte und Lösungen. Als Treffpunkt für Entscheider der Hospitality-Branche bietet die Veranstaltung Raum für persönlichen Austausch, Networking und neue Geschäftskontakte.