Fränkische Weinmajestät bleibt weiblich

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Das Amt der Fränkischen Weinhoheit bleibt bei einer Frau. Die 21-jährige Angelina Seiler aus Stammheim (Landkreis Schweinfurt) ist als 68. Fränkische Weinkönigin gewählt worden. Damit setzte sie sich gegen zwei Mitbewerberinnen und erstmals auch einen männlichen Bewerber durch.

Seiler ist Weinprinzessin und studiert an der TH Würzburg-Schweinfurt «Digitale Gesellschaft». Mit der Wahl verabschiedete sich die bisherige Fränlische Weinkönigin Antonia Kraiß. 

Bei der Veranstaltung in Bad Kissingen mit hunderten Gästen im Saal mussten die Bewerberinnen und der Bewerber nicht nur ihr Wissen rund um den Wein zur Schau stellen, sondern auch Einblicke in ihre Persönlichkeit geben. Sie beantworteten etwa die Fragen, welche Gerichte gut zu welcher Weinsorte passen oder was Franken von anderen Weinregionen unterscheidet. 

Stichwahl nötig

Über die Wahl entschied eine Jury. Im ersten Wahldurchgang hatte Seiler nicht die absolute Mehrheit der Stimmen bekommen. Daher gab es eine Stichwahl zwischen ihr und der 22-jährigen Lisa Faber aus Obernbreit (Landkreis Kitzingen). 

Nicht in die Stichwahl gekommen war der 23-jährige Maximilian Lang aus Hüttenheim (Landkreis Kitzingen). Dass es erstmals auch einen männlichen Bewerber auf das Amt gab, hatte für öffentliches Aufsehen gesorgt.

Wahl Brauchtum seit 1950

Die Fränkische Weinkönigin wird seit 1950 gekürt. Sie vertritt die Weinbranche auf gesellschaftlichen Terminen wie Weinfesten, in der Faschingssendung «Fastnacht in Franken» und bei Treffen mit Akteuren aus Politik und Wirtschaft. Franken ist mit gut 6.000 Hektar Anbaufläche das wichtigste Weinanbaugebiet in Bayern. (dpa)


 

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